Abri
von einem Felsdach geschütze Stelle.
Acheuleen
Eine durch Faustkeile gekennzeichtet Kulturgruppe oder funktional bedingte Ausprägung des Alt- und Mittelpaläolithikums
Acoelomata
Tiere ohne Körperhöhle (Coelom). Ein Beispiel sind die Plattwürmer
(Platyhelmintes).
Adaptation (Anpassung)
Jede Eigenschaft eines Lebewesens, die zu seiner Eignung (Fitness) in
der Evolution beiträgt.
Adaptionistisches Programm
Die Untersuchung des möglichen Anpassungswertes eines körperlichen
oder sonstigen Merkmals in einer systematischen Gruppe (Taxon).
Adaptive Radiation
Die entwicklungsgeschichtliche Auseinanderentwicklung der Mitglieder einer
einzigen Abstammungslinie, die dann verschiedene Nischen oder Anpassungszonen
besetzen.
Adoleszenz
Lebensabschnitt nach der Pubertät
Aerosol
Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in der Luft.
Allel
Eine von mehreren möglichen Formen (Nleotidsequenzen) eines Gens.
Die verschiedenen Allele des gleichen Gens haben in der Regel unterschiedliche
Auswirkungen auf den Phänotyp.
allopatrisch
Eigenschaft von Populationen oder biologischen Arten, deren Verbreitungsgebiete
sich nicht überschneiden.
Allospezies
Biologische Art, die zu einer überart gehört, geografisch aber
von anderen Allospezies dieser überart getrennt ist.
Allozym
Die jeweilige Aminosäuresequenz eines Enzyms, das auf Grund eines
Allels produziert wird, wenn es auch andere Allele des gleichen Enzyms
gibt, die Enzyme mit abweichenden Aminosäuresequenzen hervorbringen.
Altpaläolithikum
Ältere Steinzeit, in Afrika ab ca. 2,5 Millionen Jahren, in Europa ab etwa 1,0 Millionen Jahren.
Alvarez-Ereignis
Der Einschlag eines Asteroiden auf der Erde am Ende der Kreidezeit vor
54 Millionen Jahren; nach der allgemein anerkannten Theorie des Physikers
Walter Alvarez die Ursache des Massenaussterbens der Dinosaurier sowie
anderer Tiere und Pflanzen.
Alveole
Knochenmulde im Kiefr, in der die Zahnwurzeln stecken.
Anagenese
So genannte fortschrittsorientierte (»aufwärts gerichtete«)
Evolution.
Anatomie
Lehre von Form und Körperbau der Lebewesen.
Animalität
Tierisches Wesen (Charakterzug).
Anlage
In der Embryonalentwicklung die Kapazität eines Gewebes, einen bestimmten
Körperteil oder ein Organ hervorzubringen.
Anoxie
Mangel oder völliges Fehlen von Sauerstoff.
Ante-Neandertaler
Älteste Vorfahren der Neandertaler mit noch sehr schwach entwickelten Neandertalermerkmalen, lebten vor ca. 350000 bis 130000 Jahren.
Anthropithecus
Erste Bezeichnung des Schädeldaches von Java durch Eugene Dubois
Anthropogen
Durch den Menschen beeinflusst oder verursacht.
Anthropologie
Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung.
Anthropomorphismus
Nicht gerechtfertigte übertragung menschlicher Eigenschaften auf
andere Lebewesen oder Gegenstände.
Ardipithecus Kadabba
Artbezeichnung von Funden aus Äthiopien, die ca. 5,8 bis 5,3 Millionen Jahre Alt sind.
Art als Taxon
Ein Taxon (systematische Gruppe), das auf Grund. des allgemein anerkannten
Artbegriffs als Spezies definiert wird.
Artbegriff
Die biologische Bedeutung oder Definition des Wortes »Art«
(Spezies); Kriterien, anhand derer man das Taxon der Art abgrenzt.
Artbildung, allopatrische
Entstehung einer neuen biologischen Art durch Erwerb wirksamer Isolationsmechanismen
in einer geografisch isolierten Gruppe der Ausgangsart.
Artbildung, dichopatrische
Entstehung einer neuen biologischen Art durch die Aufteilung
der Ausgangsart, verursacht durch eine geografische, vegetationsbedingte
oder andere äußere Schranke.
Artbildung, peripatrische
Entstehung einer neuen biologischen Art durch Abwandlung randständiger,
isolierter Gründerpopulationen. Siehe Knospung.
Artbildung, sympatrische
Entstehung einer neuen biologischen Art ohne geografische Isolation;
Entstehung neuer Isolationsmechanismen in einem Dem.
Artefakt
vom Menschen hergestellter, nicht natürlicher Gegenstand.
Atérien
Kultur des nördlichen Afrika, die von 40000 bis 35000 andauerte.
Aurignacien
Kulturgruppe des frühen Jungpaläolithikums, etwa 38000 - 30000 Jahre vor heute.
Ausbreitung
Wanderung von Individuen, ausgehend von ihrem Entstehungsort; allgemeiner:
die Ausbreitung von Individuen einer biologischen Art über ihr derzeitiges
Verbreitungsgebiet hinaus.
Australopithecinen
Frühe afrikanische Homininen, die vor rund 4,4 bis 2,0 Millionen
Jahren lebten; sie hatten ein kleines Gehirn (weniger als 500 Kubikzentimeter),
gingen auf zwei Beinen, lebten aber noch vorwiegend auf Bäumen und
stellten keine Steinwerkzeuge her.
Australopithecus afarensis
Vormenschen-Art, lebte vor etwa 3,7 bis 2,8 Millionen Jahren im Pliozän Ostafrikas
Australopithecus africanus
Vormenschen-Art, (afrikanischer Südaffe), die vor etwa 2,9 bis 2,3 Millionen Jahren in Afrika lebte
Australopithecus anamensis
Vormenschen-art, die vor etwa 4,2 bis 4,0 Millionen Jahren in Afrika lebte
Australopithecus Bahrelghazali
Vormenschen-Art, die vor etwa 3,4 bis 3,2 Millionen Jahren in Nordafrika lebte.
Australopithecus Boisei
Vormenschen-Art, die vor etwa 2,1 bis 1,5 Millionen Jahren in Afrika lebte, so genannter Nussknackermensch
Australopithecus garhi
Primatenart, die ein Bindeglied zwischen den Gattungen Australopithecus und Homo darstellen könnten. Lebte vor etwa 2,6 bis 2,4 Millionen Jahren.
Australopithecus robustus
Vormenschen-Art, die vor etwa 2,1 bis 1,4 Millionen Jahren lebte
Autochton
Eingeboren, Heimisch
Autokatalytisch
Beschleunigung einer Reaktion durch etwas das während der Reaktion erst entsteht
Baldwin-Effekt
Die Selektion von Genen, welche die genetische Grundlage einer Phänotyp-
Variante stärken.
Bauplan
Grundtypus des Körperbaues, beispielsweise der Wirbeltiere
oder Gliederfüßer.
Basen
Die Selektion von Genen, welche die genetische Grundlage einer Phänotyp-
Variante stärken.
Befruchtung
Verschmelzung der männlichen Geschlechtszelle (Samenzelle)
mit der weiblichen Geschlechtszelle (Eizelle). Bei der Befrhtung vereinigen
sich jeweils ein haploider Chromosomensatz des Vaters und der Mutter;
die dadurch entstehende Zygote ist also diploid.
