African American studies


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....

African American studies (engl. für Afroamerikanische Studien) ist ein Zweig der Black Studies oder Africana studies. Es ist ein interdisziplinäres akademisches Feld, das sich dem Studium der Geschichte, Kultur und Politik der Afroamerikaner widmet. Bei weit gefasster Eingrenzung beschäftigt es sich nicht nur mit den Menschen afrikanischer Abstammung in den Vereinigten Staaten, sondern auch mit den Gesellschaften der gesamten afrikanischen Diaspora von den Britischen Inseln bis zur Karibik. Dieser Studienrichtung wird von Wissenschaftlern der Afroamerikanischen Literatur, Geschichte, Politik, Religion und Religionswissenschaften, Soziologie und Vertretern weiterer Disziplinen innerhalb der Humanwissenschaften und Sozialwissenschaften nachgegangen.

Geschichte

Intensive wissenschaftliche Bestrebungen zur Rekonstruktion der afroamerikanischen Geschichte begannen zum Ende des späten 19. Jahrhunderts (W. E. B. Du Bois: The Suppression of the African Slave Trade to the United States of America, 1896). Zu den Pionieren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählen Carter G. Woodson[1], Herbert Aptheker und Melville J. Herskovits.

Studiengänge und Institute der African American studies wurden erstmals in den 1960er und 1970er als Resultat des inter-ethnischen Aktivismus von Studenten und Fakultäten eingerichtet, ausgelöst durch einen fünfmonatigen Streik für Black studies an der San Francisco State University. Im Februar 1968 beauftragte die San Francisco State den Soziologen Nathan Hare mit der Koordination des ersten Black studies-Studiengangs und der Ausarbeitung eines Vorschlages für die Einrichtung des ersten Institutes für Black studies. Das Institut wurde im September 1968 erschaffen und erhielt seinen offiziellen Status am Ende des fünfmonatigen Streiks im Frühjahr 1969. Die Einführung von Studiengängen und Instituten der Black studies war eine verbreitete Forderung von Protesten und Sitzblockaden durch eine Minderheit der Studenten und ihrer Unterstützer, die ihre Kultur und Interessen als durch die traditionellen Studiengänge und akademischen Strukturen unterrepräsentiert erachteten.

Black studies sind ein systematischer Weg um Schwarze in der Welt wissenschaftlich zu betrachten - so wie ihre Geschichte, Kultur, Soziologie und Religion. Es ist eine Betrachtung der schwarzen Erfahrungen und des Einflusses der Gesellschaft auf sie und auf ihren Einfluss innerhalb der Gesellschaft. Dieser Wissenschaftszweig kann dazu dienen viele rassistische Stereotypen zu verdrängen. Black studies analysiert dazu Geschichte, Familienstrukturen, sozialen und ökonomischen Druck, Stereotypen sowie Geschlechterrollen.

Bekannte Vertreter der African American studies

  • Makungu Akinyela
  • Abdul Alkalimat
  • Kwame Anthony Appiah
  • Molefi Kete Asante
  • M.K. Asante, Jr.
  • Houston A. Baker Jr.
  • Hazel Carby
  • Patricia Hill Collins
  • Allison Davis
  • Angela Y. Davis
  • Patricia Dixon
  • W. E. B. Du Bois
  • Michael Eric Dyson
  • Gerald Early
  • Wendel Eckford
  • Reynolds Farley
  • John Hope Franklin
  • E.Franklin Frazier
  • Henry Louis Gates, Jr.
  • Paul Gilroy
  • Nathan Hare
  • Melville Herskovits
  • Bell Hooks
  • Akil Houston
  • Clenora Hudson-Weems
  • Ronald L. Jackson II
  • Charles E. Jones
  • Jawanza Kunjufu
  • Glenn C. Loury
  • Manning Marable
  • Dwight A. McBride
  • Ashley Erica Moberg
  • Leonard N. Moore
  • Pap Ndiaye
  • Mark Anthony Neal
  • Cora Presley
  • Adolph Reed
  • Cedric Robinson
  • Robert B. Stepto
  • Akinyele Umoja
  • Cornel West
  • William Julius Wilson
  • Carter G. Woodson
  • Sylvia Wynter

Geisteswissenschaftliche und akademische Zeitschriften

  • Negro History Bulletin
  • Journal of Black Studies
  • African American Review
  • Negro Digest
  • Phylon
  • Journal of Negro History
  • The Callaloo Journal
  • Journal of African American History
  • Journal of Negro Education
  • Journal of Pan African Studies
  • Race & Class
  • Transition Magazine
  • Souls: A Critical Journal of Black Politics, Culture, and Society
  • The Griot: The Journal of African American Studies

Siehe auch

Nicht spezifisch afroamerikanisch:

Einzelnachweise

  1. siehe Pero Gaglo Dagbovie: The early Black history movement, Carter G. Woodson, and Lorenzo Johnston Greene, Univ. of Illinois Press, 2007

Literatur

  • Fabio Rojas: From Black Power to Black Studies: How a Radical Social Movement Became an Academic Discipline, Johns Hopkins University Press, 2007, ISBN 0801886198

Weblinks

 <Lang> Commons: African American history – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien