Burg Balm


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Dies ist die Beschreibung der Burg Balm in Baden-Württemberg, die Felsenburg Balm im Kanton Solothurn siehe Ruine Balm
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Burg Balm
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Alternativname(n): Burg Balb, Burg Balp
Entstehungszeit: 1200 bis 1300
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Lottstetten-Balm
Geographische Lage 47° 38′ 4″ N, 8° 35′ 41″ O47.6344444444448.5947222222222Koordinaten: 47° 38′ 4″ N, 8° 35′ 41″ O
Burg Balm (Baden-Württemberg)
Burg Balm

Die Burg Balm (in den Urkunden teilweise auch Balb, Balp oder Palm genannt) ist eine abgegangene Höhenburg auf einem kleinen Geländesporn bei dem Ortsteil Balm, als Palba 876 erstmals erwähnt,[1] der Gemeinde Lottstetten im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Von der ehemaligen Burganlage ist nichts erhalten. Die Burg war bis um 1100 Sitz der Gaugrafen des Klettgau und danach Sitz der Landgrafen, zeitweise wurde der Klettgau auch »Grafschaft Balm« genannt.

Geschichte

Die Burg, die einst den Verkehr im Rheintal kontrollierte, wurde 1294 erwähnt und 1449 durch Truppen der Stadt Schaffhausen im Streit mit Österreich zerstört. Möglicherweise wieder aufgebaut, wurde die Anlage im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört. Besitzer der Burg waren die Herren von Balm, beiderseits des Rheins begütert und Anhänger der Herzöge von Zähringen[2] bis 1218 und danach Vasallen der Freiherren von Regensberg. Sie kommen in den Urkunden von 1152 bis 1291 vor, waren zunächst freien Standes, später mit Bürgerrecht in Schaffhausen[1] und führten als Wappen in Rot einen silbernen Mühlstein.[3] 1294 verkaufte Lüthold von Regensberg Burg und Herrschaft mit den Ortschaften Вalm, Lottstetten, Nack, Reutehof, Dietenberg, Geisberg und Lochehof an Rudolf III. von Habsburg-Laufenburg,[1] die Burg blieb aber vorerst noch ein Lehen der Adelheid von Regensberg bis 1310, und ging dann 1410 auf die Grafen von Sulz über.[4] Hier verstarb in der Woche vor dem St. Urbanstag im Jahr 1408 Johann IV. (Habsburg-Laufenburg). Die Burg Balm war der Sitz der Begründer des Sulzer Zweiges der Linie Klettgau, Hermann von Sulz und dessen Sohn Rudolf III. von Sulz er wohnte hier mit seiner Familie, Frau Ursula und den drei Söhnen bis zur Zerstörung der Burg.

Heutige Nutzung

Das Burgglöcklein wurde von den Schaffhauser Soldaten 1449 nach Schaffhausen gebracht und hängt dort noch heute im Fronwagturm.[5]

Volkssage

Auch um diese Burg rankt sich eine Volkssage, jene von der „Burgfrau von Balm“ die nach ihrer Ermordung durch den Ehemann in der Burg umging und ihre Nachfolgerin so erschreckte, dass diese ins Kloster ging.[6]

Phantasiezeichnung der Zerstörung von Burg Balm

Literatur

  • Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6. Baden-Württemberg. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1965

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Balm [Wohnplatz]. In: Landeskunde entdecken online (LEO-BW). Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 24. September 2012.
  2. Heinz Voellner, Die Burgen und Schlösser zwischen Wutachschlucht und Hochrhein, S. 46 ff., Hochrhein Geschichts Verein (Hrsg.), 1975
  3. Lottstetten. In: Landeskunde entdecken online (LEO-BW). Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 24. September 2012.
  4. s. Badische Seiten
  5. s. Homepage der Dokumentationsstelle Rheinau
  6. s. A. Schreiber: Die Burgfrau von Balm, in: Badisches Sagenbuch (Herausgeber A. Schnezler), S. 117-119

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