Abellio


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Abellio (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gallorömischer Votivaltar, dem Gott Abellio gewidmet. Er wurde im Dorf Garin (Haute-Garonne) gefunden und befindet sich nun im Musée Saint-Raymond in Toulouse.

Abellio (auch Abelio) ist in der Keltischen Mythologie der Name einer spätantiken gallo-römischen Gottheit.

Etymologie

Abellio war ein Lokalgott im Garonne-Tal in der römischen Provinz Gallia Aquitania (der heutigen Region Aquitanien)[1], wo man in Comminges mehrere Weihinschriften zu seinen Ehren fand[2][3].

Der Name Abellio leitet sich vom keltischen aball („Apfel“ oder „Apfelbaum“) ab. Zumeist wird in ihm ein Gott der Fruchtbarkeit oder des Lebens gesehen.

Etymologisch hängt Abellio sehr eng mit inselkeltischen Sagengestalten wie Afallach, sowie dem Namen der Anderswelt Avalon zusammen, weshalb in ihm auch schon eine Todesgottheit vermutet wurde. Auch ein Zusammenhang mit dem Namen des Gottes Apollon[4], der in Kreta Abelios (Αβέλιος) und bei den Italiern und Dorern Apello genannt wurde[5], wird von manchen Forschern vermutet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. CIL XIII, 39 Abellioni / Deo / Sabinus / Barhosis / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
  2. CIL XIII, 77 Abellionni / deo / Quintus D[--]
  3. CIL XIII, 166 Sembus / Uriassi f(ilius) / Abellion/ni deo / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
  4. William Smith: Dictionary of Greek and Roman Biography and Mythology. Band 1, 1867, S. 2 ff.
  5. Fest. s. v. Apellinem; Eustath. ad II. ii. 99

Literatur

  • Peter Berresford Ellis: Dictionary of Celtic Mythology.(Oxford Paperback Reference), Oxford University Press, 1994, ISBN 0-19-508961-8.
  • Juliette Wood: The Celts: Life, Myth, and Art. Thorsons Publishers, 2002, ISBN 0-00-764059-5.
 Wikisource: Abellio – Quellen und Volltexte