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Aleppo


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aleppo (Begriffsklärung) aufgeführt.

36.237.15Koordinaten: 36° 12′ N, 37° 9′ O

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arabisch ‏حلب‎, DMG Ḥalab
Aleppo
Aleppo (Syrien)
Aleppo
Aleppo
Basisdaten
Staat Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Staat

Gouvernement

Aleppo
Höhe 390 m
Einwohner 1.671.673 (2008)
Webauftritt www.aleppo-city.gov.sy/ (Arabisch, Englisch)
Politik
Gouverneur Tamer Alhajeh
Blick auf Aleppo von der Zitadelle aus
Blick auf Aleppo von der Zitadelle aus

Aleppo (arabisch ‏حلب‎, DMG Ḥalab; türkisch Halep; armenisch Հալէպ; kurdisch Heleb; aramäisch ܗܠܒ Ḥalab; in der Antike zeitweise Beroia) ist eine Stadt im Norden Syriens. Aleppo ist gleichzeitig Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Aleppo. Im Jahr 2006 erhielt Aleppo als erster Ort die Bezeichnung Kulturhauptstadt des Islam.

Die Stadt hat knapp 1,7 Millionen Einwohner (2008 in den Stadtgrenzen) und rund 2,5 Millionen mit Vororten (2010) und ist damit nach Damaskus die zweitgrößte Stadt Syriens. Sie ist eine der ältesten Städte in der Region und nimmt einen strategischen Punkt zwischen dem Mittelmeer und dem Euphrat ein. Ursprünglich wurde sie auf einer Hügelgruppe in einer breiten fruchtbaren Senke auf beiden Seiten des Flusses Quwaiq erbaut.

Bevölkerung und Religion

Die Mehrheit der muslimischen Bevölkerung bilden Araber und Kurden. Daneben gibt es auch noch Turkmenen sowie andere kleinere muslimische Volksgruppen.

Etwa 15–20 % der Einwohner sind Christen, überwiegend Aramäer und Armenier, sie gehören der Syrisch-Orthodoxen bzw. Armenisch-Orthodoxen Kirche an, daneben gibt es auch Rum-Orthodoxe Gläubige.

Name

Aleppo in Hieroglyphen
Aa1
D21
Z3D58G29N25

Chalba
ẖrb3
Aleppo

Ortsbezeichnung

Der akkadische Name der Stadt war Halab bzw. Halap (auch Hallaba, Halba, Halbi, Halpa geschrieben), der hethitische Ḫalpa. In den ägyptischen Quellen heißt die Stadt „Chalba“, in ugaritischen und aramäischen Ḥlb, in der Antike war sie bekannt als „Halpa (Ḫalpa)“, in seleukidischer Zeit hieß sie Beröa.

Die arabische Namensform „Halab“ (türkisch: Halep) lässt sich als Vergangenheitsform von „melken“ deuten. Eine Legende verbindet den Namen mit Abraham, der an diesem Ort seine Kuh asch-Schahba gemolken und die Milch an die Armen verteilt haben soll. Wenn die armen Menschen sich trafen, fragten sie sich „Halab Abraham?“, was soviel wie „hat Abraham gemolken?“ bedeutet. In der syrisch-arabischen Sprache wird die Stadt auch Halab asch-Schahba genannt.

Personennamen

Ḫalpa kann auch Namensbestandteil sein, wie bei dem Oberschreiber Ḫalpamuwa in Hattuša[1] und der Obermundschenk Ḫalpaziti (mḪal-pa-zi-ti)[2] unter Arnuwanda,[3] vermutlich ist dies eine Herkunftsbezeichnung. Auch aus Nuzi sind Personennamen mit dem Element Ḫalpa belegt.[4] Aus Alalaḫ ist ein Siegelabdruck eines gewissen Ḫalpa-nubar[5] bekannt.

