Ägyptisch-Arabisch


Verbreitungsgebiet der ägyptischen Dialekts
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Ägyptisch-Arabisch (auch: Kairinisch[1]) ist ein neuarabischer Dialekt, der durch Filme und Lieder in weiten Teilen der arabischen Welt bekannt ist und deshalb von den meisten Arabern verstanden wird. Dies liegt vor allem daran, dass Ägypten neben den USA und Indien („Hindi-Film“) die bedeutendste filmproduzierende Nation der Welt ist. Ägyptische Filme werden im gesamten arabischsprachigen Raum gezeigt, ohne Synchronisation oder Untertitel.

Im Gegensatz zu Nachrichten u. Ä. werden Spielfilme oft nicht auf Hocharabisch, der Schriftsprache des gesamten arabischen Raums, gedreht, sondern in der jeweiligen Umgangssprache; für die meisten Filme ist dies eben Ägyptisch-Arabisch. Dadurch wird Ägyptisch-Arabisch bzw. der Kairoer Dialekt heute im gesamten arabischen Raum verstanden.

Die Eigenbezeichnung des ägyptischen Dialekts lautet al-lugha al-ʿāmmiyya, kurz al-ʿāmmiyya (‏اللغة العامّية‎, etwa: „allgemeine Sprache“) oder auch einfach maṣrī (‏مصري‎, ‚Ägyptisch‘).

Der Kairoer Dialekt wird oft als Ägyptisch-Arabisch par excellence angesehen, obwohl die Dialekte außerhalb Kairos sich davon mehr oder minder deutlich unterscheiden. Die Angaben unten beziehen sich auf den Dialekt von Kairo.

Unterschiede in der Lautung

  • Aussprache von hocharabisch q als Hamza außer in einigen Buchwörtern: ʾalb („Herz“, hocharab. qalb), hingegen al-qurʾān („der Koran“) oder qawmiyya („Nationalismus“)
  • Ersetzung von Hamza nach Vokal in Wortmitte durch y oder Längung des vorhergehenden Vokals: fār („Maus“, hocharab. faʾr); häufiger Wegfall von Hamza am Wortende, was teilweise zu Betonungsverschiebung führen kann: el-foʾarā („die Armen“, hocharab. al-fuqarāʾ)
  • Rückverschiebung von hocharab. ǧ zu g: gamal („Kamel“, hocharab. ǧamal)
  • Verschiebung von und zu t und d, bei Buchwörtern meist zu s und z: talāta („drei“, hocharab. ṯalāṯa), dahab („Gold“, hocharab. ḏahab), hingegen sawra („Revolution“, hocharab. ṯawra), zikrollāh („Anrufung Gottes“, hocharab. ḏikru llāh)
  • Monophthongisierung von Diphthongen: ay → ē, aw → ō): bēt („Haus“, hocharab. bayt), mōz („Banane“, hocharab. mawz)
  • Verschleifung von kurzem unbetonten u zu i oder a: miṭallaʾ („geschieden“, hocharab. muṭallaq). Teilweise ist jedoch auch die entgegengesetzte Entwicklung zu beobachten: ḥomār („Esel“, hocharab. ḥimār)
  • Teilweise wechselseitige Austauschung von n und l: fingāl („Tasse“, hocharab. finǧān), burtuʾān („Orange“, burtuqāl)
  • Neue Betonungsregeln, die pro Wort nur einen Langvokal zulassen, der immer betont sein muss. Ist ein phonemischer Langvokal unbetont, wird er wie ein Kurzvokal ausgesprochen.
    Beispiele:
    • hocharab. laymūn („Zitrone“) → nicht lēmūn, sondern lamūn („a“ ist verkürztes „ē“, welches ein monophthongisiertes „ay“ ist.)
    • gābu („sie haben gebracht“) → gabū („sie haben es/ihn gebracht“), nicht gābū