Beseitigung, nicht zufällige
Die Beseitigung weniger geeigneter Individuen aus einer Population durch
natürliche Selektion.
Basen
Die Selektion von Genen, welche die genetische Grundlage einer Phänotyp-
Variante stärken.
Bifazielle Geräte
Beidflächig bearbeitete Steinwerkzeuge
Biosphäre
Der gesamte von Organismen bewohnte Teil der Erde.
Biotop
Natürlicher Lebensraum, der durch bestimme Tiere und Pflanzen sowie spezifische Umweltbedingungen gekennzeichnet ist.
Bipedie
Das Laufen auf zwei Beinen mit vollständig aufgerichtetem Körper und gestreckten Beinen
Blattspitze
Blattförmige, beidflächig bearbeitete Steinspitze
Biom
Die gesamte Tier- und Pflanzenwelt eines Gebietes.
Boreal
Wärmeperiode der Nacheiszeit
Breccie
Knochenbruchstücke, die durch ein Bindemittel miteinander verkittet sind
Bregma
Treffpunkt, in der die beiden Stirnbeinhälften und die beiden Scheitelbeine zusammenstoßen
Broca Zentrum
Teil des sprachzentrums im Gehirn, zuständig für die motorische Erzeugung von Sprache.
14 C oder C14
Radioaktiver Kohlenstoff
Châtelperronien
Aus Frankreich und Nordspanien bekannte Kulturgruppe aus der Übergangszeit vom Mittel- zum Jungpaläolithikum, etwa 38000 bis 34000 Jahre vor heute
Clactonian
Steinindustrie des jüngeren Altpaläolithikums
Cleaver
Spalter, meist aus Abschlägen hergestellte keilartige Werkzeuge mit quer zur Längsachse stehender Schneide
Chopper
Einflächig behauene Haumesser des Altpaläolithikums
Chopping Tools
Zweiflächig behauene Steinmesser des Altpaläolithikums
Chromosomen
Meist stäbchenförmige Gebilde im Zellkern, die den größten
Teil des Erbmaterials (die Gene) enthalten. Chromosomen bestehen aus DNA
und Proteinen.
Chronologie
Zeitrechnung. Beschreibt die relative zeitliche Stellung archäologischer Funde zueinander oder deren absolute zeitliche Einordnung
Chronospezies
Eine angenommene Art, beschränkt durch eine zeitliche Marke
Codon
Nleotid-Dreiergruppe im genetischen Programm (Genom), die
eine bestimmte Aminosäure festlegt.
Cranial
siehe kranial
Cro-Magnon Mensch
Anatomisch moderner Homo sapiens, der vor 40000 bis 10000 Jahren in Europa lebte
Cromerkomplex
Abfolge mehrerer Kalt- und Warmzeiten im Mittelpleistozän zwischen 800000 und 480000 Jahren
Crossing-over
Austausch einander entsprechender Abschnitte zwischen mütterlichen
und väterlichen Chromosomen. Findet in der Prophase der ersten Meioseteilung
statt, wenn die homologen Chromosomen von Mutter und Vater sich paaren.
Cynodonta
Ausgestorbene Gruppe der Reptilien, Vorfahren der Säugetiere.
Cytoplasma
siehe Zellplasma
Cytosin
siehe Basen
Daphnia
Planktonkrebs der Ordnung Cladocera.
Darwinismus
Die von Charles Darwin entwickelten Begriffe und Theorien (vor allem die
natürliche Auslese), auf die seine Nachfolger ihre Erklärungen
über die Evolution stützen.
Degenerieren
Verfallen
Dem
Lokal begrenzte Population von Individuen, die sich untereinander
kreuzen können.
Demographie
Bevölkerungsbewegung, Bevölkerungsstruktur
Dendrogramm
Schema in Form eines verzweigten Baumes, das die Verwandtschaftsbeziehungen
zwischen systematischen Gruppen wiedergeben soll.
Dental
Die Zähne Betreffend
Diluvium
(lateinisch für Überschwemmung, Wasserflut), Die Bezeichnung gehr auf W. Buckland (1823) Zurück, der in den quartären Sedimenten Ablagerungen der biblischen Sintflut sah. Der Begriff wurde später synonxm für Pleistozän verwendet, ehe sich dieser Terminus durchsetzte
diploid
Eigenschaft eines Lebewesens, das einen doppelten Chromosomensatz besitzt;
ein Chromosomensatz stammt von der Mutter, der andere vom Vater.
Diskontinuität
Ablauf von Vorgängen mit zeitlicher und/oder räumlicher Unterbrechung
Diskontinuität, phänotypische
Lücke im Spektrum der Phänotypen einer Population.
Diskontinuität, taxonomische
Lücke im Spektrum der Variationen zwischen verwandten Taxa,
beispielsweise den Arten einer Gattung oder den Gattungen einer Familie.
Distinkt
Klar und deutlich abgegrenzt.
Diversität
Vielfalt
DNA, (DNA)
Desoxyribonucleinsäure, die primären genetischen Informationen im Zellkern.
DNA-Sequenz
Die Abfolge der Basen innerhalb der DNA
Dorsalfläche
Rüchenseite, Oberseite
Eem-Interglazial
Warmzeit vor 127000 bis 115000 Jahren, nach einem Fluss in den Niederlanden benannt. Auf das Eem-Interglazial folgt die Weichsel-Eiszeit
Eiszeitalter
Abschnitte der Erdgeschichte, in denen das Klima durch den extremen Wechsel von Kaltzeiten und Warmzeiten gekennzeichnet ist.
Elektronenspinresonanz-Verfahren
Methode der archäologischen Altersbestimmung, mit Hilfe des Eigendrehimpuls eines Elektrons
Entropie
Abbau von Materie und Energie im Universum zu einem Endzustand der strukturlosen
Gleichförmigkeit. Entropie ist nur in einem geschlossenen System
zu erreichen.
Enzephalisationsquotient
Verhältnis von Gehirngröße zu absoluter Körpergröße
Eoanthropus dawsoni
Bezeichnung für die Piltdown-Fälschung von 1912
Eozän
Erdgeschichtliche Epoche, die vor 55,8 Millionen Jahren begann und vor 33,9 Millionen Jahren endete.
Epi-Paläolithikum
Übergangszeit in der technologischen Entwicklung des Menschen von der Altsteinzeit zur Jungsteinzeit zwischen etwa 10000 Jahren und 8000 Jahren im Nahen Osten, Anatolien und Zypern.
Epistase
Wechselwirkungen zwischen zwei oder mehreren Genen.
Eponym
Art- oder Gattungsbezeichnung, die auf einen Personen- oder Ortsnamen zurückgehen.
