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Die babylonische Vokalisation ist eine Variante der Punktierung des biblischen Hebräisch.

Sie wurde 1839 von dem karäischen Juden A. Firkowich wiederentdeckt, als er einen Codex in der Synagoge von Çufut Qale fand, der ein bis dahin unbekanntes Vokalisationssystem benutzte. Der Text war auf 916 datiert. Weitere Dokumente wurden nach Firkowichs Tod 1874 in seiner Sammlung gefunden. Der wohl bekannteste Gelehrte auf dem Gebiet der babylonischen Punktierung war Paul Kahle, der mit seinem Buch Masoreten des Ostens das Referenzwerk schlechthin schrieb. Das Buch enthält unter anderem 60 Textproben babylonischer Manuskripte, eine Analyse der Vokalisierung und ein Versuch diese zu klassifizieren. Der Großteil der von Kahle zitierten Texte stammt aus der Kairoer Geniza, die sich zurzeit in Cambridge befindet.

Nach 1954 machte sich vor allem A. Díez Macho mit durch die Publikation weiterer babylonischer Manuskripte verdient.

Innerhalb der babylonischen Vokalisationstradition scheinen sich zwei Systeme herauszukristallisieren, namentlich ein kompliziertes und ein einfaches. Historisch gesehen scheint die einfache Vokalisation älter zu sein, mit Wurzeln im 6. und 7. Jahrhundert nach Christus.

Quellen

  • Sáenz-Badillos, Angel: A history of the Hebrew language. Cambridge University Press 1996.
  • Kahle, Paul: Masoreten des Ostens. Die ältesten punktierten Handschriften des Alten Testaments und der Targume. BWAT 15, Leipzig 1913.

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