Geschichte

Altertum

Am Ende des 19. Jahrhunderts v. Chr. (gemäß der Mittleren Chronologie) taucht Aleppo erstmals in den Quellen auf. Zu dieser Zeit war es die Hauptstadt des Staates Jamchad, der von hier an bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts v. Chr. Nordsyrien dominierte. Zu seinem Einflussbereich gehörten unter anderem Karkemisch am Euphrat und Alalach bei Antakya. Der Einfluss der Jamchad-Könige Jarim Lim I. und Hammurapi I., die von den 80er bis in die 50er Jahre des 18. Jahrhunderts regierten, reichte bis in das transtigridische Gebiet von Der, und ein Bündnis mit Hammurapi von Babylon ist belegt. Schon in dieser Zeit war Aleppo ein Zentrum der Verehrung des Wettergottes Hadad.

Die Stadt wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts von dem Hethiterkönig Muršili I. eingenommen. Ihre Geschichte nach dem Untergang des Althethitischen Reiches ist unklar. Mitanni unterwarf Aleppo spätestens am Anfang des 15. Jahrhunderts. Der Hethiterkönig Tudhalija I. scheint einen Feldzug gegen Aleppo unternommen und die Stadt kurzzeitig kontrolliert zu haben. Jedoch wurde die Stadt erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter Schuppiluliuma I. wieder Teil des hethitischen Reiches. Aleppo war jetzt die Hauptstadt der hethitischen Provinz Halpa. Nach dem Fall des Hethitischen Großreiches um 1200 wurde Aleppo Sitz eines späthethitischen Kleinfürstentums. Darauf verweisen beispielsweise in der Zitadelle ausgegrabene Orthostaten (die derzeit leider noch nicht öffentlich zu besichtigen sind).

Später wurde Aleppo Hauptstadt des aramäischen Königreiches von Bit Agusi, das außerdem auch Arpad (Tell Rifa'at) umfasste. Salmanassar III. (858-824 v. Chr.) konnte die Stadt dem assyrischen Reich eingliedern und erreichte, wie bereits sein Vorgänger Adad-nirari II. (911-891), das Mittelmeer. Ab 610 folgte eine Periode der Persischen Herrschaft. Da aus der Zeit der assyrischen und persischen Herrschaft keine Überlieferungen zu Aleppo existieren, wird vermutet, dass die Siedlung, vielleicht beim Fall des hethitischen Reiches, relativ stark zerstört wurde und erst durch die Eroberungen von Alexander und die Bildung des seleukidischen Reiches wieder restauriert wurde.[6] Alexander besetzte Aleppo 333 v. Chr. und Seleukos I. Nikator errichtete dort um 301-281 eine mazedonische Kolonie, die Beroia benannt wurde. Diese befestigte Kolonie mit quadratischem Grundriss erhielt u.a. rechtwinklig angelegte Straßen und prägte in ihrer Grundform das Stadtbild Aleppos auch für spätere Zeiten. Hadad wurde als Zeus weiter verehrt. Im Jahr 100 v. Chr wurde Syrien vom armenischen Reich und im Jahr 64 v. Chr. von den Römern erobert.

Mittelalter

Die Stadt wurde unter ihrem alten Namen Teil des Byzantinischen Reiches, 540 wurde sie durch den sassanidischen König Chosrau I. erobert und geplündert und Teile der Bevölkerung verschleppt. Die Zerstörungen wurde durch Justinian I. beseitigt, bevor die Stadt 637 den Arabern in die Hände fiel. Unter den Hamdaniden (944–1003) erreichte Aleppo eine gewisse Unabhängigkeit. Der wichtigste hamdanidische Herrscher war Saif ad-Daula (944–67). 962 wurde die Stadt durch den byzantinischen Kaiser Nikephoros Phokas zurückerobert und systematisch geplündert. Sie blieb bis 976/77 byzantinisch. Danach war sie bis zum Einfall der Seldschuken byzantinischer Vasall. Ab 1025 wurde die Stadt von den arabischen Mirdasiden beherrscht, bis sie 1070 durch die Seldschuken eingenommen wurde.

