Adolph von La Valette-St. George

Letzte Meldung:   Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution   –  Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropolog....

Adolph von La Valette-St. George

Adolph von La Valette-St. George

Adolph Freiherr von La Valette-St. George (* 14. November 1831 auf Schloss Auel; † 29. November 1910 in Bonn) war ein deutscher Zoologe, Anatom und Hochschullehrer in Bonn.

Leben

Valette studierte Medizin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1852 war er Mitglied des Corps Guestphalia Berlin.[1]

1855 in Berlin zum Dr. phil. und 1857 zum Dr. med. promoviert, habilitierte er sich 1858 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dort wurde er 1859 Prosektor, 1862 Extraordinarius und 1875 o. Professor für Anatomie.

Er schrieb wichtige Arbeiten über die Entwicklungsgeschichte der Tiere (besonders der Gliederfüßer) und über die Spermatogenese bei Säugetieren. 1867 beschrieb er als erster den Golgi-Apparat, den er in Samenzellen von Schnecken entdeckt hatte.[2] Mit Heinrich Wilhelm Waldeyer redigierte er seit 1875 und seit 1889 noch mit Oscar Hertwig das »Archiv für mikroskopische Anatomie«.

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1960, 2, 64
  2. Who Named It: Camillo Golgi

Weblinks


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