Unterschiede in der Grammatik

  • Wegfall fast aller Kasusendungen und somit auch der Nunation, wie dies bei allen anderen arabischen Dialekten der Fall ist.
  • Häufiger Gebrauch einer Verlaufsform (Partizip), auch mit perfektivischer Bedeutung, häufig doppelsinnig: ana ʿārif („ich weiß“, aber auch „ich habe es erkannt“, hocharab. fast ausschließlich ʾana ʾaʿrifu)
  • Gebrauch von Modifikationspräfixen für das Imperfekt. Die hocharabischen Modi existieren in den Dialekten nicht mehr, weil kurze Vokale am Wortende weggefallen sind. Das unmarkierte Imperfekt hat dabei ähnliche Funktionen wie der hocharabische Apokopat und Subjunktiv. Die mit bi- bzw. b- modifizierte Form fungiert als die „normale“ Präsensform. Die mit ḥa- bzw. ḥ- modifizierte Form als Futur. Sie ist wohl aus rāḥ … („gehen“ …) entstanden. Eine Modifikation mit ma- bezeichnet einen verstärkten Imperativ. Beispiele:
    • (lazim/ mumkin)yiktib er soll/ muss / kann/ darf schreiben (Verstärkung durch Modalpartikel mumkin - können, lazim - müssen oder sollen
    • biyiktib er schreibt
    • ḥayiktib er wird schreiben
    • matiktib So schreib doch!
  • Wegfall von ʾan zwischen Hilfsverb und konjugiertem Verb: ana ʿāyiz aktib („ich will schreiben“, wörtlich „ich will ich-schreibe“, hocharab. ʾana ʾurīdu ʾan ʾaktuba)
  • Wegfall des Duals der Pronomina und der Verben. Bei Substantiven ist er allerdings produktiv.
  • andere Pluralendungen des gebrochenen Plurals: rigāla („Männer“, hocharab. riǧāl)
  • Die Verneinung des Verbs (außer bei der ḥa-Form) und von vielen Pseudoverben wird mit einer Umklammerung aus ma- und gebildet, in bestimmten Floskeln nur mit ma-. Der Imperativ kann nicht verneint werden, stattdessen wird der Jussiv verneint. Nominale Verneinung, sowie die Verneinung der ḥa-Form und der Verlaufsform erfolgt mit miš:
    • Verben:
      • maʾultilūš Ich habe es ihm nicht gesagt.
      • mašuftihaš Ich habe sie nicht gesehen.
      • Verneinung des Imperativs: matʾullūš Sag es ihm nicht!
      • mabitʾullūš Du sagst es ihm nicht. / Sagst du es ihm nicht?
      • aber: miš ḥatʾullu Du wirst es ihm nicht sagen. / Wirst du es ihm nicht sagen?
    • Pseudoverben:
      • maʿandakš Du hast es nicht. Hast du nicht …? (Verneinung für „ʿandak“; du hast)
    • ohne -š:
      • ʿumri maʿultilu Ich habe es ihm nie in meinem Leben gesagt.
    • Verneinung des Nominalsatzes:
      • huwwa miš hina Er ist nicht hier.
      • ana miš mitgawwiz Ich bin nicht verheiratet.
      • iḥna miš min Maṣr Wir sind nicht aus Ägypten.

Unterschiede im Vokabular

Hiervon sind gerade auch die Strukturwörter betroffen:

  • naʿam („ja“) → aywa (aus ay wallāhi, einer Schwurformel)
  • naḥnu („wir“) → iḥna (Lautentwicklung)
  • ʾaina („wo“) → fēn (aus fī ʾaina)
  • al-ʾān („jetzt“) → dil-waʾti (wörtlich „zu dieser Zeit“, mit Voranstellung des Demonstrativpronomomes, wie es in Ägypten heute nicht mehr üblich ist)
  • matā („wann“) → ʾimtā (Lautentwicklung)

Im Laufe der Zeit hat das Ägyptisch-Arabische Lehnwörter aus dem Türkischen, später aus dem Französischen aufgenommen. Den größten Einfluss übt heute jedoch das Englische aus.

  • ʾōḍa (türkisch oda), hocharab. ġurfa („Zimmer“)
  • duġri (türkisch doğru), hocharab. eher ʿalā ṭūl, „geradeaus“)
  • rōbdišambr (franz. robe de chambre)

Die Dialekte Mittel- und Oberägyptens unterscheiden sich zum Teil beträchtlich vom in Kairo gesprochenen Arabisch.