Die Stadt wurde 1098 und 1124/25 von Kreuzfahrern belagert, aber nicht erobert. Unter 'Imad ad-Din Zengi (1127/28–46), einem Turkmenen aus Mossul, wurde Aleppo zum Zentrum des Widerstands gegen die Kreuzritter. Sein Sohn Nur ad-Din (1146–74) stellte die Stadtbefestigungen wieder her, unter seiner Herrschaft wurden außerdem zahlreiche wichtige Gebäude errichtet. Nach dem Tode Nur ad-Dins fiel Aleppo an den Kurden Saladin. Die Dynastie der Ayyubiden beherrschte die Stadt von 1183 bis 1260. Az-Zahir Ghazi (1186/93–1216), der Sohn Saladins, erneuerte die Befestigung der Zitadelle.

Aleppo blieb in arabischen Händen, bis es, wie weite Teile Nordsyriens, 1260 von den Mongolen erobert und verwüstet wurde. 1260 bis 1516 war die Stadt Teil des Mamluken-Reiches. Die Zitadelle wurde 1292 wieder aufgebaut, aber um 1400 durch Tamerlan erneut zerstört.

Neuzeit

Die maronitische Kathedrale von Aleppo
Eine Gasse im christlichen Viertel der Stadt

1517 wurde Aleppo Teil des Osmanischen Reiches. Damals zählte die Stadt etwa 50.000 Einwohner. Sie war Sitz eines Provinzgouverneurs (Beylerbey bzw.Wali). Die Stadt blieb Teil des Osmanischen Reiches bis zu dessen Untergang, aber sie wurde weiter durch interne Fehden erschüttert sowie durch Pestepidemien und 1823 durch die Cholera heimgesucht. Im November 1850 schlug der Artillerieoffizier Josef Bem an der Spitze türkischer Truppen ein Pogrom der muslimischen Bevölkerung gegen die Christen nieder. 1901 lag die Einwohnerzahl von Aleppo um 125.000.

Während des Ersten Weltkrieges war Aleppo ein Zentrum im Völkermord an den Armeniern durch die Jungtürken. Auf Befehl von Talaat Pascha wurden die Armenier ab dem 27. Mai 1915 zusammengetrieben und auf Todesmärsche über unwegsames Gebirge in Richtung Aleppo geschickt.

Die Stadt blühte kurzfristig wieder auf, als sie nach dem Ende des Ersten Weltkrieges unter französische Kolonialherrschaft kam, erlebte jedoch nach der Abtretung des Sandschaks Alexandrette mit der Hauptstadt Antakya und dem Hafen İskenderun an die Türkei 1939 wieder einen Niedergang.

Nach 1945

Im Jahre 1947 kam es zu Pogromen gegen die Juden in der Stadt.

Die Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Wesentlichen neu entworfen, weshalb Altstadt und Neustadt sich deutlich unterscheiden: Aleppos Altstadt (Medina) befand sich innerhalb einer fünf Kilometer langen und siebentorigen Stadtmauer und hat eine Ausdehnung von ca. 350 ha. 1952 schuf der französische Architekt Andre Gutton zahlreiche neue breite Straßen im Interesse moderner Verkehrsführung. In den 1970ern wurden große Teile der Altstadt zugunsten moderner Wohnblöcke abgerissen, die Altstadt verkam mehr und mehr. Nach der Volkszählung von 2004 leben 118.000 Menschen in der Altstadt.

Weltkulturerbe

Suq von Aleppo, 2010

1986 erklärte die UNESCO Aleppos Altstadt zum Weltkulturerbe. Seit 1993 wurde sie in Zusammenarbeit mit der GTZ und mit Unterstützung vom Aga-Khan-Trust for Culture und dem Arab Fund for social and economic development renoviert (10 Millionen Euro aus dem deutsch-syrischen Schuldenerlassabkommen). 2004 erhielt das Projekt einen Städtebaupreis der Harvard School of Design.

