Abdal (Xinjiang)


Letzte Meldung:   Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren   –  Als der moderne Mensch Afrika verließ, vermischte er sich mit dem Neandertaler und dem Denisova-Menschen. Ein Forschungsteam hat nun DNA-Fragmente untersucht, die diese ausgestorbenen Homininen an moderne Menschen weitergegeben haben, deren Nachfahren heute auf den Inseln Südostasiens und in Papua-Neuguinea leben. Dabei stellten sie fest, dass nicht nur eine, sondern zwei verschiedene Denisovaner-Linien – die sich schon vor Hundertausenden von Jahren voneinander getrennt hatten – Erbgut an die Vorfahren der Papua weitergegeben haben. Eine der beiden Denisova-Linien unterscheidet sich von der anderen so sehr, dass es sich bei ihr sogar um eine völlig neue Urmenschen-Gruppe handeln könnte.....
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Die Abdal (bzw. Äynu) sind ein Volk in der westchinesischen Region Xinjiang.

Verstreut entlang der alten Seidenstraße von Kaxgar bis Hotan, in Shule, Yengisar, Yarkant, Karakax, Hotan und Lop im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang leben einige Bevölkerungsgruppen, die sich selbst als Äynu bezeichnen. Offiziell werden sie zu den Uiguren gezählt. Sie selbst sehen sich als ein Volk alter iranischer Abstammung. Andere Völker in der Region nennen sie Abdal.

Die ersten Berichte über die Existenz der Äynu machte F. Grenard 1898. Es wurde berichtet, dass sie den Türken ähnlich seien, aber eine andere auf dem Persischen basierende Sprache sprechen. Sie hatten früher einen sehr niedrigen sozialen Status und wurden von den lokalen Turkvölkern verabscheut. Legenden über ihre Herkunft der vergangenen Generationen deuten darauf hin, dass Abdale Nachkommen der persischen Schiiten sind und den Grundstein für die Verbreitung des Islam in Xinjiang gelegt haben. Grenard dachte, dass die Abdal in der Tat die Nachkommen der alten schiitischen Siedler waren und später durch sunnitische Eroberer unterdrückt wurden.

siehe auch

Literatur

  • Otto Ladstätter, Andreas Tietze: Die Abdal (Äynu) in Xinjiang. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1994, ISBN 3700120761.
  • Jutta Borchhardt: Von Nomaden zu Gemüsebauern. LIT Verlag, Berlin/Hamburg/Münster 2001, ISBN 3825844706, S. 16ff.

Weblinks

Quellen