Forscherpersönlichkeiten - Charles Darwin


Charles Darwin
Charles Robert Darwin (1809–1882)

Charles Darwin wurde 1809 in Shrewsbury nahe Birmingham geboren, er starb 1882 in Down (Grafschaft Kent).

Mit einem Abschluss als Baccalaureus, studierte Darwin Medizin an der Universität Edinburgh und anschließend Theologie an der Universität Cambridge. Einen weit größeren Einfluss als das Studium hatten auf ihn einmal das Werk seines Großvaters Erasmus Darwin "Zoonomina oder die Gesetze des organischen Lebens" (1794 / 96), in dem in Ansätzen einige Vorstellungen über eine Evolution der Organismen entwickelt wurden, und zum anderen die Freundschaft mit dem Cambridger Botaniker J. S. Henslow.

In den Jahren 1831 - 1836 nahm Darwin als Naturforscher an einer Weltreise auf dem Forschungsschiff "Beagle" teil. Die Reise wurde zu einem Schlüsselerlebnis für ihn, die gewonnenen Einsichten wurden Ausgangspunkt aller seiner späteren Arbeiten. Während dieser Zeit wurden die ersten Beobachtungen gesammelt, auf die er seine Evolutionstheorie stützte. Besonderen Eindruck machte auf ihn die Beobachtung mariner Fossilien in Höhenlagen der Anden sowie die für jede Insel charakteristische Flora und Fauna auf den Galapagos. Die Ergebnisse der Reise fasste er 1839 in einem vorläufigen Bericht zusammen, dem 1860 die ausführliche Fassung "A naturalist's voyage" (deutsche Übersetzung "Reise eines Naturforschers um die Welt", 1875) folgte.

Wenige Jahre nach seiner Rückkehr nach England zog er sich auf seinen Landsitz Down House in der Grafschaft Kent südlich von London zurück, wo alle seine grundlegenden Werke entstanden. Einer Phase (vorwiegend in den vierziger Jahren), in der er sich mit geologischen Problemen befasste, folgte die Zeit, in der er an der Ausarbeitung der Selektionstheorie arbeitete.1859 erschien sein bereits genanntes Hauptwerk, und 1869 (in zwei Bänden) "The variation of animals and plants under domestication".

Um 1860 beginnend folgte eine Periode, in der er sich nahezu ausschließlich mit botanischen Problemen befasste. Viele seiner Aussagen untermauerte er durch gezielt angesetzte Experimente. Die Ergebnisse und die sich daraus ergebenden Folgerungen sind in einer Anzahl von Publikationen niedergelegt, deren Aufzählung allein sein breites Interessen- und Forschungsgebiet verrät:

  • 1862: The various contrivances by which orchids are fertilized by insects.
  • 1867: On the movements and habits of climbing plants.
  • 1875: Insectivorous plants.
  • 1876: The effects of cross- and self-fertilization in the vegetable kingdom.
  • 1877: The different forms of flowers on plants of the same species.
  • 1880: The power of movement in plants.
  • 1881: The formation of vegetable mould, through the action of worms, with observations on their habits.

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