Bürgerkrieg

Im Zuge des Bürgerkrieges in Syrien kam es im Juli 2012 in Aleppo zu heftigen Kämpfen, bei denen Raketenwerfer, Hubschrauber und Kampfflugzeuge eingesetzt wurden.[7] In der Nacht vom 28. auf den 29. September 2012 wurde der historische Basar, weltgrößtes überdachtes altes Marktviertel und Teil des UNESCO-Welterbes, durch ein Großfeuer weitgehend zerstört, das offenbar auf Kampfhandlungen beruhte.[8][9] Eine Panzergranate beschädigte das Minarett der 700 Jahre alten Mahmandar Moschee schwer.[10]

Wirtschaft

Die Stadt war historisch vor allem als Handelsplatz bedeutend. Sie lag am Kreuzungspunkt zweier Handelsstraßen und vermittelte den Handel von Indien, der Euphrat- und Tigrisregion mit Damaskus im Süden, der dem Fuß des Gebirges statt der unwegsamen Seeküste folgte. Seit dem frühen Mittelalter wird in Aleppo die nicht nur im Orient geschätzte und bekannte handgeschöpfte „Aleppo-Seife“ auf Basis von Olivenöl hergestellt. Die Seifenfabriken (Sgl. maṣbana) lagen um das Bab Qinnasrin im Südwesten der Altstadt, wo ein Teil sich noch heute befindet. Andere Betriebe zogen in die Straßen am Bab an-Nasr im Norden der Zitadelle. Aufgrund des großen Platzbedarfs haben sich einige Seifenfabriken in ehemaligen Hanen eingerichtet. Hane sind Unterkünfte und Verkaufsplätze für Händler, die es innerhalb der Altstadt seit Anfang des 16. Jahrhunderts gab.[11] Heute gibt es in Aleppo noch etwa 60 kleinere Seifensiedereien, welche meist Familienbetriebe sind und oft schon seit vielen Jahrhunderten bestehen.

Im Mittelalter machten besonders die Zengiden und die Ajjubiden (1128–1260) die Stadt zu einem Zentrum des Fernhandels. Die Ajjubiden schlossen 1207/1208, 1225, 1229 und 1254/1255 Handelsverträge mit Venedig ab. In osmanischer Zeit gab es Handelsniederlassungen und Faktoreien nicht nur von Venedig, sondern auch von französischen (1535), englischen (1580) und niederländischen (1612) Kaufleuten. Obgleich der Handel häufig aus politischen Gründen aus der Stadt verbannt wurde, wuchs er stetig, bis die Europäer den Seeweg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung und den Weg nach Ägypten über das Rote Meer einschlugen. Damit begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt; ihre Hauptexportgüter sind jetzt Agrarerzeugnisse der Region, hauptsächlich Weizen und Baumwolle, Pistazien, Schafe und Oliven.

Verkehr

1906 erhielt Aleppo durch die Hedschas-Bahn einen Bahnanschluss nach Damaskus, 1912 über die Bagdadbahn nach Istanbul und nach Bagdad. Des Weiteren hat die Stadt einen internationalen Flughafen.

Bildung

1958 wurde die staatliche Universität Aleppo gegründet, an der heute über 60.000 Studenten studieren.

Sehenswürdigkeiten

Portal der Zitadelle von Aleppo

Die mittelalterliche Zitadelle liegt auf einem teilweise künstlich errichteten Siedlungshügel (Tell) 50 m über der Stadt (36° 11′ 57″ N, 37° 9′ 45″ O36.19916666666737.1625). Der gegenwärtige Bau wurde im 13. Jahrhundert nach der Zerstörung eines Vorgängerbaus durch Tamerlan errichtet, aber 1822 durch ein Erdbeben beschädigt. Vorgängerbauten sind bereits aus seleukidischer Zeit bekannt, die Dichte der Bebauung und die Dicke der Ablagerungen verhinderten jedoch bisher eingehende archäologische Untersuchungen. Es ist aber zu vermuten, dass die Zitadelle spätestens seit der Bronzezeit befestigt war. Der Hamdanide Saif ad-Daula ließ sie im 10. Jahrhundert ausbauen.

Die bekannteste Moschee ist die große Umayyaden-Moschee am nördlichen Rand des überdachten Suqs. Sie wurde von den Umayyaden begonnen; der erhaltene Bau des Zengiden Nur ad-Din stammt von 1158, die Rekonstruktion nach dem Mongolensturm von 1260. Die ursprüngliche Moschee bezog teilweise eine frühbyzantinische Kathedrale aus dem Ende des 5. Jahrhunderts in den Bau mit ein. Diese dürfte selbst auf einem älteren Tempel errichtet worden sein. Die Kirche war Helena geweiht, der Mutter Konstantins I. Hier lag der Überlieferung nach das Grab des Vaters Johannes d. Täufers. Westlich angrenzend befindet sich die Madrasa al-Halawiya, eine von Nur ad-Din im 12. Jahrhundert gegründete islamische Hochschule. Die Holzschnitzereien des Mihrabs sind inschriftlich auf 1245 datiert.

Außerdem beherbergt Aleppo das Nationalmuseum mit zahlreichen archäologischen Funden sowie – als traditionelles Handelszentrum – Suqs und Handelshöfe (Hane).

Panorama Aleppos, von der Zitadelle aus

Archäologie

Bisher fanden keine Ausgrabungen im Stadtgebiet statt. Zahlreiche Siegel aus der späten altsyrischen Zeit I (um 1800 v. Chr.) lassen vermuten, dass Aleppo Sitz bedeutender Steinschneiderwerkstätten war.

Durch Funde aus Gabbul erscheint wahrscheinlich, dass Aleppo in mittelsyrischer Zeit (1600–1200 v. Chr.) Sitz einer Bildhauerschule war. Auf der Zitadelle wurden zwei Löwen aus Basalt gefunden, die vermutlich von einem späthethitischen Tor oder einem Tempel des 10. Jahrhundert v. Chr. stammen. Auch die Fürstenstatue von 'Ain et-Tell (Arpad) wird um 800 v. Chr. in Aleppo entstanden sein.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Abdul Ghafur Sabuni, Arabist und Hochschullehrer
  • Boghos Sabbaghian, Patriarch von Kilikien
  • Boutros Raï, melkitischer Bischof von Mexiko
  • Boutros Marayati, armenisch-katholischer Erzbischof von Aleppo
  • Elias Nijmé, melkitischer Erzbischof von Tripoli
  • Esra Atja, ultraorthodoxer Rabbiner
  • François Rabbath, US-amerikanischer Komponist
  • François Ayoub, maronitischer Erzbischof
  • Georges Kahhalé Zouhaïraty, apostolischer Exarch für die Melkitische Griechisch-Katholische Kirche in Venezuela
  • Georges Layek, armenisch-katholischer Erzbischof von Aleppo
  • Isidore Battikha, melkitischer Erzbischof von Homs
  • Isidore Fattal, melkitischer Erzbischof von Aleppo
  • Ignatius Pierre VIII. Abdel-Ahad, syrisch-katholischer Erzbischof von Beirut und Patriarch der mit Rom unierten syrisch-katholischen Kirche von Antiochien
  • Jean-Clément Jeanbart, Erzbischof von Aleppo
  • Joseph Basmadjan, armenisch-katholischer Erzbischof von Aleppo
  • Justin Abraham Najmy, melkitischer Bischof von Newton
  • Krikor Hindié, armenisch-katholischer Erzbischof von Aleppo
  • Krikor-Okosdinos Coussa, Bischof in Ägypten
  • Lewon Ter-Petrosjan, erster Präsident von Armenien
  • Mahmut Kamil Pascha, osmanischer General
  • Maximos IV. Sayegh, melkitischer Erzbischof und Patriarch von Antiochia
  • Michel Abrass, melkitischer Erzbischof
  • Michel Yatim, melkitischer Erzbischof
  • Muhammed Achmed Faris, Pilot der syrischen Luftstreitkräfte, erster Syrer im Weltraum
  • Muhammad Nadschi al-Utri, Premierminister von Syrien
  • Néophytos Edelby, melkitischer Erzbischof von Aleppo
  • Nikolaki Sawaf, melkitischer Erzbischof von Latakia
  • Philipp Stamma, bedeutender Schachspieler des 18. Jahrhunderts
  • Wartan Oskanjan, Außenminister von Armenien
  • Hilarion Capucci, syrischer griechisch-katholischer Theologe, Priester, Erzbischof der Melkiten in Syrien und politischer Aktivist