Charakteristische Ägyptische Wörter und Sätze

Eine Liste typischer Ägyptischer Redeformeln und Wörter, die von Ägyptern und anderen Arabern als charakteristisch für den Ägyptischen Dialekt angesehen werden:

  • أيوه‎ / aywa („ja“, informelle Bestätigung anstelle des hocharabischen "naʿam")
  • ازيك‎ / izzayyak ,-ik, -uku, -u? usw. („Wie gehts dir [m./f.], -euch, -ihm usw.?“)
  • إيه ده؟‎ / ʾē da? („Was soll das?“, „Warum das?“, als Ausruf des Missfallens)
  • خلاص‎ / ḫalāṣ! („Schluss jetzt!“ „Basta!“ etc., häufig auch als Füllwort und Adverb gebraucht.)
  • معليش‎ / maʿlīš! („Was soll´s!“ „Na und!“ )
  • كفاية‎ / kifāya! („Es reicht!“, „Genug jetzt!“)
  • لسة ‎ / lissa oder ‏برضو‎ / barḍū („noch“, ersetzt das hocharabische "mā zāla")
  • كمان‎ / kamān („auch“, ersetzt das hocharabische "ayḍan")
  • بقى‎ / baʾa (Partikel der Verstärkung → „endlich“ bei Imperativen und „… nun denn …“ in Fragen )
    Beispiele:
    • هاته بقى‎ / hātu baʾa! /‚Gib's (jetzt) endlich her!‘
    • عامل إيه بقى؟‎ / ʿāmil ʾē baʾa? /‚Was hat er nun denn getan? Auch: was soll ich nun tun?‘

Textbeispiel

Anhand eines kurzen Dialogs soll hier verdeutlicht werden, wie sehr sich der ägyptische Dialekt vom Standardarabischen unterscheidet. (Um diesen Unterschied klarer zu machen, wird auf die arabische Schrift verzichtet.)

Deutsch:

A: Wie geht es Ihnen?

B: Danke, es geht mir gut. Und Ihnen?

A: Es geht, danke.

B: Was machen Sie jetzt?

A: Ich möchte jetzt etwas spazieren gehen.


Arabisch (MSA):

A: Kayfa ḥāluka?

B: Šukran, ana ǧayyid. Wa-kayfa ḥāluka?

A: Al-ḥamdu li-llāh. (wörtlich "Gott sei Dank", hat aber eine ähnliche Bedeutung wie "comme ci, comme ca" im Französischen.)

B: Māḏā taʿmilu al-ʾāna?

A: Al-ʾāna ʾurīdu ʾan ʾatamašša qalīlan.


Arabisch (ägyptischer Dialekt):

A: Izzayyak?

B: Šukran, ana kuwayyis. Wa- izzayyak inta?

A: Ahō, māšī, al-ḥamdu li-llāh.

B: Inta ʿāmil ʾē dilwaʾti?

A: ʿĀyiz ʾatamašša šuwayya dilwaʾti.


Unterschiede:

- Frage "Wie geht es Ihnen?" (MSA: kayfa ḥāluka?, Ägyptisch: izzayyak?)

- Ausdruck "gut" (MSA: ǧayyid, Ägyptisch: kuwayyis)

- "es geht" (im Ägyptisch - Arabischen bzw. in anderen Dialekten sagt man häufig "māšī")

- Frage "Was machen Sie?" (MSA: māḏā taʿmilu?, Ägyptisch: (inta) ʿāmil ʾē) → Austausch der Fragewörter (ʾē anstatt māḏā, Partizip anstatt Verb)

- Ausdruck "jetzt" (MSA: al-ʾāna , Ägyptisch: dilwaʾti)

- Verb "wollen" (MSA: ʾurīdu - 1.P.Sg. Imperf. von ʾarāda, Ägyptisch: ʿāyiz - Partizip m. von ʿāʾza → im Dialekt kommt das Partizip bei Fragen eher vor als ein konjugiertes Verb, s.o.)

