Acci

Letzte Meldung:   Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution   –  Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropolog....

Acci

Dieser Artikel behandelt die antike spanische Stadt; auf diese geht auch ein Titularbistum zurück, siehe Acci (Titularbistum).

Acci, auch Accis (heute Guadix el viejo), war eine antike spanische Stadt der Bastetaner. Sie lag am Kreuzungspunkt der Straße von Tarraco über Carthago Nova nach Castulo und Malaca und erstreckte sich auf den Höhen entlang des westlichen Rio Guadix in der Provinz Granada.

Gegründet wurde die Stadt entweder als Militärkolonie Colonia Iulia Gemella Acci beziehungsweise Colonia Iulia Gemellensis Acci etwa 45 v. Chr. durch Julius Caesar oder Augustus. Der Beiname Gemella, „Zwilling“, bezieht sich darauf, dass die dort angesiedelten Veteranen aus zwei Legionen kamen. Acci gehörte ursprünglich zur Provinz Baetica, seit einer Reform unter Augustus etwa 7–2 v. Chr. zur Provinz Hispania Tarraconensis. Die Jurisdiktion der Stadt lag beim conventus Carthaginiensis. Die das ius Italiae besitzenden Stadtbewohner gehörten zur tribus Popina. Möglicherweise betrieben die Bewohner der Stadt Bergbau, wenn man bei Plinius (Plin. n.h. 33,97) statt Aquitani Accitani liest. Während der Herrschaft der Westgoten war Acci auch Münzstätte.

Besondere Verehrung genoss der mit Mars gleichgesetzte Kriegsgott Neto. Der Bischof von Acci hatte in der frühchristlichen Kirche eine gewisse Bedeutung. Der episcopus Accitanus Felix findet sich auf der Teilnehmerliste des Konzils von Iliberi sogar an erster Stelle. Spätere Bischöfe spielen wichtige Rollen bei den Konzilien von Toledo.

Literatur

  • J.M. Santero: Colonia Iulia Gemella Acci. In: Habis 3 (1972), S. 203–222.

37.300275-3.134537Koordinaten: 37° 18′ N, 3° 8′ W


Das könnte Dir auch gefallen