August Oxé


August Oxé (* 23. Juli 1863 in Kreuznach; † 17. Mai 1944) war ein deutscher provinzialrömischer Archäologe und Gymnasiallehrer.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Kreuznach, wo er das Abitur am 7. März 1883 ablegte, studierte er in Tübingen und Bonn Klassische Philologie und wurde in Bonn am 9. Juni 1886 mit der Arbeit Prolegomena de carmine adversus Marcionitas promoviert. Am 23. Februar 1889 legte er das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Von 1891 bis zur Pensionierung 1928 war er am Gymnasium in Krefeld als Lehrer tätig. Seit den 1890er Jahren beschäftigte er sich intensiv mit provinzialrömischer Archäologie. 1901-1902 erhielt er ein halbes Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts.

Besonders arbeitete er an der Erforschung der römischen Feinkeramik, der Terra Sigillata. Sein Lebenswerk ist das Corpus Vasorum Arretinorum, an dem er von 1896 bis 1943 arbeitete und das erst 1968 durch Howard Comfort herausgegeben wurde.

Veröffentlichungen

  • Arretinische Reliefgefässe vom Rhein, Frankfurt a. M. 1933
  • Frühgallische Reliefgefaesse vom Rhein, Frankfurt a. M. 1934
  • Corpus vasorum Arretinorum. A catalogue of the signatures, shapes and chronology of Italian sigillata, compiled by August Oxé. Edited by Howard Comfort, Bonn 1968

Literatur

  • Harald von Petrikovits / Albert Steeger (Hrsg.): Festschrift für August Oxé zum 75. Geburtstag, 23. Juli 1938, Darmstadt 1938 (mit Bild und Schriftenverzeichnis)

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