Adler-Bund


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....

Der Adler-Bund ist ein Medizinbund der Irokesen-Indianer. Er gehört zur Kategorie der mystischen Tiere.

Das Ritual dieser Gesellschaft besteht aus zehn Liedern und einem Tanz. Jedes teilnehmende Mitglied malt sich auf jede Wange einen runden roten Punkt. Nur Mitglieder können an der Zeremonie teilnehmen. Die Zeremonie wird zusammen mit dem Great Feather Tanz als die heiligste aller Zeremonien betrachtet. Es wird geglaubt, dass die Lieder des Adler-Bundes die größten Zauberkräfte enthielten. Erzählungen machen die Runde, wonach mit dieser Zeremonie Tote auferweckt werden können, vor allem diejenigen, die an Krankheiten oder im hohen Alter gestorben sind. Dies darum, weil der Tauadler (Dew Eagle), zu dem sich die Gesellschaft angehörig fühlt, der Wiederbeleber von verwelkten Dingen ist.

Man kann die Mitgliedschaft durch einen Traum erhalten oder indem man durch eine Krankheit die Riten erfährt. Während der Zeremonie tanzen und singen die Mitglieder bis zur völligen Erschöpfung. Anschließend wird durch ein beliebiges Mitglied eine Rede gehalten. Danach präsentiert der Redner derjenigen Person, für welche er die Rede gehalten hat, ein Geschenk in Form von Geld, Tabak oder Brot. Früher galt der Brauch, dass etwas geschenkt werden muss, das die Vögel zu essen begehren. Nach der Zeremonie wird ein Schweinekopf gegessen. Früher verwendete man Bären- oder Hirschköpfe.

Literatur

  • Arthur C. Parker: Secret Medicine Societies of the Seneca, in: American Anthropologist, Col. 11, 1909, S. 161-185. New York: Kraus Reprint Corporation, 1962