Adamantoblasten


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Adamantoblasten („Ameloblasts“) während der Bildung des Schmelzes („Enamel“)

Adamantoblasten oder Ameloblasten sind spezialisierte Zellen, die den Zahnschmelz bilden. Sie sind neuroektodermalen Ursprungs und differenzieren sich im Rahmen der Zahnentwicklung aus dem inneren Schmelzepithel.

Sie bilden nach Beginn der Dentinbildung durch die Odontoblasten den Zahnschmelz, der ganz überwiegend aus Hydroxylapatit besteht. Die Exozytose der Sekretvesikel, in denen sich die Substanzen für das organische Grundgerüst des Schmelzes befinden geschieht am Zellapex, wo sich auch ein plumper Fortsatz, der Tomes-Fortsatz[1], befindet. Nachdem die Schmelzbildung abgeschlossen ist, wandeln sich die Ameloblasten zu Plattenepithelzellen des Saumepithels. Dabei verlieren sie die Fähigkeit, sich zu teilen. Beim Zahndurchbruch wandern diese Zellen schließlich in Richtung des Sulcus (Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch) und werden abgestoßen. Daher kann Zahnschmelz nicht regenerieren.

Das Wort „Adamantoblast“ kommt vom altgriechischen Wort άδάμας (adamas) „Stahl“, später auch „Diamant“ (siehe: Adamant) und βλάστη (blastä) „Keim“[2]. Der synonyme Begriff „Ameloblast“, ein sogenannter Etymologischer Bastard, ist vom altenglischen amel „Schmelz“ und altgriechischen βλἀστη (blastä) „Keim“ abgeleitet. [3]

Literatur

  • Schroeder H. E.: Orale Strukturbiologie. Thieme Verlag, Stuttgart 2000 ISBN 3-13-540905-8

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Welsch: Lehrbuch Histologie, 2. Auflage, Elsevier, München 2006
  2. GEMOLL: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch
  3. Walter Hoffmann-Axthelm: Lexikon der Zahnmedizin, Quintessenz-Verlag, Berlin