ʾItū


ʾItū oder ʾUtū (kurÙ-tu-ʾ) war ein aramäisches Territorium westlich des mittleren Tigris. Die Bewohner (Utu'aja) waren Nomaden oder Halbnomaden. Sie sind seit Tukulti-Ninurta II. in der Gegend von Samarra nachgewiesen. Der assyrische Herrscher will dort ihre Zelte erobert haben. Im 9. Jahrhundert unterstanden sie dem Statthalter von Aššur, ab 790 sind aber zahlreiche Feldzüge gegen sie belegt. Endgültig werden sie erst von Tukulti-apil-Ešarra III. unterworfen.

Die Utu'aja wurden von Häuptlingen beherrscht, diese werden noch zur Zeit Sargons erwähnt.

Literatur

  • John N. Postgate: Itu. In: Erich Ebeling, Dietz-Otto Edzard (Hrsg.): Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatische Archiologie, Bd. 5. De Gruyter Verlag, Berlin 1980, S. 221f. ISBN 3-11-007192-4.
  • Edward Lipiński: The Aramaeans. Their ancient history, culture, religion (Orientalia Lovaniensia Analecta; Bd. 100). Peeters, Leuven 2000, ISBN 90-429-0859-9, S. 437f.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Die News der letzten 14 Tage 2 Meldungen

Knochen des Tages
SK 843
SK 843

Australopithecus robustus

Elemente: L. LM1-M2

Swartkrans , Südafrika