Affrizierung

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Affrizierung

Als Affrizierung wird in der Phonetik der Übergang von Verschlusslauten zu Affrikaten bezeichnet. Als Zwischenstufe können stark aspirierte Verschlusslaute angenommen werden.

Ein Beispiel ist der Wandel von germanisch /p/, /t/ und /k/ zu althochdeutsch /pf/ (geschrieben pf oder ph), /ts/ (geschrieben z oder tz) bzw. /kχ/ (geschrieben kch oder ch) durch die zweite Lautverschiebung:

  • germ. *plegan ~ ahd. pflëgan „pflegen“,
  • germ. *holta ~ ahd. holz „Holz“,
  • germ. *korna ~ altbairisch kchorn „Korn“.[1]

Einzelnachweise

  1. Beispiele aus: Werner König, Hans-Joachim Paul: dtv-Atlas Deutsche Sprache. 16. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007, ISBN 978-3-423-03025-0, S. 63.

Quelle

  • Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, S. 13 (Stichwort Affrizierung).

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