Liste der Herrscher von Aleppo

  • Wantarassura von Aleppo, gleichzeitig mit Šauštatar von Mitanni und Niqmepa von Alalach
  • Yarim Lim I.
  • Hammurabi I.

Seldschuken-Dynastie in Aleppo und Damaskus:

  • Aq Sunqur al-Hajib, Gouverneur von Aleppo und Damaskus bis 1094
  • Tutusch I., Sultan von Aleppo und Damaskus 1094–1095

Seldschuken-Dynastie in Aleppo:

  • Rodwan ibn Tutusch (1095–1113)

Ayyubiden-Emire von Aleppo:

  • Al-Adil I. (1183–1186)
  • az-Zahir Ghazi (1186–1216)
  • Al-Aziz (1216–1236)
  • an-Nasir Yusuf (1236–1260)

Varia

Die Stadt wurde zum Namensgeber der Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), einem aus dem östlichen Mittelmeerraum stammenden Nadelbaum. Auch die Aleppobeule, eine Form der Leishmaniose, ist nach der Stadt benannt.[12]

Klimatabelle

Aleppo
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
60
 
10
2
 
 
52
 
13
2
 
 
46
 
17
5
 
 
34
 
23
9
 
 
18
 
29
14
 
 
2.3
 
34
18
 
 
0.1
 
36
21
 
 
0.3
 
36
21
 
 
2.2
 
33
17
 
 
19
 
27
12
 
 
35
 
17
6
 
 
60
 
12
3
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aleppo
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 10,3 12,6 16,9 22,6 28,7 33,6 36,2 36,1 33,2 27 16,8 11,9 Ø 23,9
Min. Temperatur (°C) 1,7 2,4 5,0 8,9 13,5 18,1 20,9 20,9 17,3 12,4 6,4 3,3 Ø 10,9
Niederschlag (mm) 60,3 52,0 46,1 33,6 17,9 2,3 0,1 0,3 2,2 19,2 35,2 59,6 Σ 328,8
Sonnenstunden (h/d) 3,9 5,0 6,4 8,1 10,3 12,2 12,5 11,8 10,1 7,9 6,2 4,1 Ø 8,2
Regentage (d) 13 14 10 7 4 1 0 0 1 4 7 11 Σ 72
Luftfeuchtigkeit (%) 84 79 68 65 50 42 42 45 46 55 66 80 Ø 60,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
10,3
1,7
12,6
2,4
16,9
5,0
22,6
8,9
28,7
13,5
33,6
18,1
36,2
20,9
36,1
20,9
33,2
17,3
27
12,4
16,8
6,4
11,9
3,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
60,3
52,0
46,1
33,6
17,9
2,3
0,1
0,3
2,2
19,2
35,2
59,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Literatur

