ad-Dur


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
25.59833333333355.841666666667Koordinaten: 25° 35′ 54″ N, 55° 50′ 30″ O
Karte: Vereinigte Arabische Emirate
marker
Ad-Dur
Magnify-clip.png
Vereinigte Arabische Emirate

ad-Dur (arabisch ‏الدور‎, DMG ad-Dūr) ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Erste Untersuchungen fanden hier 1973 von einem irakischen Team statt. Seit 1986 gräbt hier ein französisches Team unter der Leitung von J.-F. Salles.

Bei ad-Dur handelt es sich um die größte archäologische Stätte der parthischen und sassanidischen Zeit in der südlichen Region des persischen Golfs.

Es wurden Häuser und Gräber des ersten nachchristlichen Jahrhunderts gefunden, daneben wurde ein Tempel und eine 25 m mal 30 m große Festung ausgegraben. Zahlreiche römische Importfunde (z. B. Glas) belegen einen lebhaften Handel.

Bei ad-Dur mag es sich um den Sitz eines arabischen Fürstentums handeln. Es fanden sich Münzen, die vielleicht sogar hier geprägt worden sind und von den lokalen Königen Abyata und Haritat stammen. Der Ort wurde bis in das vierte nachchristliche Jahrhundert bewohnt, verlor aber schon im dritten Jahrhundert an Bedeutung.

Fundstücke werden unter anderem im Al Ain National Museum ausgestellt.

Literatur

  • Monika Schuol: Die Charakene. Ein mesopotamisches Königreich in hellenistisch-parthischer Zeit. Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07709-X, (Oriens et Occidens 1), (Zugleich: Kiel, Univ., Diss., 1998), S. 211–212.

Weblinks