- Ausdruck "etwas" (MSA: qalīlan, Ägyptisch: šuwayya)

Phonologie des Standardarabischen im Vergleich zum Ägyptischen

Hocharabisches Phonem Klassische Aussprache des Hocharabischen Aussprache des Hocharabischen in Ägypten Entsprechendes Phonem in ägyptischen Erbwörtern Entsprechendes Phonem in Lehnwörtern aus dem Hocharabischen
ء‎ als Radikal /ʾ/

  • أمر‎ / ʾamar /‚befehlen‘
  • أكل‎ / ʾakal /‚essen‘
  • سأل‎ / saʾal /‚fragen‘
  • قرأ‎ / qaraʾ /‚lesen‘
/ʾ/ /ʾ/ als 1. und 2. Radikal, Sonderfall kal und ḫad
/w/ oder /y/ als 3. Radikal
  • ʾamar [ʾ-m-r]
  • kal [ʾ,w-k-l]
  • saʾal [s-ʾ-l]
  • ʾara [ʾ-r-w]
/ʾ/
ء‎ nicht als Radikal /ʾ/ /ʾ/ /-/ /ʾ/
ب /b/ /b/ /b/ /b/
ت /t/ /t/ /t/ /t/
ث /th/ /s/,/th/ /t/ /s/
ج /dsch/ /g/ /g/ /g/
ح /ḥ/ /ḥ/ /ḥ/ /ḥ/
خ /ḫ/ /ḫ/ /ḫ/ /ḫ/
د /d/ /d/ /d/ /d/
ذ /dh/ /z/,/dh/ /d/
*Bsp.: dīl „Schwanz“ Erbwort aus hocharab.: ذيل ḏīl
/z/
*Bsp.: ʿazāb „Qual, Kummer“ Lehnwort aus hocharb.: عذاب ʿaḏāb
ر /r/ /r/ /r/ /r/
ز /z/ /z/ /z/ /z/
س /s/ /s/ /s/ /s/
ش /š/ /š/ /š/ /š/
ص /ṣ/ /ṣ/ /ṣ/ /ṣ/
ض /ḍ/ /ḍ/ /ḍ/ /ḍ/
ط /ṭ/ /ṭ/ /ṭ/ /ṭ/
ظ /emphatisches dh/ /ẓ/ /ḍ/
*Bsp.: ḍahr „Rücken“ Erbwort aus hocharb.: ظهر ẓahr
/ẓ/
*Bsp.: ẓarf „Briefumschlag“ Lehnwort aus hocharb.: ظرف ẓarf
ع /ʿ/ /ʿ/ /ʿ/ /ʿ/
غ /ġ/ /ġ/ /ġ/ /ġ/
ف /f/ /f/ /f/ /f/
ق /q/ /q/ /ʾ/
*Bsp.: ʾatal „töten“ ُErbwort aus hocharb.: قتل qatal
/q/,/ʿ/
*Bsp.: qanūn „Gesetz“, von weniger Gebildeten auch ʾānūn Lehnwort aus hocharb.: قانون qānūn
ك /k/ /k/ /k/ /k/
ل /l,ḷ/ /l,ḷ/ /l/,/ḷ/
Phonomemisch geschieden, allerdings in sehr geringer Frequenz.
Minimalpaar:
waḷḷa „bei Gott“
walla „oder“
/l,ḷ/
م /m/ /m/ /m/ /m/
ن /n/ /n/ /n/ /n/
ه /h/ /h/ /h/ /h/
و /w/ /w/ /w/ /w/
ي /y/ /y/ /y/ /y/
ي /y/ /y/ /y/ /y/
- - als ‏ج‎ mit 3 Punkten geschrieben (‏چ‎) /dsch/
Phonomem mit geringer Frequenz:
Bsp.: dschība „Rock“
-

Dadurch ergeben sich in Ägyptischen zwei Arten des „ʾ“.

  • Eine elidierbare Form, deren Realisierung vom Kontext abhängig ist.
  • Eine radikalische Form, die niemals elidierbar ist.

Im Ägyptischen können Erbwörter und Lehnwörter aus dem Hocharabischen mit derselben Wurzel, aber unterschiedlicher Realisierung vorkommen. Aus Hocharabisch ṯāniya „Sekunde“, „zweite [f.]“:

  • Lehnwort: sanya „Sekunde“
  • Erbwort: tanya „andere, zweite [f.]“

Grammatik

Substantive

Im Ägyptischen tragen Substantive folgende Eigenschaften:

Definitheit

Ein Substantiv wird bestimmt, wenn es mit dem Präfix il- versehen wird. Vor Sonnenbuchstaben assimiliert sich das l.

  • bēt – il-bēt „Haus- das Haus“
  • šams-šams „Sonne – die Sonne“
  • kalbil-kalb, auch ik-kalb „Hund – der Hund“

(Im Gegensatz zum Hocharabischen können im Ägyptischen auch k und g assimiliert werden.)

