Oliver Abels (SBT) / CC BY 2.5

Burg Ellar


Burg Ellar
Burg Ellar

Burg Ellar

Entstehungszeit: um 1300
Burgentyp: Höhenburg, Ortslage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Waldbrunn-Ellar
Geographische Lage 50° 30′ 30,6″ N, 8° 5′ 37″ O50.50858.0936290Koordinaten: 50° 30′ 30,6″ N, 8° 5′ 37″ O
Höhe: 290 m ü. NHN
Burg Ellar (Hessen)
Burg Ellar
Ansicht von Ellar auf Kirche und Burg

Die Burg Ellar ist eine Burgruine auf rund 290 m ü. NN im Ortsteil Ellar der Gemeinde Waldbrunn im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.

Geschichte

Ende des 13. Jahrhunderts wurde Burg Ellar, wahrscheinlich von den Grafen von Diez, als Sicherung von Reichsstraßen erbaut. In der Nähe der Burg befand sich die Zollstation Gadelheimer Mühle.

Die erste Erwähnung der Burg war 1323 als ein Heinricus Burggraf zu Ellar im Gefolge des Grafen Emicho von Nassau Hadamar erscheint.

Im Jahr 1368 gelangte die Burg als Mitgift in den Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen. Bei diesem Übergang bestätigte Kaiser Karl IV. die Burg als reichsunmittelbares Lehen. Die Burg Ellar verfügte über zwei Burgsitze. Während der Mainzer Stiftsfehde diente die Burg als Stützpunkt der Katzenelnbogener Grafen gegen die Grafschaft Sayn.

Im 15. und 16. Jahrhundert war die Burg Sitz eines Amtmannes und eines Kellers. Aus Rechnungen dieses Kellers ist für die Burg ein Turm mit Brücke belegt. Der Turm diente auch als Taubenschlag. Ein Türmer war auf der Burg fest angestellt. Weiterhin gehörten zwei Köche zum Personal.

Die Burg fiel 1557 an die Grafschaft Nassau-Dillenburg und verfiel. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Ruine zur Fluchtburg der Einwohner der umliegenden Dörfer ausgebaut.

Ab dem Jahr 1969 wurden Maßnahmen zur Erhaltung der Burg eingeleitet.

Anlage

Es handelt sich um eine rechteckige Burganlage mit den Außenmaßen 21 Meter × 27 Meter. In einer Ecke befindet sich ein Turm, der als Aussichtsturm genutzt wird. Im Inneren der Burg wurde ein überdachter Pavillon errichtet, der für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Literatur

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 440.
  • Ferdinand Luthmer: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirk Wiesbaden. Band 3: Lahngebiet. Walluf 1973, ISBN 3-500-27310-6.
  • Ernst Gall Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Südliches Hessen. Berlin 1950, DNB 450887731.
  •  Walter Rudersdorf, Gemeinde Waldbrunn Westerwald (Hrsg.): Waldbrunn/Westerwald - Vom Bauerndorf zum Luftkurort. 1. Auflage. Geiger-Verlag, Horb 1986, ISBN 3-89264-015-7.

Weblinks


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