Adnexe

Letzte Meldung:   Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution   –  Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropolog....

Adnexe

Als die Adnexe (deutsch das Anhangsgebilde, lateinischer Plural Adnexa oder deutsch Adnexen) bezeichnet man in der medizinischen Fachsprache meist den Eierstock (lateinisch das Ovar, griechisch das Oopheron) und den Eileiter (lateinisch die Tuba uterina, griechisch die Salpinx); seltener wird für den Samenleiter, das Samenbläschen, die Prostatadrüse und den Nebenhoden die Bezeichnung männliche Adnexe gebraucht. Der Begriff wird auch als Synonym für Hautanhangsgebilde verwendet.

Diesen zusammenfassenden Terminus hat man eingeführt, weil jene Geschlechtsorgane beim Menschen wie Anhängsel der Gebärmutter (des Uterus) bzw. des Hodens erscheinen. Vor der Einführung der bildgebenden Verfahren in der Medizin ließ sich eine Entzündung im Bereich der Adnexe durch transvaginale Tastung auch nicht zwischen Eileiter und Eierstock differenzieren. Zudem sind sie bei Entzündungen häufig gemeinsam betroffen, das heißt Eileiterentzündungen greifen sehr häufig auch auf den Eierstock über.

Die gemeinsame Entzündung beider Organe wird als Adnexitis bezeichnet.

In der Tiermedizin ist der Begriff „Adnexe“ eher unüblich, da der Uterus bei Nicht-Primaten selbst zwei lange Ausläufer (Uterushörner) besitzt oder sogar in Form zweier vollkommen selbstständiger Schläuche ausgebildet ist. Hier verwendet man für die Entzündung den synonymen Begriff Oopherosalpingitis.


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