Genus

Substantive sind entweder maskulin oder feminin. Feminine Substantive tragen fast immer die Endung -a aus hocharabisch ة oder -ā(t). Manche feminine Substantive tragen keine Endung, sie sind meist weibliche Personenbezeichnungen. Substantive mit der Endung -a aus hocharabisch اء oder ى sind teils maskulin.

  • Feminin:
    • mit Endung -a: ḥāga „Sache“; mudarrisa „Lehrerin“; ḥamāt „Schwiegermutter“; ḥayā „Leben“
    • ohne Endung: ʾumm „Mutter“; bint „Mädchen, Tochter“; sitt „Frau“
  • Maskulin:
    • mit Endung -a: dawa „Medikament“
    • ohne Endung: bāb „Tür“

Numerus

Es existieren drei Numeri: Singular, Dual und Plural:

Der Singular ist bei Sammel- und Gattungsbezeichnungen durch -a markiert. Die unmarkierte Form bezeichnet den Kollektiv.

Der Dual ist produktiv, aber meist nur optional. Bei paarigen Körperteilen gibt es einen Pseudodual mit pluralischer Bedeutung. Gebildet wird er mit der Endung -ēn. Die Endung -a ة wird dabei zu -itēn, -tēn.

Der Plural wird größtenteils gebrochen, d. h. durch Änderung der Vokalstruktur, gebildet. Die Bildungsweise ist sehr vielfältig Der regelmäßige Plural tritt meist nur zu Berufsbeziechnungen und Lehnworten. Er endet bei männlichen Personenbezeichnungen auf -īn, bei sonstigen Substantiven auf -āt (ersetzt Femininendung -a). Bei manchen Zeitangaben und bei der Zahl Tausend ilf einen speziellen Zählplural ti-, tu-, t- für die Zahlen 3–10.

Singular Dual Plural Kollektiv Pseudodual Zählplural
auf -in mudarris „ein Lehrer“ mudarrisēn „zwei Lehrer“ mudarrisīn „Lehrer“
auf āt mudarrisa „eine Lehrerin“ mudarristēn „zwei Lehrerinnen“ mudarrisāt „Lehrerinnen“
m. dulāb „ein Schrank“ dulabēn „zwei Schränke“ dulabāt „Schränke“
f. ṭarabēza „ein Tisch“ ṭarabiztēn „zwei Tische“ ṭarabizāt „Tische“
bei Lehnwort: tilifizyōn „ein Fernseher“ tilifizyunēn „zwei Fernseher“ tilifizyunāt „Fernseher“
gebrochener Plural rāgil „ein Mann“ raglēn „zwei Männer“ rigāla „Männer“
bei Lehnwort: film „ein Film“ filmēn „zwei Filme“ ʾaflām „Filme“
Mischplural (selten) ʾaṭr „ein Zug“ ʾaṭrēn „zwei Züge“ ʾuṭarāt „Züge“
Gattungsbezeichnung samaka „ein Fisch“ samaktēn „zwei Fische“ ʾasmāk „Fische“ samak „Fisch“
Gattungsbezeichnung tuffāḥa „ein Apfel“ tuffaḥtēn „zwei Äpfel“ tuffaḥāt „Äpfel“ tuffāḥ „Äpfel“
Bsp. für Pseudodual ʿēn „ein Auge“ ʿanēn „(zwei) Augen“ ʿayūn „Augen“ u. a. ʿanēku „eure (wörtlich: zwei) Augen“ statt ʿayunku
Bsp. für Zählplural* šahr „ein Monat“ šahrēn „zwei Monate“ šuhūr „Monate“ u. a. ḫamastušhur „fünf Monate“

* Den Zählplural gibt es bei den Worten šahr- -tušhur „Monat“, ʾilftalāf „tausend“ und yōmtiyām „Tag“ sowie fast unkenntlich bei den Zahlen 13–19 ʿašara-ṭāšar „Zehn“. Bei šahr und ʿašara verschmelzen Zahl und Wort.

Status constructus

Das besessene Wort in einer Genitivverbindung tritt in den Status constructus. Es steht wie im Deutschen vor dem besitzenden Wort. Dieses unterscheidet sich nur im Singular der Femina auf -a ة und -ā(t). Die Endung wird zu -it und -āt. Dasselbe gilt bei Personalsuffixen.

