Erdgeschichte - Kambrium
570 - 510 Millionen Jahre - Leben im Meer, unbelebtes Festland

Anomalocaris aus dem Kambrium
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Anomalocaris aus dem Kambrium war der erste große Räuber
Hallucigenia
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Hallucigenia - eines der seltsamsten Geschöpfe aus dem Kambrium

Den isolierten Kontinenten LAURENTIA, BALTICA und SIBIRIA liegt im Kambrium der riesige, südliche Großkontinent GONDWANA gegenüber. Ur-Mitteleuropa liegt dicht am Südpol, die Antarktis liegt am Äquator. Es treten erste fossilisationsfähige Hartteile wie Panzer, Schalen und Skelette auf und die Trilobiten stellen 60 % der Fauna. Sämtliche Grundbaupläne heutiger Tiergruppen einschließlich der Wirbeltiere sind bereits vorhanden. Das Festland ist unbesiedelt.

Das Kambrium ist durch großräumige Meeresüberflutungen gekennzeichnet mit einem Höhepunkt im Mittel-Kambrium. Die Kontinente sind vollkommen anders verteilt als heute: Afrika, Süd- und Mittelamerika, Indien, Teile von Europa, die Antarktis und Australien bilden den südlichen Großkontinent GONDWANA. LAURENTIA, SIBIRIA und BALTICA sind noch isolierte Kontinentschollen.

Nord- und Mitteleuropa gehören zwei verschiedenen Kontinentschollen an. Sie liegen beide auf der Südhalbkugel und sind vom Meer bedeckt.

Nach dem Aussterben der urtümlichen, noch nackten Ediacara-Fauna erscheinen zu Beginn des Kambriums völlig neue Tiergruppen. Alle heutigen Tierstämme, auch die Vorläufer der Wirbeltiere, sind dabei. Verschiedene Tiergruppen haben erstmals zum Schutz und zur Stütze des Weichkörpers fossilisationsfähige Panzer, Schalen und Skelette entwickelt. Die Fossilüberlieferung steigt dadurch explosionsartig an. Der Großteil der Fauna wird von Trilobiten und Brachiopoden gestellt. Der bereits im Kambrium wieder erloschene Stamm der Archaeocyathiden tritt in tropischen Meeren als Riffbildner auf. Außer einigen Algen, Flechten und Pilzen gibt es auf dem Festland keinerlei Lebewesen.

Berühmte Fundstätten:
Prager Mulde, Antarktis, Burgess-Paß (Burgess-Shale ) in British Columbia (Canada).

Weltkarte aus Bildkomposition oben: Scotese, C.R., 2002, http://www.scotese.com, (PALEOMAP website).

© Hans-Peter Willig, München User online 7   gestern 339   heute 136 Glossar LinklisteSitemapMail