40K-Messung

Letzte Meldung:   Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution   –  Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropolog....

40K-Messung

Die 40K-Messung ist ein Verfahren zur indirekten Messung des Körperfettanteils am lebenden Menschen.

Natürlich vorkommendes Kalium besteht zu 0,012 % aus dem radioaktiven Isotop 40K. 40K emittiert beim Zerfall unter anderem Gammastrahlung mit einer Energie von 1,46 MeV. Diese entweicht zum Großteil aus dem Körper und kann daher nichtinvasiv außerhalb des Körpers mit einem Gamma-Detektor gemessen werden.

Mit der Nahrung aufgenommenes Kalium verteilt sich nicht gleichmäßig im Körper; die Kaliumkonzentration im Fettgewebe ist geringer als im restlichen Körper. Somit ist auch die Konzentration des radioaktiven Isotops im Fettgewebe geringer.

Mit einem Teilchendetektor, der möglichst den gesamten Körper umschließt (Ganzkörperzähler) wird die 40K-Aktivität pro Kilogramm Körpermasse ermittelt. Man bestimmt damit den über den gesamten Körper gemittelten Kaliumanteil. Je höher die Aktivität pro kg, also je höher der Kaliumanteil ist, desto kleiner ist der Fettanteil. Anhand von Tabellen kann man aus der 40K-Aktivität pro kg den Körperfettanteil bestimmen.

  • Vorteil: Man kann mit diesem Messverfahren nicht nur in der Nähe des Normalgewichtes arbeiten, sondern die gesamte Spanne von extrem hohem bis extrem niedrigem Körperfettanteil lückenlos abdecken.
  • Nachteil: Es gibt nur sehr wenige Einrichtungen, die solche Messgeräte betreiben.

Das könnte Dir auch gefallen