  • Ohne Änderung:
    • bāb „Tür“ – bāb il-bēt „Haustür“
    • auf -a: dawwa „Medikament“ – dawwa gidditak „das Medikament deiner Großmutter“ (keine Änderung, da nicht aus ة)
  • Mit Änderung:
    • auf -a ة: mudarrisa „Lehrerin“ – mudarrisit il-walad „die Lehrerin des Jungen“
    • auf -ā: ḥayā „Leben“ – ḥayāt in-nās „das Leben der Leute“
    • auf -a, auch wenn aus ا: dunya „Welt“ – dunyitak „deine Welt“
  • Weitere Verschmelzung des Wortes mit der Endung:
    • ḥagāt „Sachen“ – ḥagt il-madrasa „Schulsachen“
    • ʾōḍa „Zimmer“ – ʾutt in-nōm „Schlafzimmer“

Personalsuffixe

Personalsuffixe an Substantiven haben possessive Bedeutung. Bis auf das Suffix der 1.Pers.S. sind sie mit den Personalsuffixen des Verbs identisch. Sie ändern ihre Gestalt (durch Bindevokal etc.) je nachdem, wie die letzte Silbe des suffigierten Worts lautet, auch die letzte Silbe des suffigierten Wortes kann sich dabei ändern. Das Bezugswort tritt in den Status constructus, beim Dual fällt das -n der Endung -ēn aus. Ein Kurzvokal wird bei Antritt des Suffixes gelängt.

Für jede mögliche letzte Silbe eines Wortes existieren verschiedene Reihen:

Silbenstruktur: Kv → KV KvK KVK KvKK Dual
dawa „Medikament“ maktab „Schreibtisch“ bēt „Haus“ ʾalb „Herz“ mudarrisa „Lehrerin“ ḥayā „Leben“ ʾōḍa „Zimmer“ ʿanēn „(zwei) Augen“
Status constructus dawa maktab bēt ʾalb mudarrisit ḥayāt ʾutt ʿaynēn
1.P.S. mein dawāya maktabi bēti ʾalbi mudarristi ḥayāti ʾutti ʿaynayya
2.P.S.m. dein dawāk maktabak bētak ʾalbak mudarristak ḥayātak ʾuttak ʿaynēk
2.P.S.f. dein dawāki maktabik bētik ʾalbik mudarristik ḥayātik ʾuttik ʿaynēki
3.P.S.m. sein dawā maktabu bētu ʾalbu mudarristu ḥayātu ʾuttu ʿaynē
3.P.S.f. ihr dawāha maktabha bitha ʾalbaha mudarrisitha ḥayatha ʾuttaha ʿaynēha
1.P.P. unser dawāna maktabna bitna ʾalbina mudarrisitna ḥayatna ʾuttina ʿaynēna
2.P.P. euer dawāku maktabku bitku ʾalbuku mudarrisitku ḥayatku ʾuttuku ʿaynēku
3.P.P. ihr dawāhum maktabhum bithum ʾalbuhum mudarrisithum ḥayathum ʾuttuhum ʿaynēhum

Adjektive

Adjektive unterscheiden sich in ihrer Form nicht von Substantiven. Attributive Adjektive stehen hinter dem Nomen, prädikative Adjektiv bilden mit einem Substantiv einen Nominalsatz (ohne Verb).

Attributive Adjektive kongruieren in Definitheit, Genus und Numerus mit dem Nomen, prädikative Adjektive nur in Genus und Numerus.

Definitheit

Adjektive werden auf dieselbe Weise wie Substantive bestimmt:

  • ḥalwil-ḥalw „hübsch“

Genus und Numerus

Adjektive treten in Kongruenz mit dem Substantiv, auf das sie sich beziehen. Sie können nur 3 Formen annehmen:

  • maskulin Singular
  • feminin Singular
  • Plural

F.Sg. wird durch die Endung -a gebildet. Durch die Endung -īn oder durch gebrochene Bildungsweise wird der Plural markiert.

m.Sg. f.Sg. Pl.
„hübsch“ ḥalw ḥalwa ḥalwīn
„gefüllt, voll“ malyān malyāna malyanīn
„verheiratet“ mitgawwiz mitgawwiza mitgawwizīn
„groß“ kibīr kibīra kubār
„verrückt“ magnūn magnūna maganīn
„reich“ ġani'* ġanya ʾaġniyya
„arm“ faʾīr faʾīra fuʾara

* Das -i ist keine Endung, sondern Teil des Stamms.