Erosion
Erd- oder Gesteinsabtragung durch Wasser, Eis oder Wind
Essentialismus
Die überzeugung, dass man alle natürlichen Variationen auf eine
begrenzte Zahl grundlegender Kategorien zurückführen kann, die
unveränderliche, genau gegeneinander abgegrenzte Typen darstellen;
typologisches Denken.
et al., selten ausgeschrieben et alii (bzw. et aliae oder et alia) ist lateinisch und bedeutet „und andere“ (männlicher, weiblicher oder sächlicher Plural ). Die Abkürzung wird vor allem bei bibliographischen oder ähnlichen Angaben verwendet, wenn nicht alle beteiligten Personen genannt werden können. So ist es üblich, wenn ein Werk von mehreren Autoren verfasst wurde, dass je nach Usus nur der Hauptautor oder nur die nach alphabetischer Ordnung ersten drei Autoren genannt und weitere Koautoren unter et al. zusammengefasst werden.
Ethnographie/Ethnologie
Völkerkunde
Ethologie
Lehre vom Verhalten der Tiere und des Menschen.
Eurytopie
Weite Verbreitung
Eustatisch
Durch die Bewegung der Erdkruste Räumlich verändert
Evolution
Der Vorgang, durch den sich die Welt des Lebendigen nach der
Entstehung des Lebens nach und nach entwickelt hat und weiterhin entwickelt.
Evolution durch Artbildung
Beschleunigtes Entstehen einer neuen biologischen Art in einer Gründer-
oder Reliktpopulation; führt manchmal zur Entstehung eines neuen
höheren Taxons.
Evolutionssprung
Plötzliches Ereignis, das zu einer Diskontinuität (Lücke)
führt, wie die plötzliche Entstehung einer neuen Art oder eines
höheren Taxons.
Exogenie
Abhängigkeit eines Erbmerkmals von Umweltfaktoren
Extremitäten
Gliedmaße
Exzentrizität
Abweichung vom Mittelpunkt
Fakultativ
An ein bestimmtes Verhalten angepasst, aber nicht auf dieses beschränkt, beispielsweise fakultative Bipedie
Fauna
Gesamtheit der Tierarten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten
geografischen Gebiet leben.
Faustkeil
Beidflächig bearbeitetes alt- oder mittelpaläolithisches Steinwerkzeug mit ovalem oder dreieckigem Umriss und spitzovalem Querschnitt
Femur
Oberschenkelkochen
Feuerstein/Hornstein
In Knollen oder Platten vorkommendes Gestein mit Glasähnlichem Bruchverhalten. Durch Ausfällung von Kieselsäure auf dem Meeresboden entstanden.
Finalismus
Die überzeugung, dass es in der Natur einen Trend in Richtung eines
vorbestimmten Ziels oder Zwecks gibt, beispielsweise zur Vollkommenheit.
Siehe Teleologie.
Fitness
Die Fitness eines Individuums wird durch den Grad seiner Anpassung an die Umweltbedingungen bestimmt. Je höher die Fitness eines Individuums, desto größer ist der Anteil der Gene am Genpool der nächsten Generation
Flora
Gesamtheit der Pflanzenarten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem
bestimmten geografischen Gebiet wachsen.
Folivor
Blätterfressend
Foramen magnum
Großes Hinterhauptsloch, Größte Öfflung der Schädelbasis
Foraminiferen
Klasse Schalentragender Einzeller
Fossilien
Überreste von Pflanzen und Tieren aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit.
Furchungen
Mitotische Zellteilungen der befrhteten Eizelle (Zygote), die das erste
Embryonalgewebe entstehen lassen.
Gaia-Hypothese
Hypothese, wonach insbesondere die chemischen Wechselwirkungen
zwischen Lebewesen und ihrer unbelebten Umwelt einschließlich der
Atmosphäre durch ein als Gaia bezeichnetes Programm gesteuert werden.
Gameten (Geschlechtszellen)
Männliche und weibliche Fortpflanzungszellen; Samen- und Eizellen.
Gattung
In der Systematik der Arten (Spezies) übergeordnete Einheit. Beim Menschen: Homo
Gen
Genetische Einheit (Abschnitt von Basenpaaren) , die an einer bestimmten
Stelle auf einem Chromosom liegt.
Gendrift
Veränderungen der Genhäufigkeit, die nicht durch Selektion,
sondern durch Zufall entstehen. Kommt besonders in kleinen Populationen
vor.
Genealogisch
Die Ahnenforschung betreffend
Generisch
Die Gattung betreffend
Genetik
Vererbungslehre
Genetisches Programm
Die in der DNA eines Lebewesens codierte Information.
Genfluss
Wanderung von Genen zwischen verschiedenen Populationen einer
biologischen Art.
Genotyp
Die Gesamtheit der Gene eines Individuums.
Genpool
Gesamtheit der Gene einer Bevölkerung zu einer bestimmten Zeit
Genus
Siehe Gattung
Geologie
Wissenschaft vom Aufbau, von der Entstehung und der Entwicklung der Erde.
Geschlechtsdimorphismus
Siehe Sexualdimorphismus
Geschlechtskopplung
Genetische Kopplung von Genen, die auf dem X- oder Y-Chromosom liegen.
Glabella
Bereich zwischen den beiden Augenbrauenbögen
Glazial
Eiszeit, oder Synonym für Kaltzeit
Gradualistisch
Stetige Anhäufung ohne Stillstand. Evolutionärer Wandel, der in kleinen stetigen Schritten entsteht.
Gravettespitzen
Aus Klingen oder Lamellen hergestellte schmale Steingeräte des Gravettien mit einer scharfen Längskante und einem gegenüberliegenden Rücken, der mit der Schneidekante in einer Spitze zusammenläuft. Wahrscheinlich dienten die Gravettespitzen als Einsätze in Jagdwaffenspitzen aus organischen Materialien.
Gravettien
Kulturgruppe aus dem mittleren Jungpaläolithikum vor etwa 30000 bis 22000 Jahren.
Grazil
Zartgliedrig
Grundform
Hierunter fallen die zur weiteren Verwendung vorgesehenen Abschläge, Klingen und Lamellen.
Gründerpopulation
Population, die außerhalb des bisherigen Verbreitungsgebietes der
jeweiligen biologischen Art von einem einzigen Weibchen (oder einer kleinen
Zahl von Artgenossen) begründet wird.
Gruppenselektionstheorie
Theorie, wonach eine soziale Gruppe der Gegenstand der Selektion sein
kann, wenn die Kooperation zwischen ihren Mitgliedern die Fitness der
gesamten Gruppe verstärkt.
Guanin
Siehe basen
Günz-Eiszeit
Älteste pleistozän/Alpine Eiszeit nach Penck und Brückner 19909, benannt nach einem Rechten Nebenfluß Der Donau
Habitat
Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart oder des urgeschichtlichen Menschen
Halbwertszeit
Zeitspanne, nach der die Hälfte einer gegebenen Anzahl radioaktiver Atome zerfallen ist.
haploid
Eigenschaft von Zellen, die einen einzigen Chromosomensatz besitzen,
wie die Geschlechtszellen.
Hämatit
Zerkleinert und mit Wasser vermischt ergibt das Eisenmineral (Fe2O3) eine leuchtend rote Farbe.
Heliozentrisches Weltbild
Die Vorstellung, dass die Sonne in der Mitte des Sonnensystems steht,
während die Planeten sie umkreisen.
Herbivorie
Ernährung durch Pflanzen, im Gegensatz zur Ernährung durch Fleisch
Heterogenität
Verschiedenartigkeit
heterozygot
Eigenschaft einer Zelle oder eines diploiden Organismus, der in einem
Paar homologer Chromosomen zwei verschiedene Allele eines bestimmten Gens
besitzt.
