Afferenz


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Dieser Artikel befasst sich mit Afferenzen im Nervensystem. Zu den afferenten Blutgefäßen (Vasa afferentia) der Nierenkörperchen (Glomerula) siehe Niere.

Afferenz (von lat. affere, „hintragen, zuführen“; Adjektiv: afferent) bezeichnet die Gesamtheit aller von der Peripherie (Sinnesorgan, Rezeptor) zum Zentralnervensystem (ZNS) laufenden Nervenfasern bei höher entwickelten Tieren und dem Menschen. In der deutschsprachigen Anatomie werden häufig sensible (für die haptische Wahrnehmung) und sensorische (für Sinneswahrnehmungen) Afferenzen unterschieden, obwohl diese Unterteilung nicht sehr sinnvoll ist. Das Gegenstück zu Afferenzen sind die Efferenzen, die Nervenimpulse in entgegengesetzter Richtung leiten. Beide sind auch Bestandteil eines Reflexes.

Untergliederung

Bei den Wirbeltieren werden die Afferenzen von einigen Autoren weiter untergliedert, obwohl die Grenzziehung ebenfalls nicht immer plausibel ist.

Die somatischen Afferenzen (von lat. soma „Körper“) leiten Informationen des Körpers und gehören zum somatischen Nervensystem. Hier werden allgemeine somatische Afferenzen (ASA, engl. general somatic afferent, GSA) und spezielle somatische Afferenzen (SSA, engl. special somatic afferent) unterschieden. Zu den ASA werden alle Bahnen der haptischen Wahrnehmung (Berührungsempfindung, Temperaturwahrnehmung, Schmerzwahrnehmung, Propriozeption), zu den SSA die Bahnen des Gesichts-, Gehör- und Gleichgewichtsinns gezählt.

Die viszeralen Afferenzen (von lat. viscera „Eingeweide“) sind diejenigen des vegetativen Nervensystems und leiten Informationen von den inneren Organen zum Zentralnervensystem. Auch hier werden teilweise allgemeine (AVA, engl. GVA) und spezielle (SVA) unterschieden. Die AVA leiten Schmerzempfindungen, chemische und mechanische Reize von den Organen zum Gehirn, die SVA Geruchs- und Geschmackswahrnehmungen.