Alfred Wiedemann (* 18. Juli 1856 in Berlin; † 7. Dezember 1936 in Bad Godesberg) war ein deutscher Ägyptologe.

Wiedemann war der Sohn des Physikers Gustav Heinrich Wiedemann und der jüngere Bruder von Eilhard Wiedemann, der ebenfalls Professor für Physik wurde.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Leipzig studierte Alfred Wiedemann an den Universitäten Leipzig, Berlin, Paris und Tübingen Ägyptologie und alte Geschichte. Er promovierte am 30. Oktober 1878 in Leipzig zum Dr. phil. und wurde zunächst Privatdozent. Am 27. Oktober 1882 habilitierte er sich in Bonn und erhielt die venia legendi für Ägyptologie und altorientalische Geschichte an der Universität Bonn. Er wurde am 4. Dezember 1891 zum außerordentlichen Professor und am 26. Juli 1920 zum ordentlichen Professor ernannt. Er emeritierte 1924.

Verheiratet war er mit der Tochter Hedwig des Bonner Psychiatrie-Professors Carl Maria Finkelnburg.

Werke

  • Ägyptische Geschichte. Gotha 1884–88
  • Herodots Zweites Buch. Leipzig 1890 (mit Erläuterungen)
  • Die Religion der alten Ägypter. Münster 1890
  • Die Toten und ihre Reiche im Glauben der alten Ägypter. Leipzig 1900 (Der Alte Orient, 2. Jahrgang, Heft 1), 2. Auflage 1902, 3. verbesserte Auflage 1910
  • Die Unterhaltungslitteratur der alten Ägypter. Hinrichs, Leipzig 1902 (Der Alte Orient, 3. Jahrgang, Heft 4), 2. Auflage 1903
  • Literaturgeschichte der alten Ägypter. Leipzig 1903
  • Magie und Zauberei im alten Ägypten. Hinrichs, Leipzig 1905 (Der Alte Orient, 6. Jahrgang, Heft 4)
  • Die Amulette der alten Aegypter. Hinrichs, Leipzig 1910 (Der Alte Orient, 12. Jahrgang, Heft 1)
  • Der Tierkult der alten Ägypter. In: Vorderasiatische Gesellschaft (Hrsg.): Der Alte Orient. Gemeinverständliche Darstellungen. Leipzig 1912
  • Geschichte Godesbergs und seiner Umgebung. Godesberg 1920

Weblinks

 Wikisource: Alfred Wiedemann – Quellen und Volltexte

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