Chilperich von Aquitanien oder Chilperich (II.) († 632) war ein Sohn Chariberts II. und Unterkönig von Aquitanien im Jahr 632.

Leben

Nach dem Tod seines Großvaters Chlothar II. 629/630 erhielt Chilperichs Vater Charibert II. auf Druck des neustrischen Adels ein Unterkönigreich in Aquitanien mit Sitz Toulouse. Charibert starb aber plötzlich im Alter von nur 18 Jahren am 8. April 632. Chilperich, der damals noch sehr jung gewesen sein muss, trat die Nachfolge seines Vaters an. Die Fredegarchronik berichtet, dass Dagobert wenig später Chilperich umgebracht hat; da die Chronik aber Dagobert ohnehin teils negativ schildert, ist dies letztendlich nicht zu beweisen. Dagobert strebte jedenfalls die Alleinherrschaft an. Es schien so, als ob die angestrebte Aufteilung des Reiches in Neustroburgund und Austrien aufgegeben wäre, doch sollte es bei Dagoberts Söhnen auf Druck des Adels umso konsequenter ausgeführt werden.

Chilperich wurde neben seinem Vater in der Basilika St-Romain (Blaye) bestattet.

Literatur

  • Martina Hartmann: Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger. 2. Auflage. WBG, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24034-0

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