Abu Qobeis


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Abu Qobeis
Abu Qobeis, Gesamtansicht

Abu Qobeis, Gesamtansicht

Alternativname(n): Bokebeis
Entstehungszeit: 10. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Geographische Lage 35° 14′ 5,9″ N, 36° 19′ 50,8″ O35.23497777777836.330786111111300Koordinaten: 35° 14′ 5,9″ N, 36° 19′ 50,8″ O
Höhe: 300 m ü. NN
Abu Qobeis (Syrien)
Abu Qobeis

Bokebeis, auch Bochebeis, arabisch ‏قلعة أبو قبيس‎ Qalaʿat Abū Qobeis, DMG Qalaʿat Abū Qubais, ist die Ruine einer Burg der Assassinen in Syrien im Gouvernement Hama.

Lage

Die Burg liegt etwa 20 km nördlich der Assassinenfestung Masyaf am Osthang des Dschebel Aansariye nahe einer Nebenstraße, die weiter in die Ghab-Ebene führt, die vom Nahr al-Asi (Orontes) durchflossen wird. Sie ist frei zugänglich.

Geschichte

Der Burgberg wurde bereits im 10. Jahrhundert durch die Byzantiner genutzt, als Basileios II. einen Feldzug zur Rückeroberung Syriens durchführte. 1133 wurde die Befestigung durch einen lokalen Emir, Ibn Amrun, gehalten. In dieser Zeit wurde die Burg an die Assassinen verkauft.

Möglicherweise haben die Kreuzfahrer die Burg einige Zeit in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts in Besitz gehabt, bevor die Assassinen ihre Macht in dieser Gegend voll zur Entfaltung gebracht hatten. Der einzige Anhaltspunkt für diese Annahme ist jedoch die Tatsache, dass Bokebeis einen Tribut von 800 Goldbyzantinern an Margat zahlen musste. Unter den Assassinen konnte die Burg einen gewissen Grad an Selbstständigkeit gegenüber den anderen Assassinenherrschaften bewahren.

Literatur

  • Ross Burns: Monuments of Syria. I. B. Tauris Publishers, London/New York 1999.
  • Baedeker Syrien. Verlag Karl Baedeker, 2000.
  • Walter Zöllner: Geschichte der Kreuzzüge. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1983.
  • Thomas Biller: Burgen in den Kreuzfahrerstaaten. Vom Adelssitz zur „Festung“. In: Burgen und Schlösser in Sachsen Anhalt. Heft 1, Halle/Saale 1992. (online)

Weblinks