Hintergrundaussterben
Das ständige Aussterben einer bestimmten Zahl biologischer Arten
in allen Epochen der Erdgeschichte.
Holotypus
Dasjenige Exemplar, welches bei der Originalbeschreibung einer Art vorgelegen hat.
Holozän
Jüngste Abteilung des Quartärs; geologische Gegenwart. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das seit 11500 Jahren andauernde Holozän ein Interglazial
Hominiden (Hominidae)
Familie der Menschen
Hominoiden (Hominoidea)
Überfamilie, die neben den fossilen und modernen Menschen auch die großen Menschenaffen sowie Gibbons umfaßt (Menschenartige)
Homo
Gattungsname der Menschen
Homo aurignaciensis hauseri
Ursprünglicher Name für den Skelettfund von Combe Capelle
Homo antecessor
800000 Jahre alte menschliche Fossilien aus der Höhle Gran Dolina in Spanien
Homo calpius
1863 von George Busk und Hugh Falconer verwendeter Artname für den Neandertaler-Schädel Gibraltar 1
Homo erectus
Lebte vor 1,8 Millionen bis 30000 Jahren vor heute in Afrika, Europa und Asien. Homo erectus war die erste Menschenform, die Afrika verlassen hat.
Homo Ergaster
Bezeichnung für die frühen afrikanischen Formen des Homo erectus
Homo floresiensis
Wahrscheinlich aus Homo erectus entwickelte Zwergenmenschen, die auf der Insel Flores, Indonesien, zwischen 95000 und 13000 Jahren Lebten.
Homo habilis
Gehörte zu einer der beiden frühen Homo-Arten Afrikas. Er lebte ca. 2,2 beziehungsweise 2,0 bis 1,6 Millionen Jahren vor heute im Süden und Osten Afrikas.
Homo heidelbergensis
Diese Menschenform entwickelte sich aus Homo erectus und lebte vor 800000 bis 350000 Jahren in Europa.
Homo neanderthalensis
Der Neandertaler; entwickelte sich aus Homo heidelbergensis und lebte in der klassischen Form zwischen 80000 und 30000 Jahren in Europa, Dem Nahen Osten und Westasien
Homo rhodesiensis
Frühere Bezeichnung für einen afrikanischen Menschentypus. Wird heute zu Homo heidelbergensis gezählt
Homo rudolfensis
Gilt als ältester Vertreter der Gattung Homo und lebte zwischen 2,4 und 1,8 Millionen Jahren in Afrika.
Homo sapiens
Moderner Mensch. Die archaische Form des Homo sapiens entwickelte sich vermutlich vor 200000 Jahren in Afrika
Homo stupidus
Von Ernst Haeckel 1866 verwendeter Name für den Neandertaler.
Hornstein/Feuerstein
In Knollen oder Platten vorkommendes Gestein mit Glasähnlichem Bruchverhalten. Durch Ausfällung von Kieselsäure auf dem Meeresboden entstanden.
Homöostase, genetische
Die Fähigkeit des Genotyps, störende Umwelteinflüsse auszugleichen.
Homologie
Bezeichnung für Struktur, Verhalten oder andere Merkmale
zweier Taxa, die sich von dem gleichen oder einem äquivalenten Merkmal
ihres letzten gemeinsamen Vorfahren ableiten.
Homoplasie
Ähnlichkeit von Merkmalen in zwei systematischen Gruppen, die sich
nicht vom gleichen Merkmal ihres letzten gemeinsamen Vorfahren ableiten.
Siehe Parallelophylie und Konvergenz.
homozygot
Eigenschaft einer Zelle oder eines Organismus, der in einem Paar homologer
Chromosomen zwei gleiche Allele eines bestimmten Gens besitzt.
Humerus
Oberschenkelknochen
Hybride
Aus einer Kreuzung zweier verwandter Arten hervorgegangenes Individuum, Mischling.
Indigen
Eingeboren, Einheimisch
Industrie
Zusammenstellung von Geräten und Werkzeugen aus dem gleichen Material, zeitlich und geographisch begrenzt: z.B Steinwerkzeug-Industrie.
Infusorien
Veralteter Begriff für kleine Wasserlebewesen (vorwiegend Protozoen,
Krebstiere, Rädertiere und einzellige Algen).
in situ
An der ursprünglichen Stelle, nicht verlagert.
Interglazial
Warmzeit zwischen zwei Eiszeiten
Interstadial
Wärmere Phase innerhalb einer Eiszeit.
Isolationsmechanismus
Genetisch bedingte Eigenschaften (auch solche des Verhaltens) von Individuen,
auf Grund derer Populationen verschiedener Arten sich nicht untereinander
kreuzen, auch wenn sie in der gleichen Region nebeneinander leben.
Jungpaläolithikum
Jüngere Altsteinzeit, etwa 40000 bis 14000 Jahre vor heute
Jungpleistozän
Zeitraum vom Beginn des Eem-Interglazials vor 127000 bis zum Ende der letzten Eiszeit vor 11500 Jahren.
Kaltzeit
Synonym für Glazial, Eiszeit
Kalvarium
Siehe Schädelkalotte
Kannibalismus
Das Verspeisen von Angehörigen der eigenen Art
Karnivor
Fleischfressend, im Gegensatz zu Herbivor, Pflanzenfressend
Kategorie
Als taxonomische Kategorie bezeichnet man die Stellung eines Taxons in
einer Hierarchie verschiedener Ebenen; alle Taxa in einer Kategorie haben
den gleichen Rang.
Keilmesser
Beidflächig retuschiertes Gerät mit einer scharfen Kante, gegenüberliegendem Rücken und keilförmigem Querschnitt. Keilmesser sind charakteristisch für das Micoquien.
Kenyanthropus platyops
Auch "Flachgesichtiger Keniamensch", Lebte wie Australopitheus afarensis vor 3,5 Millionen Jahren in Afrika.
Klade
Abschnitt eines phylogenetischen Stammbaumes zwischen zwei Verzweigungspunkten
oder zwischen einem Verzweigungspunkt und dem Ende des Zweiges.
Kladogenese
Komponente der Evolution, die durch Verzweigung (Auseinanderentwicklung)
charakterisiert ist.
Klassifikation
Gruppierung von Objekten oder Lebewesen nach logischen Gesichtspunkten.
Klon
Gruppe identischer Individuen, die durch ungeschlechtliche Fortpflanzung
entstanden sind; auch eineiige Zwillinge.
Knospung
Entstehung eines neuen Seitenastes in einer Abstammungslinie durch Artbildung,
wobei die neu entstandene Art und ihre Nachkommen eine neue Nische oder
Anpassungszone besetzen, was zu einem neuen, eigenständigen höheren
Taxon führt.
Knöchelgang
Vierfüßige Fortbewegungsform der afrikanischen Menschenaffen, bei der die Vorderextremitäten mit der Rückenfläche der mittleren Fingerglieder aufgesetzt werden
Koevolution
Parallele Evolution zweier biologischer Arten, die -wie Blüten und
bestäubende Insekten -voneinander abhängig sind oder bei denen
zumindest der eine vom anderen abhängig ist wie der Räuber von
seiner Beute oder der Parasit von seinem Wirt; jede Veränderung bei
einer der Arten führt zu einer Anpassungsreaktion bei der anderen.
