Letzte Meldung:   Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten   Bereits vor 20.000 Jahren haben Jäger und Sammler möglicherweise gezielt Feuer eingesetzt und damit zur Entstehung des lichten Charakters der eiszeitlichen europäischen Landschaft beigetragen. Das legt eine kürzlich im Fachjournal "PLOS ONE" veröffentlichte Studie nahe, zu deren Autoren auch eine Senckenberg-Wissenschaftlerin gehört. Es wäre einer der frühesten Hinweise auf einen großflächigen Eingriff des Menschen in die natürliche Vegetation seiner Umgebung. Der Befund erklärt, warum Analysen von Sedimenten belegen, dass in der Eiszeit in Europa eine offene Steppenlandschaft vorherrschte, während Veg....
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Anatomische Terminologie

Anatomische Terminologie

Die Lage- und Richtungsbezeichnungen dienen in der Anatomie zur Beschreibung der Position und des Verlaufs einzelner Strukturen. Zum Teil sind diese Bezeichnungen auch Bestandteil anatomischer Namen. Während sich klassische Lagebezeichnungen wie „oben“ oder „unten“ je nach Körperposition ändern, sind die anatomischen Lagebezeichnungen relativ und damit unabhängig von der Position des Körpers.

Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen

Generelle Lage- und Richtungsbezeichnungen

*Diese vier Bezeichnungen können kombiniert werden, wobei die Endsilbe (Suffix) des ersten Begriffs durch „o“ ersetzt wird: z. B. kraniodorsal (kopf-rückenwärts).

In Bezug auf die Medianebene unterscheidet man die beiden Körperhälften:

In Bezug auf das Körperzentrum werden die Begriffe:

Im Bereich des Rumpfes werden in der Humananatomie häufiger die Begriffe:

verwendet. Diese Begriffe sind in der Tieranatomie ausschließlich am Kopf erlaubt!

Zusätzliche Lage- und Richtungsbezeichnungen am Kopf

Am Kopf ist die Bezeichnung kranial nicht sinnvoll, für vorn orientierte Strukturen verwendet man daher die Begriffe:

Für hinten liegende Strukturen verwendet man auch den Begriff:

Statt lateral und medial verwendet man am Kopf, insbesondere am Auge, auch die Begriffe:

Zusätzliche Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Gliedmaßen

Während bis zur Hand- bzw. Fußwurzel noch die gleichen Bezeichnungen wie am Rumpf gelten, verwendet man an der Hand bzw. am Fuß:

Durch die mögliche Rotation des Unterschenkels und des Unterarms sind die Bezeichnungen lateral und medial nicht eindeutig definiert. Daher spricht man normalerweise von radial statt lateral bzw von ulnar statt medial am Unterarm und in gleicher Weise von fibular und tibial am Unterschenkel.

Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen

Lage- und Richtungsbezeichnungen an Zähnen

Am Zahn werden spezielle Bezeichnungen verwendet. Wegen der Krümmung des Zahnbogens wurde hier die Lagebezeichnung mesial eingeführt, denn medial wäre an den Schneidezähnen die zur Mitte liegende Kontaktfläche zum Nachbarzahn, jedoch an den Mahlzähnen die palatinale Fläche und an den Eckzähnen irgend ein Mittelding.

Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne des Menschen in der Zahnheilkunde durch die Zahnformel eindeutig bezeichnet. Das Gebiss wird dazu in 4 Quadranten unterteilt, d. h. pro Kiefer erfolgt die Teilung zwischen den mittleren Schneidezähnen. Diese Quadranten dienen als erste Ziffer der Zahnbezeichnung:

Die einzelnen Zähne werden dann jeweils von vorn beginnend durchnummeriert. Der linke untere Weisheitszahn trägt somit die Bezeichnung 38 (sprich: drei-acht), während der erste obere linke Schneidezahn als 21 (sprich: zwei-eins) bezeichnet wird.

Verlaufsbezeichnungen

In Bezug auf die 3 Körperebenen (Horizontalebene, Frontalebene, Medianebene) werden unterschieden:

Freie Lage- und Richtungsbezeichnungen

Neben diesen generellen Lagebezeichnungen ist es praktisch möglich, aus allen Körperteilen Lage- bzw. Richtungsbezeichnungen zu kreieren. Dazu wird der lateinische Wortstamm des Körperteils/Organs mit der Endsilbe -al versehen: z.B. intestinal (intestinum = Darm), thorakal (thorax = Brustkorb), abdominal (abdomen = Bauch) usw.