1925:
Scope-Verhandlung: Ein Lehrer aus dem US-Bundesstaat Tennessee wagt es,
entgegen der Schulgesetze in Tennessee Evolution zu unterrichten und wird
dafür von einem Gericht mit einer Geldbuße bestraft. Tennessee
änderte dieses Gesetz erst im Jahre 1967
1968:
Das US-Verfassungsgericht erklärt es für rechtswidrig, Evolution
aus Lehrplänen staatlicher Schulen zu streichen, nur weil die Theorie
von besimmten religiösen Doktrinen abweicht.
1987:
Nach einem Beschluß des Verfassungsgerichts darf in öffentlichen
Schulen Kreationismus nicht Seite an Seite mit Evolution unterrichtet
werden.
Seit 1995:
In Arizona, Alabama, Illinois, New Mexico, Texas, Kansas und Nebraska
versuchen Kreationisten die Darwinsche Evolutionstheorie aus den Lehrplänen
zu streichen. In Kansas ist das im August 1999 zum ersten mal gelungen.
1995:
Der Bundesstaat Alabama verfaßt ein Gesetz, nachdem alle Biologie-Bücher
in öffentlichen Schulen mit einem Aufkleber versehen sein müssen.
Er beschreibt Evolution als "Kontroverse Theorie": "Niemand war anwesend,
als das Leben erschien. Daher sollten alle Behauptungen über die
Ursprünge des Lebens als Theorien betrachtet werden und nicht als
Tatsachen."
1996:
Der Bundesstaat Tennessee berät über ein Gesetz, das die Kündigung
von Lehrern öffentlicher Schulen gestattet, wenn sie Evolution als
Tatsache vermitteln und nicht als Theorie. Das Gesetz scheitert.
1998:
Das Texas School Board of Education schlägt vor, alle Biologie-Bücher
in Texas gegen solche Lehrbücher auszutauschen, in denen Evolution
nicht erwähnt wird. Der Vorschlag wird mit hauchdünner Mehrheit
abgelehnt.
aus Bild der Wissenschaft, 12/1999, Seite 54