Ad Deir


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Ad Deir

Ad Deir (arabisch ‏الدير‎, DMG ad-Dair ‚das Kloster‘) ist ein imposantes Felsgebäude aus Stein nahe der antiken jordanischen Stadt Petra. Das Monument wurde von den Nabatäern im 1. Jahrhundert gebaut und ist den Abmessungen nach 50 Meter breit und etwa 39 Meter hoch.

Geschichte und mögliche Verwendung

Ad Deir wurde in der Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus erbaut und diente, anders als der heutige Name vermuten lässt, zu Beginn nicht als Kloster. Ad Deir war wohl auch nicht als Grabanlage gedacht. 2004 wurden zwei von Geröll verschüttete Steinbänke entlang der Saalwände entdeckt. Diese lassen vermuten, dass ad-Deir als Mausoleum eines Herrschers gedient hat [1]. Eine Inschrift legt einen Bezug zum Kult des nabatäischen Königs Obodas I. nahe, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts vor Christus regiert hatte, ohne dass der genaue Zusammenhang deutlich wird.

Bauweise

Die Fassade ist als Basrelief aus dem Felsmassiv herausgearbeitet. Im Aufbau ist ad-Deir dem Bau des Schatzhauses Al Khazneh in Petra vergleichbar. In beiden Fällen ist die oberste Etage als unterbrochener Giebel gestaltet, in dessen Zentrum eine Tholos steht, die von einer zehn Meter hohen Urne gekrönt wird. Im Innern der Anlage befindet sich eine Kammer, die 12,5 mal 10 Meter misst und eine Höhe von 15 Metern aufweist; sie ist über ein Tor zu betreten, das 8 Meter hoch ist. Die Rückwand der Kammer weist eine von zwei Treppen flankerte große Vertiefung auf; hier wurden vermutlich Rituale zelebriert. Nach Übernahme des Christentums im 4. Jahrhundert diente die Anlage als Kloster; daher stammt die heutige Bezeichnung.

Einzelnachweise

  1. Fabio Bourbon: Archäologischer Reiseführer: Petra - Die geheimnisvolle Felsenstadt. Köln 2004, ISBN 978-3-89893-564-7, S.103

Literatur

  • Fabio Bourbon: Archäologischer Reiseführer: Petra - Die geheimnisvolle Felsenstadt. Köln 2004, ISBN 978-3-89893-564-7
  • Frank Rainer Scheck: Jordanien. Völker und Kulturen zwischen Jordan und Rotem Meer.. 6. Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 3-7701-3979-8. S. 420-425.

Weblinks

 <Lang> Commons: El Deir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

30.3378535.431Koordinaten: 30° 20′ 16″ N, 35° 25′ 52″ O