Abu Sir al Malaq


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Abu Sir al Malaq (Ägypten)
Madinat al Fayyum
Madinat al Fayyum
Kairo
Kairo
Abu Sir al Malaq
Abu Sir al Malaq
Karte von Ägypten

Abu Sir al Malaq (auch Abusir el-Meleq, Abusir el-Melek) ist ein Ort am Westufer des unteren Nils in der Nähe des Eingangs zum Fayyum-Becken.

Geschichte

Der Ort diente als Bestattungsplatz der späten Negade-Kultur (IId2–IIIB) und wurde erneut belegt in der Hyksos-Zeit, der saitischen und römischen Periode.

Der vorgeschichtliche Friedhof wurde von 1905 bis 1906[1] durch die Deutschen Orientgesellschaft unter der Leitung von Georg Möller freigelegt. Die Toten lagen ohne Sarg in Hockstellung auf der linken Seite in ovalen Gruben. Als Beigaben fand man Tongefäße und Feuersteingeräte. Eine Besonderheit stellt ein Gefäß in Form eines Kamels dar.[2]

Die Gräber der Hyksos-Zeit waren durch Skarabäen mit Königsnamen datiert und enthielten gestreckte Skelette, die anthropologisch als zur semitischen Völkerfamilie zugehörig bestimmt wurden.

Aus der 25. Dynastie stammt das unberaubte Grab der Tadja, das sich heute in Berlin befindet. Systematische Ausgrabungen fanden vor Ort bisher nur am Beginn des 20. Jahrhunderts statt. Ansonsten wird die Nekropole seit dieser Zeit systematisch geplündert und zerstört und dort geraubte Grabbeigaben (vor allem Särge) tauchen immer wieder im Kunsthandel auf.

Literatur

  • Jürgen von Beckerath: Abusir el-Meleq. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band I, Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, Sp. 28.
  • Georg Möller, Alexander Scharff: Die archäologischen Ergebnisse des vorgeschichtlichen Gräberfeldes von Abusir-el-Meleq (Nachdruck von 1926). Zeller, Osnabrück 1969.
  • O. Rubensohn, F. Knatz: Bericht über die Ausgrabungen bei Abusir el Malaq im Jahre 1903. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde (ZÄS). 41, 1904, S. 1–21.
  • Jürgen Seeher: Abusir el-Meleq. In: Kathryn A. Bard, Steven Blake Shubert: Encyclopedia of the archaeology of ancient Egypt. Routledge, London 1999, ISBN 0-415-18589-0, S. 91–93.
  • Günter Vittmann: Zu den Raubgrabungen in Abusir El-Meleq. In: Göttinger Miszellen. (GM) 42, Göttingen 1981, S. 81–87.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der vorgeschichtliche Friedhof von Abusir el-Meleq. Projektseite der Deutschen Orient-Gesellschaft. Abgerufen am 15. Juni 2012.
  2. Beckerath: LÄ I. S. 28.


29.25166666666731.091944444444Koordinaten: 29° N, 31° O