Bezugsadjektive auf -i

Bezugsadjektive (Länderadjektive etc.) enden im m.Sg. auf -i, im f.Sg. auf -iyya und im Pl. auf -iyyīn. Manchmal mit gebrochenem Plural.

m.Sg. f.Sg. Pl.
„ägyptisch, Ägypter“ maṣri maṣriyya maṣriyyīn
„nationalistisch“ waṭani waṭaniyya waṭaniyyīn
„arabisch, Araber“ ʿarabi ʿarabiyya ʿarab
„türkisch, Türke“ turki turkiyya ʾatrāk

Adjektive der Farben und Gebrechen

Diese besondere Gruppe von Adjektiven zeigt folgendes Bildungsmuster:

m.Sg. f.Sg. Pl.
aKKaK KaKKa KuKK
„weiß“ ʾabyaḍ bēḍa būḍ
„rot“ ʾaḥmar ḥamra ḥumr
„blind“ ʾaʿma ʿamya ʿumi

Kongruenz

Das attributive Adjektiv kongruiert immer mit dem Substantiv in Definitheit. Das prädikative ist immer indefinit.

Steht das Substantiv im Singular kongruiert das Adjektiv mit ihm im Genus. Bei Kollektiv steht das Adjektiv im f.Sg. Bei den Bezugsadjektiven auf -i ist die Kongruenz optional und es kann auch m.Sg. bei feminien Substantiven stehen.

Steht das Substantiv im Dual oder Plural, so wird zwischen Substantiven, die sich auf Personen beziehen, und Sachsubstantiven unterschieden. Adjektiv stehen bei Personensubstantiven im Plural ebenfalls im Plural. Bei Sachsubstantiven stehen sie entweder im f.Sg. oder Plural. Bei den Bezugsadjektiven auf -i ist die Kongruenz optional und es kann auch Sg. bei Substantiven im Dual oder Plural stehen.

Manche Adjektive sind unveränderlich z. B. bunni „braun“.

Personensubstantiv Definit Indefinit m.Sg. f.Sg. m.Du. f.Du. m.Pl. f.Pl.
Prädikatives Adjektiv
  • Indefinit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • Pl.
  • Pl.
  • Pl.
Attributives Adjektiv
  • Definit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • Pl.
  • Pl.
  • Pl.
Bezugsadjektiv auf -i
  • In-/Definit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • m.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
Sachsubstantiv Definit Indefinit m.Sg. f.Sg. m.Du. f.Du. m.Pl. f.Pl. Kollektiv
Prädikatives Adjektiv
  • Indefinit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
Attributives Adjektiv
  • Definit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • f.Sg.
Bezugsadjektiv auf -i
  • In-/Definit
  • Indefinit
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • m.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • Pl.
  • m.Sg.
  • f.Sg.
  • f.Sg.
  • m.Sg.

Verben

Wie das Hocharabische verfügt auch das Ägyptisch - Arabische über die zwei Aspekte Perfekt und Imperfekt.

Perfekt

Das Perfekt bezeichnet eine abgeschlossene Handlung und wird durch Anhängen von Suffixen an die Wurzel eines Verbs gebildet. Die Suffixe unterscheiden sich teilweise aber von den Suffixen der hocharabischen Verben:

Beispielverb: katab - schreiben

(huwa) katab - er schrieb

(hiya) katab -IT - sie schrieb

(inta) katab -T - du (m.) schriebst

(inti) katab -TI - du(f.) schriebst

(ana) katab -T - ich schrieb


(huma) katab -U - sie (m./f.) schrieben

(intu) katab -TU - ihr (m./f.) schriebt

(ihna) katab -NA - wir schrieben


Die wesentlichen Unterschiede zwischen MSA und Ägyptisch - Arabischem bestehen dabei in der Kürzung der Endungen (man sagt also nicht "huwa katabA", sondern "huwa katab"; nicht "anta katabtA", sondern "inta katabt" und nicht "antum katabtUM", sondern "intu katabtU").

