Carl Bezold


Carl Bezold (* 18. Mai 1859 in Donauwörth; † 21. November 1922 in Heidelberg) war ein deutscher Semitist.

Leben

Carl Bezold studierte in München und Leipzig und promovierte 1880 bei Friedrich Delitzsch. 1883 wurde er Privatdozent in München. Bezold widmete sich seit 1888 im Britischen Museum in London semitischen Studien und literarischen Arbeiten. Unter anderem fertigte er einen Katalog der 14500 Keilschriften der Kouyunjik Sammlung an. 1894 folgte er dem Ruf nach Heidelberg als oberer Professor. Er ist bekannt durch seine Forschungen zur babylonischen und assyrischen Sprache und Literatur. 1886 bis 1915 war er der Herausgeber der Zeitschrift für Assyriologie.

Er war unter anderem mit einer Veröffentlichung 1911 ein Unterstützer von Franz Xaver Kugler in dessen Kritik am damals aktuellen Panbabylonismus.

Schriften

  • 1883: Die Schatzhöhle (Teil 1)
  • 1886: Überblick über die babyl.-assyr. Literatur
  • 1888: Die Schatzhöhle (Teil 2)
  • 1889-99: Catalogue of the cuneiform tablets in the Kouyundjuk collection of the British Museum (5 Bände)
  • 1892: The Tell el-Amarna tabletes in the British Museum
  • 1893: Oriental Diplomacy
  • 1903: Ninive und Babylon
  • 1904: Die babyl.-assyr. Keilinschrr. u. ihre Bedeutung für das AT
  • 1904: Babyl.-assyyr. Texte
  • 1905: Kebra Nagast (Digitalisat)
  • 1911: Astronomie, Himmelsschau und Astrallehre bei den Babyloniern
  • 1913: Zenit- und Äquartorialgestirne am babylonischen Fixsternhimmel (mit August Kopff und Franz Boll).
  • 1915: Keilschr.texte aus Asssur
  • 1924: Babyl.-assyr. Glossar (mit Adele Bezold)

Literatur

Weblinks

 Wikisource: Carl Bezold – Quellen und Volltexte

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