Adolf Schenck


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum manchmal ebenso geschriebenen Entomologen siehe Adolph Schenck.

Adolf Schenck (* 4. April 1857 in Siegen; † 15. September 1936 in Halle (Saale)) war ein deutscher Mineraloge, Geograph, Botaniker und Hochschulprofessor.

Leben

Der Sohn eines Arztes besuchte Schulen in Siegen und Soest, wo er 1877 das Abitur ablegte. Danach studierte Schenck Naturwissenschaften und Geographie an den Universitäten Bonn, Berlin und wechselte wieder nach Bonn. 1884 wurde er daselbst zum Dr. phil. promoviert und erhielt im gleichen Jahr eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent am mineralogischen Museum der Universität Bonn.

1884 war Schenck Teilnehmer an einer Bergbauexpedition nach Deutsch-Südwestafrika, die Adolf Lüderitz zusammenstellte. Leiter der Expedition war Karl Höpfner, weitere Teilnehmer waren der Mineningenieur und Geologe Waldemar Bleck, August Lüderitz, der Bruder von Adolf Lüderitz, Ludwig Conradt sowie der Botaniker Hermann Pohle. Auf dem Schiff fuhr auch Hans Schinz mit nach Südwestafrika, mit dem Auftrag, die Pflanzenwelt und die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Nutzung in der neuen deutschen Kolonie zu erforschen.

Während Schenck und Pohle ihre Pflanzensammlungen im südlichen Teil der Kolonie ausführten, war das Arbeitsgebiet von Schinz auf den Norden beschränkt. Schenk sammelte neben Pflanzen und Flechten auch Mineralien. Da in Südwestafrika keine nennenswerten Bodenschätze gefunden wurden, besuchte Schenck Minen mit Erz- und Goldvorkommen in Südafrika, Botswana und Mosambik.

Eine Reihe von Pflanzensippen wurden nach Adolf Schenck benannt, so Barleria schenckii Schinz, Mesembryanthemum schenckii Schinz (= Brownanthus vaginatus (Lam.) Chess. & M. Pignal subsp. schenckii (Schinz) Chess. & M. Pignal) oder Sesamum schenckii Asch. ex Schinz. Die Flechte Parmelia schenckiana Müll. Arg. (= Xanthoparmelia schenckiana (Müll. Arg.) Hale) trägt ebenso seinen Namen.

1887 kehrte Schenck wieder nach Deutschland zurück und habilitierte er sich 1889 für Erdkunde an der Universität Halle, wurde 1899 zum Professor ernannt und lehrte vor allem Kolonialgeographie. 1918 wurde er zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt und wurde 1922 emeritiert. Er hielt bis 1932 Vorlesungen an der Universität Halle.

Sein Bruder Heinrich Schenck war ebenfalls ein bekannter Botaniker.

Schriften

  • Adolf Schenck (1885): Das Gebiet zwischen Angra Pequena und Bethanien. Vorläufige Mitteilungen aus Lüderitzland.. Petermann’s Mittheilungen. 31:132-136.
  • Adolf Schenck (1988): Die geologische Entwicklung Südafrikas. Petermann’s Mittheilungen. 34:225-232.

Ehrungen und Mitgliedschaften

  • Mitglied der Nationalliberalen Partei, später DVP, bis 1931
  • Ehrenmitglied des Kolonialkriegervereins der Schutztruppe „General Maercker“
  • Vorsitzender und Ehrenvorsitzender der Abteilung Halle der Deutschen Kolonialgesellschaft
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft

Weblinks