Die Akebu (auch Kebu genannt) gehören, wie die Akposso und die Adele, zu den Togo-Restvölkern. Sie leben im Gebirge des südlicheren Mitteltogo.

Die Akebu halten sich selbst für Autochthone und nennen sich Egbetebe. Ihr Urdorf heißt Kesengbe unweit von Kougnohou, dort liegt ein sehr altes Lehmhaus, das als erstes Haus der Vorfahren erhalten wird. Diese sollen an einem Seil vom Himmel herabgestiegen sein, sagen die Akebu.

Rund um das „Urhaus“ in Kesengbe hat die Verf. polierte kleine Steinbeile am Boden liegend beobachtet.

Die meisten Akebu dürften ihrer ursprünglichen afrikanischen Religion angehören. Es gibt Götter („Fetische“) und männliche und weibliche Priester. Diese werden von den Göttern berufen. Einige Akebu sind Protestanten. Neuerdings versuchen Sekten, sie zu christianisieren.

Bei den Akebu finden sich Spuren matrilinearer Organisation.

Heiratsbräuche: Früher heiratete ein Mädchen immer in eine andere Akebu-Sippe ein, und diese sandte dann bei passender Gelegenheit ein Mädchen als Braut zurück in die erste Sippe.

Die Akebu bauen meist runde Häuser mit Holzständern und Lehmwänden. Dazwischen errichten sie kleine Speicherbauten. Die runde Bauweise der meisten Häuser unterscheidet sich deutlich von der eckigen Bauweise z. B. der Ewe in Togo.

Die Akebu sind überwiegend Bauern. Sie züchten Ziegen, Schafe, Hühner und Schweine. Rinder lassen sie von den Peul züchten und hüten. Die Akebu vertragen keine Milch und essen auch keinen Käse oder andere Milchprodukte.

Im Gebiet um Dzakpodzi (Djakpedji) (eine Wegstunde von Kesengbe entfernt) und Kesengbe sind überall Schlackehaufen zu beobachten, die wohl von früherer Verhüttungstätigkeit zeugen.

In Dzakpodzi sind Kpelle eingewandert, die mit den Ewe verwandt sein sollen. Diese hatten die Akebu um Land und um die Erlaubnis gebeten, sich niederzulassen, die ihnen gewährt wurde.

Akebu (die Akebu nennen die Sprache Kögbörikö) ist noch keine Schriftsprache. Ein Wörterbuch Deutsch/Akebu ist zu Beginn der 1980er-Jahre an der Universität Saarbrücken im Rahmen einer Examensarbeit erstellt worden. Es wurde nicht veröffentlicht. Eine Art Glossar wurde von einem Deutschen namens Wolff während der deutschen Kolonialzeit erstellt. Die Zugehörigkeit des Akebu zu einer Sprachfamilie ist nicht abschließend geklärt.

Quellen / Literatur

  • Angehörige des Akebou-Volks, insb. Simon (Kodzo Kpegbadza) Abbey, geb. 1952 in Badou/Togo; Autopsie der Verfasserin
  • Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band II, S. 258

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