Koexistenz
Gleichzeitiges Vorhandensein, in der Paläontologie das nebeneinander ähnlicher Tierformen mit ähnlichen ökologischen Nischen.
Kognitiv
Die Erkenntnis betreffend
Konkurrenzausschlussprinzip
Die überzeugung, dass zwei biologische Arten mit genau den
gleichen ökologischen Anforderungen nicht am gleichen Ort existieren
können.
Kontinentalverschiebung
Die Bewegung der Kontinente in erdgeschichtlichen Zeiträumen, verursacht
durch die Verschiebung der Platten der Erdkruste (Plattentektonik).
Konvergenz
Äußere Ähnlichkeit von zwei Taxa, wobei die betreffenden
Eigenschaften aber unabhängig erworben wurden und nicht auf den von
einem gemeinsamen Vorfahren ererbten Genotyp zurückgehen.
Kopierfehler
Ungenaue Verdoppelung eines Gens in Mitose oder Meiose; die Folge ist
eine Mutation.
Kranial
Den Kopf betreffend
Kranium
Schädel
Kreationismus
Glaube an die buchstäbliche Wahrheit der Schöpfung, wie sie
im Ersten Buch Mose aufgezeichnet ist.
Lamelle
Steinklinge mit einer Breite unter 1cm
Laufhorizont
Ehemalige Bodenoberfläche einer Landschaft oder eines Siedlungsplatzes
Lebendes Fossil
Biologische Art, die bis heute erhalten geblieben ist, obwohl alle ihre
Zeitgenossen schon vor mindestens 50 bis 100 Millionen Jahren ausgestorben
sind.
Leitform
Geräteform, die typisch ist für eine bestimmte Kulturgruppe
Leitfossil
Versteinerter oder in anderer Form erhaltener Organismus, der typisch für einen bestimmten geologischen Zeitabschnitt ist.
Levallois-Kern
Speziell präparierter Steinkern, Typisch für die Neandertaler
Linnaeussches System
Das von dem schwedischen Naturforscher Carl (Carolus) Linnaeus
(früher: Carl von Linne, 1707-1778) entwickelte biologische Klassifikationssystem.
Lithisch
Aus Stein
Locus
Lage eines bestimmten Gens auf einem Chromosom.
Lokomotion
Fortbewegung
Magdalénien
Kulturgruppe des späten Jungpaläolithikums, etwa vor 18000 bis 14000 Jahren
Makroevolution
Evolution oberhalb der Ebene der biologischen Art; Entstehung höherer
Taxa und entwicklungsgeschichtlicher Neuerungen, beispielsweise neuer
Körperbaupläne.
Mammut
Ausgestorbene Elefantenart aus Europa, Asien und Nordamerika
Massenaussterben
Das Verschwinden eines großen Teils aller Lebensgemeinschaften auf
der Erde, ausgelöst durch klimatische, geologische, kosmische oder
andere Vorgänge in der Umwelt.
Mazerieren
Präparationsverahren zum Herauslösen von Skelettteilen
Megadonte Zähne
Sehr große Zähne relativ zur Körpergröße. Findet man hauptsächlich bei den robusten Australopithecinen (Paranthropus)
Megaherbivoren
Sehr große Pflanzenfresser
Meiose
Besondere Form der Kernteilung, die sich bei Lebewesen mit sexueller Fortpflanzung
während der Entstehung der Geschlechtszellen (Samen- und Eizellen)
abspielt. In der Meiose finden Crossing-over und die Reduktion der Chromosomenzahl
statt.
Mendelsche Regeln
Von Gregor Mendel durch Naturbeobachtungen abgeleitete Gesetze für die Vererbung einfacher Merkmale
Merkmalsgradient (Klin)
Abgestufte Variationen eines Merkmals bei einer biologischen Art, in der
Regel parallel zu Abstufungen des Klimas oder anderer Umweltfaktoren.
Mesolithikum
Mittelsteinzeit, Zeit der nacheiszeitlichen Jäger und Sammler. In Mitteleuropa etwa bis zum Eintreffen der jungsteinzeitlichen Ackerbauern vor etwa 7500 Jahren.
Micoquien
Kulturgruppe oder funktional bedingte Ausprägung des Mittelpaläolithikums, heute setzt sich mehr und mehr die Bezeichnung "Keilmessergruppe" durch.
Migration
Dauerhafte Abwanderung oder Einwanderung
Mikroevolution
Evolution auf der Ebene der biologischen Art oder darunter.
Mikrozephal
Kleinköpfig
Mimikry, Batessche
Ähnlichkeit zwischen einer essbaren und einer ungenießbaren
oder giftigen biologischen Art.
Mimikry, Müllersche
Ähnlichkeit zwischen zwei gleichermaßen ungenießbaren
oder giftigen Arten.
Mindel-Eiszeit
Zweitälteste pleistozän/alpine Eiszeit nach Penck und brückner 1909, benannt nach einem rechten Nebenfluss der Donau
Miozän
Geologische Epoche vor ca. 23,3 bis 5,2 Millionen Jahren, Entstehung und Entfaltung der großen Menschenaffen
Missing Link (fehlendes Bindeglied)
Fossil, das eine große Lücke zwischen einem Vorfahren und der
von ihm abgeleiteten Gruppe von Lebewesen schließt, wie beispielsweise
der zwischen Reptilien und Vögeln stehende Archaeopteryx.
Mitochondrien
Zellorgane (Organellen), in denen durch Atmung die Energiegewinnung der Zelle Vollzogen wird.
Mitose
Form der Zellteilung, bei der jedes Chromosom verdoppelt und
der Länge nach »gespalten« wird, sodass jede Tochterzelle
ein Exemplar des Chromosoms erhält. Die typische Zellteilung somatischer
Zellen.
Mittelpaläolithikum
Mittlere Altsteinzeit, vor etwa 300000 bis 35000 Jahren
Mittelpleistozän
Abschnitt des Pleistozäns vor rund 800000 bis 127000 Jahren.
Molar
Backenzahn
Molekulare Uhr
Die mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks ablaufende Veränderung
eines Moleküls (Gens) oder eines ganzen Genotyps in erdgeschichtlichen
Zeiträumen.
Monophyletisch
Von einer Urform Abstammend
Monsun
Eine großräumige Luftzirkulation im Gebiet der Tropen und Subtropen. Sommerregenzeit in Süd- und Ostasien.
Moräne
Von einem Gletscher vor sich her geschobene und Abgelagerte Masse von Gestein.
