Burg Philippstein


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Burg Philippstein
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Entstehungszeit: 1390
Burgentyp: Höhenburg, Spornburg
Erhaltungszustand: Bergfried, Reste von Bering und Palas
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Braunfels-Philippstein
Geographische Lage 50° 29′ 22,6″ N, 8° 22′ 49,1″ O50.48968.3803Koordinaten: 50° 29′ 22,6″ N, 8° 22′ 49,1″ O
Burg Philippstein (Hessen)
Burg Philippstein

Burg Philippstein ist eine kleine Burgruine oberhalb von Philippstein, das heute zur Stadt Braunfels gehört, im Lahn-Dill-Kreis in Hessen.

Lage

Die Ruine der Spornburg liegt etwa 35 Meter über dem gleichnamigen Dorf. Das Dorf und die Burg im Taunus liegen etwa 12 Kilometer Luftlinie südwestlich von Wetzlar, 25 Kilometer nordöstlich von Limburg und 47 Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main.

Geschichte

Die Burg wurde im Jahre 1390 von Graf Philipp I. von Nassau-Weilburg erbaut. Sie diente in erster Linie der Absicherung seines Territoriums und der Bergbauminen. Spätestens im 16. Jahrhundert verlor die Burg ihre strategische Bedeutung und verfiel nach dem Abzug des letzten Verwalters immer weiter. Im 19. Jahrhundert wurde die Ruine von den Dorfbewohnern als Steinbruch genutzt, so dass weite Teile abgetragen wurden und die Steine in neu errichteten Gebäuden eingefügt wurden.

Selbst der Bergfried wurde nicht verschont. Auch ihm wurden im unteren Bereich Steine entnommen so dass er das Aussehen eines von Bibern angenagten Baumstammes hatte und stark einsturzgefährdet war.

Anlage

Burg Philippstein

Bei der Burg Philippstein handelt es sich um eine Spornburg, das heißt, dass sie auf einem Bergsporn über dem Tal des Baches und dem Dorf liegt.

Der Bergfried der Burg liegt am westlichen Rand der Ruine an ihrer tiefsten Stelle, was burgenbautechnisch eine Besonderheit darstellt. An den Bergfried schließen sich Reste der Schildmauer an. Weitere Mauerreste am Berghang könnten von einem Palas stammen, wobei dies nicht einwandfrei geklärt ist.

Die Ruine ist heute wieder frei begehbar. Der etwa 20 Meter hohe Bergfried ist mittlerweile im Bestand gesichert und kann bestiegen werden. Er besitzt heute ein Dach, das aus einer hölzernen Konstruktion besteht und mit Schiefer gedeckt ist.

Nicht zuletzt hat sich ein örtlicher Bürgerverein ab dem Jahr 1976 um den Erhalt der Ruine verdient gemacht.

Auch die Grundmauern anderer Burggebäude wurden zwischenzeitlich ausgegraben und gesichert.

Literatur

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 433.
  • Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, S. 61, ISBN 3-89214-017-0.

Weblinks


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