Letzte Meldung:   Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten   Bereits vor 20.000 Jahren haben Jäger und Sammler möglicherweise gezielt Feuer eingesetzt und damit zur Entstehung des lichten Charakters der eiszeitlichen europäischen Landschaft beigetragen. Das legt eine kürzlich im Fachjournal "PLOS ONE" veröffentlichte Studie nahe, zu deren Autoren auch eine Senckenberg-Wissenschaftlerin gehört. Es wäre einer der frühesten Hinweise auf einen großflächigen Eingriff des Menschen in die natürliche Vegetation seiner Umgebung. Der Befund erklärt, warum Analysen von Sedimenten belegen, dass in der Eiszeit in Europa eine offene Steppenlandschaft vorherrschte, während Veg....

Erdgeschichte - Jura

Archaeopteryx
Der Urvogel Archaeopteryx aus Eichstätt, ausgestellt im Naturkundemuseum in Berlin.

Im Jura bricht der Superkontinent Pangäa weiter auseinander und ausgehend von der Tethys werden große Teile Eurasiens überflutet. Das Meer dringt über Westeuropa bis weit nach Nordeuropa vor. Ammoniten und Fischsaurier erreichen den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Im Jura herrschen Dinosaurier auf dem Land und Flugsaurier in der Luft vor.

Von der Tethys aus werden nach Norden hin weite Teile von Europa und Asien überflutet. Der nördliche Atlantik öffnet sich. Dadurch wird Nordamerika nach und nach von Eurasien getrennt. Während sich das Meeresbecken der späteren Rocky Mountains im Osten vertieft, wird es im Westen gegen Ende des Juras zur Sierra Nevada aufgefaltet. Der Pazifik zeichnet sich bereits in seiner heutigen Umgrenzung ab. Das globale Klima ist so warm, dass die Polgebiete eisfrei sind.

Die nach Westen vordringende Tethys erreicht das Gallo-Anglische Becken und überflutet dabei auch Deutschland. Es werden zunächst schwarze Tonschiefer abgelagert (Schwarzer Jura oder Lias). Dann folgen gelbbraune und braunrote Tone und Kalke (Brauner Jura oder Dogger). In Lothringen entstehen dabei Eisenerz-Lagerstätten (Minette). Den Abschluß bilden in Norddeutschland Mergel und Kalke, in Süddeutschland vorwiegend Schwamm- und Korallenriffe (Weißer Jura oder Malm). Am Ende des Juras werden das Weserbergland und der Harz herausgehoben. Im Untergrund Norddeutschlands entstehen Salzstöcke. Schließlich zieht sich das Meer weiträumig aus Deutschland zurück.

Die Dinosaurier erreichen eine enorme Artenvielfalt mit den größten Landtieren aller Zeiten. Ganz unauffällig und klein bleiben dagegen die frühen Säugetiere. Die Fisch- und Flossenechsen sowie die Ammoniten erreichen den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Häufig sind auch große "Donnerkeile", die Fossilreste der tintenfisch-artigen Belemniten. Den Lebensraum Luft beherrschen die Flugsaurier (Pterosauria) und der Urvogel Archaeopteryx. In den Lagunen leben noch urtümliche Fische (Holostei) zusammen mit ersten modernen Knochenfischen (Teleostei).

Das Formenspektrum der Landpflanzen reicht von den Farnen über die Cycadophyten bis zu den Koniferen und Gingkophyten. Die Tendenz aus der späten Trias zur Entwicklung von eigenartigen Nacktsamern mit blütenpflanzenähnlichen Merkmalen geht weiter.

Berühmte Fundstätten:
Holzmaden, Solnhofen/Eichstätt, Montana (USA), Tansania.

Literatur