Morphologie
Lehre von den Formen und Gestalten eines Gegenstandes. In der Biologie die Wissenschaft vom Bau und der Gestalt des Körpers und der Organe eines Lebewesens
Morphospezies
Eine Gruppe von Organismen, die sich bezüglich eines Satzes messbarer morphologischer Merkmale eindeutig voneineander unterscheiden lassen. Eine Population wird derjenigen Art zugerechnet, deren Typusbeschreibung mindestens 75 % der Individuen entsprechen
Mosaikevolution
Entwicklungsgeschichtlicher Wandel innerhalb eines Taxons, der sich bei
verschiedenen Strukturen, Organen und anderen Bestandteilen des Phänotyps
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit vollzieht
Moustérien
Kulturgruppe oder funktional bedingte Ausprägung des Mittelpaläolithikums. Beginnt vor ca. 200000 Jahren und endet vor ca. 30000 Jahren.
mtDNA
DNA in den Mitochondrien, sie wird nur über die mutter an die Nachkommen vererbt
Multiregionales Evolutionsmodell
Annahme einer gradualistischen Entstehung des anatomisch modernen Menschen in verschiedenen regionen der Alten Welt
Mutation
Erbliche Veränderung im genetischen Material, verursacht meist durch
einen Verdoppelungsfehler während der Zellteilung mit der Folge,
dass ein Allel durch ein anderes ersetzt wird. Neben solchen Genmutationen
gibt es auch Chromosomenmutationen, beispielsweise größere
Veränderungen der Chromosomen wie bei der Polyploidie.
Natürliche
Selektion
Vorgang, durch den weniger geeignete Individuen in jeder Generation aus
der Population beseitigt werden.
Naturwissenschaftliche Revolution (scientific
revolution)
Phase im 16. und 17. Jahrhundert, in der Gelehrte wie Galilei und Newton
die moderne Naturwissenschaft begründeten.
Neolithikum
Jungsteinzeit, Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu Ackerbauern und Viehzüchtern. Ab ca. 10000 Jahren vor heute ausgehend vom Fruchtbaren Halbmond.
Normalisierende (stabilisierende) Selektion
Selektionsbedingte Beseitigung von Variationen, die außerhalb des
normalen Schwankungsspektrums einer Population liegen.
Notwendigkeit
Die unentrinnbare Kraft der Umstände.
Ocker
Gemische aus Brauneisenstein mit Ton Quarz und Kalk. Als Pigment findet das gelbrote, bis ins Braun reichende Pulver Anwendung in der Malerei, Auch Höhlenmalerei.
Odderade
Gemäßigte Phase (siehe Interstadial) der letzten Eiszeit um 80000 Jahre vor heute
Offenes Leseraster
DNA-Sequenz, die in ein Protein umgesetzt werden kann.
Ökologische Funktion
Beitrag eines Merkmals zum überleben des betreffenden Organismus.
Ökologische Nische
Konstellation von Eigenschaften der Umwelt, durch die sie sich für
die Besetzung mit einer biologischen Art eignet.
Omnivorie
Ernährung von Pflanzen und Fleisch (Allesfresser)
Ontogenese
Individuelle Entwicklung eines einzelnen Lebewesens
Organisator
Gewebe, das in anderen, undifferenzierten Geweben einen bestimmten Entwicklungsweg
in Gang setzen kann.
Orthogenese
Die widerlegte Hypothese, wonach geradlinige Evolutionstrends durch ein
inneres, finalistisches Prinzip verursacht werden.
Orthologe Gene
Gene verschiedener biologischer Arten, die sich in ihren Nleotidsequenzen
so ähnlich sind, dass man auf ihre Abstammung von einem gemeinsamen
Vorfahren schließen kann.
Ortstreue
Bestreben eines Individuums, in sein Heimatgebiet (Geburtsort oder eine
andere Region, in der es heimisch ist) zurückzukehren.
Orrorin Tugenensis
Vormenschen-Art, die vor rund 6 Millionen Jahren in Afrika lebte.
Paläander
(griech. für alter Mensch): Den Neandertalerfund bezeichnende Wortschöpfung des Bonner Anatomen F.J.C. Mayer.
Paläoanthropologie
Wissenschaft der fossilen Homininen
Paläogenetik
Genetik der Ausgestorbenen und fossilen Lebewesen.
Paläolithikum
Altsteinzeit, die Zeit der pleistozänen Jäger und Sammler. In Europa etwa eine Million bis 11500 Jahre vor heute
Paläontologie
Wissenschaft, die sich mit der vorzeitlichen Tier- und Pflanzenwelt beschäftigt.
panmiktisch
Eigenschaft von Populationen und biologischen Arten, die sich so stark
ausbreiten können, dass die Populationen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet
sich ungehindert untereinander kreuzen.
Parallelophylie
Mehrfache, unabhängige Entstehung des gleichen Merkmals
bei verschiedenen Arten, deren letzter gemeinsamer Vorfahre die genetische
Disposition für dieses Merkmal besaß, es aber selbst in seinem
Phänotyp nicht ausprägte.
Paranthropus aethiopicus
Primatenart aus der Entwicklungslinie der Menschen, lebte vor etwa 2,7 bis 1,9 Millionen Jahren.
Paranthropus Boisei
Siehe Australopithecus boisei
Paranthropus robustus
Siehe Australopithecus robustus
parapatrisch
Eigenschaft von Populationen oder Arten, die unmittelbar aneinander angrenzen,
sich aber nicht überschneiden.
Pathologie
Lehre von den Krankheiten, Krankheitsforschung
Pebble tools
Geröllgeräte-Industrie des Altpaläolithikums Ost- und Südafrikas
Perkussion
Zündung durch Stoß oder Schlag
Permafrost
Dauerfrostboden. Der Boden ist ab einer gewissen Tiefe das ganze Jahr über gefroren.
Phänotyp
Die Gesamtheit aller erkennbaren Merkmale eines Individuums während
seiner Entwicklung und nach deren Abschluss mit allen Eigenschaften von
Anatomie, Physiologie, Biochemie und Verhalten. Der Phänotyp ist
das Ergebnis der Wechselwirkungen zwischen Genotyp und Umwelt.
Phylogenetisch
Die Stammesgeschichte betreffend
Phylogenetische Systematik
Methode innerhalb der Evolutionsbiologie, mit dem Ziel ein System der Organismen zu erstellen.
Physiognomie
Die Gesamtheit der Ausprägung der Körpergestalt und der Gesichtszüge
Piltdown Mensch
Berühmte Fälschung, bestehend aus einem menschlichen Schädel und dem Unterkiefer eines Orang-Utans
Pithecanthropus alalus
In der Theorie Von Ernst Haeckel (1834-1919) das Bindeglied zwischen Menschenaffen und Menschen (Alalus bedeutet stumm, nich zur Sprache fähig)
Pithecanthropus erectus
Historische Bezeichnung des Homo erectus von Eugene Dubois vergeben.
Platte
Stück der Erdkruste, das sich auf Grund der Plattentektonik bewegt.
Plattentektonik
Theorie, wonach die Erdkruste aus beweglichen Platten besteht, die sich
in erdgeschichtlichen Zeiträumen verbinden oder trennen können.
Pleistozän
Abschnitt des Eiszeitalters vom Ende des Tertiärs bis zum beginn des Holozäns. Etwa 2,4 Millionen bis 11500 Jahre vor heute.
Pleiotropie
Eigenschaft eines Gens, das mehrere Aspekte des Phänotyps beeinflusst.
Pleniglazial
Klimaphase der Würm-Eiszeit
Pliozän
Letzter Abschnitt des Tertiärs. Auf das Pliozän folgt das Quartär.