Die Verneinung des Perfekt geschieht (wie bereits oben beschrieben wurde) durch die Partikel mā...-š. Das "š" leitet sich möglicherweise von dem Wort "šayʾ" (etwas) ab. Weiterhin ist zu beachten, dass die Endungen länger ausgesprochen werden, wenn sie auf einen Vokal enden und ein Hilfsvokal ("i") hinzugefügt wird, wenn das Verb auf zwei Konsonanten endet:

Beispiele: (huma) ma - katabūš - sie schrieben nicht

          (ana) ma - katabtiš - ich schrieb nicht

Imperfekt

Die Kennzeichen des Imperfektes sind Präfixe und verkürzte Endungen. Im Vergleich zum Hocharabischen beginnt das Imperfekt der Verben in der Regel mit den Präfixen yi- ,ti- ,a- und ni-:


Beispielverb: katab - schreiben

(huwa) YI -ktib - er (soll) schreiben

(hiya) TI -ktib - sie (soll) schreiben

(inta) TI -ktib - du(m.) (sollst) schreiben

(inti) TI -ktib -I - du(f.) (sollst) schreiben

(ana) A -ktib - ich (soll) schreiben


(huma) YI -ktib -U - sie (m./f.) (sollen) schreiben

(intu) TI -ktib -U - ihr (m./f.) (sollt) schreiben

(ihna) NI -ktib - wir (sollen) schreiben


Weniger häufig kommen dagegen die Präfixe ya- oder yu- vor. Dies ist z.B. bei Entlehnungen aus dem Hocharabischen (z.B. dem IV. Stamm, der im Dialekt seltener vorkommt) der Fall.


Ein weiterer Unterschied zum Hocharabischen ist die fehlende Einteilung in die Modi Indikativ, Konjunktiv und Apokopat. Stattdessen wird das Imperfekt (s.o.) in drei unterschiedliche Gruppen eingeteilt:

1. modales Imperfekt - enthält kein zusätzliches Präfix und drückt Zusammensetzungen aus (er (soll/ kann/ muss) schreiben.

2. bi - Imperfekt - wird mit dem Präfix bi - gebildet und drückt das Präsens aus.

3. ha - Imperfekt - wird mit dem Präfix ha - gebildet und drückt das Futur aus.

Beispielverb: katab - schreiben (

(huwa) HA - YI -ktib - er wird schreiben

(hiya) HA - TI -ktib - sie wird schreiben

(inta) HA - TI -ktib - du(m.) wirst schreiben

(inti)HA - TI -ktib -I - du(f.) wirst schreiben

(ana) HA -ktib - ich werde schreiben


(huma) HA -YI -ktib -U - sie (m./f.) werden schreiben

(intu) HA -TI -ktib -U - ihr (m./f.) werdet schreiben

(ihna) HA -NI -ktib - wir werden schreiben


Sowohl bei dem bi- als auch dem ha- Imperfekt ist zu beachten, dass die Präfixe bi- und ha- mit der 1.Person Sg. verschmelzen. Man sagt also nicht "ana biaktib", sondern "ana baktib" (ich schreibe) und nicht "ana "haaktib", sondern "ana haktib" (ich werde schreiben).

Bei schwachen Verben (z.B. kān/ yikūn -sein oder ʾāl/ yiʾūl - sagen) kann es zusätzlich vorkommen, dass die Präfixe "yi, ti und "ni" verkürzt werden. Dabei fällt das "i" des Präfixes weg.

Beispiele:

  • (huwa) ha - yikūn → (huwa) haykun
  • (huwa) ha - yiʾūl → (huwa) hayʾul

Literatur

  • Renate Malina: Zum schriftlichen Gebrauch des Kairinischen Dialekts anhand ausgewählter Texte von Saʿddadīn Wahba. Islamkundliche Untersuchungen Bd. 11; Berlin: Klaus Schwarz Verlag, 1987; ISBN 3-922968-59-7.

Weblinks

Fußnoten

  1. Malina 1987, S. 5f.

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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
21.08.2014 Tom Higham et al. Neandertaler starben vor spätestens 39.000 Jahren aus
DOI: 10.1038/nature13621
05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
DOI: 10.1016/j.jhevol.2003.12.001
11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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