Belos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) – die hellenisierte Bezeichnung für Ba’al; lateinisch Belus) ist in der griechischen Mythologie König von Ägypten, der Sohn des Poseidon und der Libya. Diese sei wiederum die Tochter des Epaphos und dadurch Enkelin der Io und somit Belos der Bruder des Phöniziers Agenor.

Mit Anchinoë, der Tochter des Flussgottes Neilos, zeugte Belos der Sage nach die Zwillinge Aigyptos und Danaos, von denen ein ganzes Heroengeschlecht abstammt. Auch Kepheus und Phineus sowie eine Tochter, Thronia werden als Nachkommen dieses Paares angegeben. Von Phineus wird allerdings auch erzählt, er sei der Onkel, Bruder oder – als Sohn des Agenor – Neffe des Belos gewesen. Belos gilt auch als mythischer Gründer Babylons.

Sein Name wird nach Robert von Ranke-Graves abgeleitet von dem der sumerischen Mondgöttin Belili und soll dem hebräischen Baal des Alten Testaments, sowie dem Bel der Apokryphen entsprechen. Damit handelt es sich eher um einen Titel („Herr“, „König“, „Gott“) als um einen eigentlichen Namen.

Literatur

  • Julius Adolf Bernhard: Belos. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 778 f. (Digitalisat).
  • Karl Tümpel: Belos 3. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,1, Stuttgart 1897, Sp. 259–264.
  • Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen – Die Heroen-Geschichten. dtv, München 1999, ISBN 3-423-30031-0.
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie – Quellen und Deutung. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2001, ISBN 3-499-55404-6.
  • Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004, ISBN 3-423-32508-9.