Polygene Vererbung
Vererbung eines Merkmals (zum Beispiel der Körpergröße),
das von mehreren Genen beeinflusst wird. Alle diese Gene wirken zusammen.
polymorphismus
Vorkommen mehrerer Allele oder unterschied- licher Phänotypen in
einer Population, wobei selbst die seltenste Form noch häufiger ist,
als es allein durch immer wiederkehrende Mutationen möglich wäre.
polymorphismus, balancierter
Zustand, bei dem zwei verschiedene, in der gleichen Population nebeneinander
existierende Allele einen heterozygoten Organismus entstehen lassen, der
eine größere Fitness besitzt als jede der bei den homozygoten
Formen.
polyphylie
Abstammung eines Taxons von zwei oder mehreren Vorläuferformen.
Population
Fortpflanzungsgemeinschaft, Bevölkerung bzw. Gesamtheit der Individuen einer Art in einem Bestimmten Areal
Postcraniales Skelett
Skelett ohne Schädel
Präadaptation
Bezeichnung für ein Merkmal, das eine neue Funktion oder ökologische
Aufgabe übernehmen kann, ohne dass sich die Fitness vermindert; Besitz
der Eigenschaften, die für den übergang in eine neue Nische
oder einen neuen Lebensraum notwendig sind, ohne dass die ursprünglichen
Funktionen beeinträchtigt werden.
Prämatur
Frühzeitig
Präneandertaler
oder Frühe Neandertaler. Auf die Ante-Neandertaler folgende, unmittelbare Vorfahren der späteren Neandertaler mit unmissverständlichen Neandertalermerkmalen.
Primaten
Herrentiere. In dieser Ordung werden alle Arten zusammengefasst, die folgende Merkmale gemeinsam haben: Augenhöhle von einem geschlossenen Knochenring umgeben, Schlüsselbein vorhanden, Daumen und Innenzehen eng anstellbar. Die Ordnung umfasst Halbaffen, Affen und Menschen
Prospektion
In der Archäologie das Erkunden und Auffinden von archäologischen Stätten im Gelände.
Protisten
Zusammenfassende Bezeichnung für die gewaltige Vielzahl einzelliger
Eukaryonten.
Quartär
Umfasst das Pleistozän und das Holozän. Das Quartär ist das erdgeschichtlich jüngste, immer noch andauernde Eiszeitalter.
Radiokarbon/Radiokohlenstoff
Radioaktiver Kohlenstoff
Radiokarbonmethode
Verfahren zur Altersbestimmung ehemals organischer Stoffe durch Ermittlung ihres Gehaltes an Radiokarbon
Reduktionismus
Die Vorstellung, man könne die höheren Integrationsebenen eines
komplexen Systems auf Grund der Kenntnis seiner kleinsten Bestandteile
in vollem Umfang erklären.
Refugium
Zufluchtsort, Rückzugsgebiet
Rekapitulation
Auftauchen einer Struktur oder eines anderen Merkmals im Larvenstadium
oder unreifen Zustand, das einem Merkmal der ausgewachsenen Individuen
einer Vorläuferart ähnelt; wird als Beleg für Abstammung
von diesem Vorfahren gedeutet.
Rekombination
Umordnung der Gene in einer Zygote als Folge von Crossing-over und Neuordnung
der Chromosomen während der Meiose. Auf diese Weise entstehen in
jeder Generation neue Genotypen.
Relative Chronologie
Altersbestimmung, die das Objekt in Bezug zu älteren und jüngeren Objekten stellt, ohne ein Absolutes Alter in Zeiteinheiten, etwa Jahren, Anzugeben.
Rezent
Modern, Gegenwärtig lebend.
Rezessives Gen
Gen, das seine Wirkung nicht entfalten kann, wenn es im heterozygoten
Zustand (das heißt in einfacher Dosis) vorliegt. Die Wirkung wird
nur dann sichtbar, wenn es im homozygoten Zustand (in doppelter Dosis)
vorhanden ist.
Riß-Eiszeit
Vorletzte pleistozäne/alpine Eiszeit nach Penck und Brückner 1909. Benannt nach einem rechten Nebenfluss der Donau.
Rudimentäres Merkmal
Zurückgebildetes und funktionsunfähiges Merkmal, das aber bei
den Vorfahren einer biologischen Art eine Funktion erfüllte, wie
beispielsweise die Augen bei Höhlen bewohnenden Tieren oder der Blinddarm
des Menschen.
Rückenmesser
Aus Klingen oder Lamellen hergestellte schmale Steinwerkzeuge mit einer scharfen Längskante und einem gegenüberliegenden Rücken. Rückenmesserwurden hintereinander eingesetzt, so dass sie sich zu längeren Schneidkanten ergänzen.
Saale-Kaltzeit
Eiszeitkomplex der nordeuropäischen Gliederung zwischen 300000 und 127000 Jahren vor heute. Benannt nach dem gleichnamigen Fluss in Sachsen/Thüringen.
Sahelanthropus tchadensis
Vormenschen-Art, die vor ca. 6,3 Millionen Jahren in Afrika lebte.
Saltationismus
Die Vorstellung, entwicklungsgeschichtlicher Wandel sei die
Folge der plötzlichen Entstehung ganz neuartiger Individuen, die
zu Vorfahren einer biologischen Art werden.
scala naturae
Lineare Anordnung aller Lebensfonnen von den niedersten, nahezu unbelebten
zu den vollkommensten Typen; die Große Seinskette.
Schädelkalotte
Schädeldach ohne basis. Bei vielen urgeschichtlichen Funden ist infolge ihrer besonderen Struktur und Widerstandsfähigkeit nur noch die Kalotte erhalten.
Sediment
Abgelagertes oder ausgeschiedenes Lockergestein, zum Beispiel Sand, Kies, Löss.
Selektion
In der Evolutionsbiologie: natürliche Auslese. Allgemein als wichtigste Triebfeder des Evolutionsgeschehens angesehener Prozess.
Sexualdimorphismus
Unterschiede beispielsweise in gestalt und Verhalten zwischen den Geschlechtern einer Art.
Sexuelle Selektion
Selektion von Merkmalen, die den Fortpflanzungserfolg steigern.
Sichelzellenkrankheit
Genetisch bedingte Erkrankung der roten Blutkörperchen. In homozygoten
Zustand führt das Sichelzellgen frühzeitig zum Tode, im heterozygoten
verschafft es aber seinem Thäger in Malariagebieten einen Vorteil.
Silex
SiO2-haltiger Stein, der in der Steinzeit zur Herstellung von Werkzeugen verwendet wurde, unter anderem Feuerstein und Quarzit
Sinanthropus pekinensis
Historische Bezeichnung des chinesischen Homo erectus Aus Zhoukoutien
Solutréen
Kulturgruppe des mittleren Jungpaläolithikums um 20000 Jahre vor heute. Typisch sind perfekt geformte Blattspitzen
Somatische Mutation
Mutation in einer somatischen Zelle.
Somatisches Programm
In der Embryonalentwicklung die in benachbarten Geweben enthaltene
Information, welche die weitere Entwicklung eines embryonalen Körperteils
oder Gewebes beeinflusst oder steuert.
Sozialdarwinismus
Politische Theorie, derzufolge erbarmungsloser Egoismus den größten
Erfolg bringt.
Spezies
Eine Art. Eine Gruppe von Populationen gleicher oder ähnlicher Lebewesen, die sich miteinander fortpflanzen können.
Spontanzeugung
Eine heute widerlegte Vorstellung früherer Zeiten, wonach komplizierte
Lebewesen spontan aus unbelebten Substanzen entstehen können.