  • Joan Busquets (Hrsg.): Aleppo: Rehabilitation of the Old City. Cambridge 2006, ISBN 978-0-935617-84-9.
  • Mamoun Fansa, Heinz Gaube und Jens Windelberg: Damaskus – Aleppo. 5000 Jahre Stadtentwicklung in Syrien. Philipp von Zabern, Mainz 2000.
  • Anette Gangler: Ein traditionelles Wohnviertel im Nordosten der Altstadt von Aleppo in Nordsyrien. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen/Berlin 1993, ISBN 3-8030-0158-7.
  • Anette Gangler und Meinolf Spiekermann: Madīnatī Halab-Mein Aleppo. Medienkombination mit arabischen Texten. Edition Esefeld und Traub, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-9809887-6-6. Einschließlich 1 CD.
  • Heinz Gaube, Eugen Wirth: Aleppo. Historische und geographische Beiträge zur baulichen Gestaltung, zur sozialen Organisation und zur wirtschaftlichen Dynamik einer vorderasiatischen Handelsmetropole. Reichert, Wiesbaden 1984, ISBN 3-88226-193-5.
  • Mariam de Ghantuz Cubbe: I Maroniti d'Aleppo nel XVII secolo attraverso i racconti dei missionari europei. Jaca Book, Milano 1996, ISBN 88-16-40412-4.
  • Julia Gonella, Wahid Khayyata, Kay Kohlmeyer: Die Zitadelle von Aleppo und der Tempel des Wettergottes. Neue Forschungen und Entdeckungen. Rhema-Verlag, Münster 2005, ISBN 978-3-930454-44-0.
  • Julia Gonnella: The Citadel of Aleppo. In: EJOS, IV (2001), ISSN 0928-6802.
  • Abdallah Hadjar: Historical Monuments of Aleppo. Automobile and Touring Club of Syria, Aleppo 2000.
  • M. Soubhi Saouaf: Le Musée d'Alep. Aleppo 1968.
  • Peter Bamm: Frühe Stätten der Christenheit, München, 1960, S. 167 ff.

Weblinks

 <Lang> Commons: Aleppo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Annelies Kammenhuber: Die Arier im vorderen Orient. Carl Winter Universitätsverlag, München 1968, S. 76.
  2. Von Luwisch ziti = Mann, siehe Erich Ebeling, Bruno Meissner, Dietz-Otto Edzard (Hrsg.): Ḫalpaziti. In: Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. de Gruyter, Berlin 1981, S. 69.
  3. Heinrich Otten (Hrsg.): Hittite and other Anatolian and Near Eastern Studies in Honour of Sedat Alp. S. 414.
  4. David I. Owen, Gernot Wilhelm (Hrsg.): General studies and excavations at Nuzi. CDL Press, Bethesda 1998 (Studies on the civilization and culture of Nuzi and the Hurrians Bd. 10/2), S. 126.
  5. Dominique Collon: The seal impressions from Tell Atchana/Alalakh. 1975.
  6. Vgl. J. Sauvaget: Art. Halab, in: The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. 3 (1971), S. 85-90, hier 85.
  7. Russland: Kein Asyl für Assad. In: Frankfurter Rundschau. 22. September 2012, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  8. Unesco nennt Zerstörung in Aleppo Tragödie. In: Der Spiegel. 30. September 2012, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  9. Syriens Kulturschätze in Gefahr. In: Der Spiegel. 1. Oktober 2012, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  10. Schlachtfeld Kultur: Wie Syriens Weltkulturerbe zerstört wird. In: ttt – titel, thesen, temperamente. 21. Oktober 2012, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  11. Gaube / Wirth 1984, S. 152 f
  12. http://de.academic.ru/dic.nsf/meyers/3588/Aleppobeule

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21.09.2020
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Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzö...
21.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspe...
17.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrat...
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
09.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa. Das aus eine...
09.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit. Wann und wo genau die Jüngere Dryaszeit begann und ...
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf ...
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt. Archäologen der Goethe-Universit...