Bit Jakin


Bit Jakin (Irak)
Eridu
Eridu
Nippur
Nippur
Susa
Susa
Dur Jakin
Dur Jakin
Larsa
Larsa
Bit Jakin auf der Karte des Irak

Bit Jakin war ein chaldäischer Kleinstaat am persischem Golf und umfasste später auch kleinere Gebiete des früheren Meerlandes, das nördlich an Bit Jakin grenzte. Die Region Bit Jakin bestand aus den acht fest ummauerten Städten Larsa, Kullab, Eridu, Bit Zabidiia, Kissik, Nimid-Laguda, Kur Nabu und der Hauptstadt Dur Jakin (Regierungssitz) sowie aus 100 kleineren Ortschaften.

Anfang des achten Jahrhunderts v. Chr. stellten erstmals die Chaldäer die babylonischen Könige, wurden aber nicht als Babylonier betitelt, sondern erhielten in der Dynastie-Chronik den Vermerk KurKaldi Bala Bi (Regierung von Kaldi). Sanherib bezeichnete Marduk-apla-iddina II. als Herrscher, der in den Niederungen des Meeres gegen Sonnenaufgang regiert und Schu-Zubu als den, der mitten im Sumpf sitzt.

Herrscher von Bit Jakin

  • Ra'su[1] Marduk-apla-usur (auch König von Babylon um 782 v. Chr.)
  • Ra'su Eriba-Marduk (auch König von Babylon um 770 v. Chr.)
  • Ra'su Marduk-apla-iddina II. (König von Babylon 722-710 v. Chr. und 702-701 v. Chr.)
  • Ra'su Schu-Zubu

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Der Ausdruck Ra'su bedeutet in Übersetzung Oberhaupt, Anführer, Oberster Herr, vgl. hierzu Reallexikon Assyriologie S.292

Literatur

  • Dietz Otto Edzard: Geschichte Mesopotamiens, C.H. Beck München 2005, ISBN 3-4065-1664-5
  • Erich Ebeling, Bruno Meissner: Reallexikon der Assyriologie S. 292f.

Weblinks


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