Stammesgeschichte (Phylogenie)
Die abgeleiteten Abstammungsverhältnisse in einer Gruppe von Lebewesen
mit der Rekonstruktion des gemeinsamen Vorfahren und des Ausmaßes
der Auseinanderentwicklung zwischen den verschiedenen Zweigen.
Stammesgeschichtliche Evolution
Entwicklungsgeschichtlicher Wandel einer Abstammungslinie im Laufe der
Zeit.
Stasis
In der Geschichte eines Taxons eine Phase, in der die Evolution zum Stillstand
gekommen zu sein scheint.
Stenotyp
Nicht weit Verbreitet
Stratigraphie
1. Schichtkunde, Teilgebiet der Geologie, das die SChichten nach ihrer zeitlichen Entstehung ordnet.
2. Schichtenabfolge. In der Archäologie des Eiszeitalters bildet die stratigraphische Position von Siedlungsschichten ooft die sicherste Grundlage für deren zeitliche Einordnung. Bei ungestörten Stratigraphien werden die Schichten von oben nach unten zunehmend älter.
Symbiose
Wechselbeziehungen zwischen Individuen verschiedener biologischer Arten,
in der Regel zum beiderseitigen Nutzen.
sympatrisch
Eigenschaft biologischer Arten, deren Verbreitungsgebiete sich überschneiden,
sodass sie teilweise im gleichen Gebiet nebeneinander existieren.
Synthese der Evolutionsforschung
Herstellung von Einigkeit zwischen verschiedenen Schulen der Evolutionsforschung,
die sich zuvor bekämpft hatten, wie experimentelle Genetik, Naturforschung
und Paläontologie; zur Synthese kam es insbesondere zwischen 1937
und 1947; Vereinigung verschiedener Zweige der Evolutionsforschung, die
sich z.B. mit Anagenese und Kladogenese befassten.
Systematik
Wissenschaftliches Studium von den Formen der Organismen und ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen.
Taphonomie
Die Lehre von der Fossilisierung eines Organismus. Sie beschreibt die Verwesung der Organismen und die Entstehung von Fossilien sowie die Kausalzusammenhänge.
Taxon (plural Taxa)
Monophyletische Gruppe von Lebewesen (oder niedrigeren systematischen
Gruppen), die an einer definierten Anzahl gemeinsamer Merkmale zu erkennen
ist.
Taxonomie
Lehre von der Unterscheidung und Unterscheidbarkeit der Taxa
Tektonische Hebung
Hebung von Geländeteilen, verursacht durch Vorgänge in der Erdkrust.
Teleologie
Philosophische Lehre von den letzten Ursachen; der Glaube an die Existenz
von Kräften, die eine Richtung vorgeben.
Tertiär
Älterer Abschnitt der Erdneuzeit, etwa 65,0 bis 2,4 Millionen Jahre vor heute. Auf das Tertiär folgt der jüngere Abschnit der Erdneuzeit, das Quartär.
Therapsida
Ordnung fossiler Reptilien, aus der die Säugetiere hervorgegangen
sind.
Thermolumineszenz Methode
Methode zur Altersbestimmung, bei der das beim Erwärmen bestimmter anorganischer Stoffe auftretende Aufleuchten in charakteristischen Farbe gemessen wird. Die Reichweite hängt von den gemessenen Objekten ab, beträgt aber sicher mehrere hunderttausend Jahre
Thymin
Siehe Basen.
Tibia
Schienbein
Tradigenese
Soziale Evolution
Tradigenetische Vermittlung
Weitergabe von erworbenen Fähigkeiten und individuellen Erfahrung
Transformationismus
Widerlegte Theorie, wonach Evolution auf einen Wandel der Wesensform einer
Art zurückzuführen ist, entweder durch die Vererbung erworbener
Eigenschaften, direkte Einflüsse der Umwelt oder letzte Ursachen.
Transmutationismus
Theorie, wonach evolutionärer Wandel auf plötzliche Neumutationen
oder Evolutionssprünge zurückzuführen ist, bei denen ganz
plötzlich eine neue Spezies entsteht. Siehe Saltationismus.
Typologie
Eine Vorstellung, die Variationen außer Acht lässt und die
Angehörigen einer Population als Kopien eines Typus betrachtet; Essentialismus.
Typologischer Artbegriff
Unterscheidung biologischer Arten auf Grund des Ausmaßes ihrer phänotypischen
Unterschiede.
Typusexemplar
Fossil, an dem die Benenneung (die wissenschaftliche Beschreibung) einer Art vollzogen wurde. Siehe auch Holotypus.
Uniformitarianismus
Theorie einiger Geologen in der Zeit vor Darwin, unter ihnen vor allem
Charles Lyell; nach dieser Lehre laufen alle Veränderungen in der
Erdgeschichte nicht in Sprüngen ab, sondern ganz allmählich.
Deshalb kann man solche Veränderungen nicht als getrennte Schöpfungsakte
betrachten.
Unterbrochenes Gleichgewicht (punctuated
equilibrium)
Wechsel zwischen sehr schnellem und normalem oder langsamem entwicklungsgeschichtlichem
Wandel in einer Abstammungslinie als Folge der Evolution durch Artbildung.
Urgeschichte
Wissenschaft zur Erforschung der Menschheitsgeschichte von ihren Ursprüngen bis zur Erfindung der Schrift.
Ursache, unmittelbare (proximate cause)
Eine Ursache, die auf unmittelbare biologische, chemische oder physikalische
Faktoren zurückgeht.
Überaugenwulst
Durchgehender, vorgewölbter Knochenbogen über den Augenhöhlen bei Affen und Menschen
Verwandtenselektion (kin selection) Selektionsvorteil auf Grund des altruistischen Verhaltens von Individuen, die Teile ihres Genotyps gemeinsam haben (beispielsweise Geschwister).
Wallace-Linie
Eine biogeografische Linie quer durch den indomalaiischen Archipel; kennzeichnet
den Ostrand des Sunda-Kontinentalsockels und ist die Ostgrenze des Verbreitungsgebietes
vieler Tierarten vom tropischen asiatischen Festland, insbesondere der
Säugetiere.
Warmzeit
Siehe Interglazial
Weichsel-Kaltzeit
Jüngste Eiszeit der nordeuropäischen Gliederung. Entspricht der Würm-Eiszeit der alpinen Gliederung. Benannt nach dem gleichnamigen fluss in Polen.
Wernicke-Zentrum
Teil des Sprachzentrums in Gehirn, für das Verstehen von Sprache zuständig.
Würm-Eiszeit
Jüngste pleistozäne/alpine Eiszeit nach Penck und Brückner 1909, Benannt nach einem Fluss im bayrischen Voralpenland.
Zellplasma
Lebende Substanz der Zelle, in der Stoffwechsel und Energiegewinnung stattfinden.
Zinjanthropus
Andere Bezeichnung für Australopithecus (Paranthropus) boisei
Zoologie
Wissenschaft von den Tieren, TEilgebiet der Biologie
Zufälligkeit
Ein nicht vorhersehbares Ereignis.
Zygote
Befrhtete Eizelle, die aus der Vereinigung der beiden Geschlechtszellen
und ihrer Zellkerne hervorgeht.