Rudolf Hellgrewe / Public domain

Die Baganda, auch Ganda oder Waganda,[1] sind ein afrikanisches Volk. Sie gehören den Ostbantu an und leben vor allem im Bereich der großen Seen Ostafrikas (Viktoriasee, Tanganjikasee, Malawisee).[1] Vom Stammesnamen der Ganda leitet sich der Name des britischen Protektorates und späteren Staates Uganda ab.[1]

Die Sprache der Baganda ist das Luganda. Sie gehört zu den Bantusprachen innerhalb der Sprachfamilie der Niger-Kongo-Sprachen. Ab dem 16. Jahrhundert waren die Baganda die Begründer eines der größten Hima-Reiche in Ostafrika, dem Königreich Buganda.[1] Nach einer Unterbrechung von mehreren Jahrzehnten gibt es heute wieder einen Kabaka (König), nämlich Ronald Muwenda Mutebi II..

Traditionellerweise leben die Ganda von der Landwirtschaft. Sie bauen Lebensmittel (Süßkartoffeln, Maniok, Mais, Erdnüsse, Bananen etc.) für den Eigengebrauch an. Für die Märkte im In- und Ausland werden Kaffee, Tabak und Tee angebaut.

Die Ganda sind heute mehrheitlich Christen.

In Uganda leben (Volkszählungsergebnisse) 1991 3.015.980 (18,76 % der Ugander) und 2002 4.126.370 (17,28 %) Angehörige dieses Bantuvolks. Südlich der ugandisch-tansanischen Grenze leben auf dem Gebiet von Tansania noch mehr als 10.000 Ganda.

Belege

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Stichwort Ganda. In: Goldmann Lexikon in 24 Bänden. BLI Bertelsmann Lexikographisches Institut 1998; Band 8, S. 3388. ISBN 3-442-90000-X.

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