Achsiv


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Dieser Artikel behandelt die Stadt Achsiv im Norden des heutigen Israel. Für die gleichnamige Stadt im Stammesgebiet Judas siehe Kesib.

Achsiv (antik: Ekdippa) war eine am gleichnamigen Fluss gelegene Stadt im Norden Israels zwischen Akko und Tyros, nach biblischer Darstellung im Stammesgebiet von Ascher (vgl. Jos 19,29 EU und Ri 1,31 EU). Ausweislich der archäologischen Funde war Achsiv v.a phönizisch geprägt.

Geschichte

Achsiv-Nationalpark in Nordisrael

Die Stadt Achsiv wird bereits in keilschriftlichen Texten als Aksibi erwähnt. Die Erstbesiedlung fand in der Mittelbronzezeit IIb statt. Achsiv diente als Hafenanlage, wovon Reste noch heute zu sehen sind. Bei Ausgrabungen wurde ebenso ein Friedhof gefunden, der in der Eisenzeit sowie der Persischen Epoche in Benutzung war. Sanherib eroberte die Stadt 701 bei seinem dritten Feldzug nach Phönizien.

In der Mischna und im Talmud wird Achsiv mehrfach als nördlicher Grenzpunkt des Landes Israel erwähnt. Flavius Josephus und Eusebius erwähnen den Ort ebenfalls.

In der Kreuzfahrerzeit befand sich am Ort die Kreuzfahrerburg Casal Imbert. Aus den Überresten entwickelte sich ein arabisches Dorf (ez-Zîb), dessen Einwohner nach dem Palästinakrieg 1948 in den Libanon flohen. Heute befindet sich in Achsiv ein Nationalpark.

Literatur

  • Immanuel Benzinger: Ekdippa. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band V,2, Stuttgart 1905, Sp. 2161–2162.
  • Dayagi-Mendels, Michal: The Akhziv cemeteries: The Ben-Dor excavations 1941 - 1944. Israel Antiquities Authority Reports 15. Jerusalem 2002. ISBN 965-406-144-9

Weblinks

 <Lang> Commons: Achsiv – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

33.05027777777835.103055555556Koordinaten: 33° 3′ N, 35° 6′ O