Adada

Adada (griechisch Ἄδαδα) ist eine antike Stadt in Pisidien, etwa 40 km südöstlich von Eğirdir und 80 km nordöstlich von Antalya, in der Nähe des heutigen Dorfes Sağrak im Landkreis Sütçüler der türkischen Provinz Isparta.

Sie wurde zuerst von A. Schönborn 1842 besucht, dann 1884 wiederentdeckt von dem Amerikaner J. R. S. Sterrett. Gustav Hirschfeld und William M. Ramsay identifizierten sie 1887.

Geschichte

Die Stadt wird erstmals in einer Inschrift des 2. Jhs. v. Chr. genannt. Über die Geschichte in der römischen Kaiserzeit ist kaum etwas bekannt, jedoch sind für Adada vier Kaisertempel überliefert. Erste Münzen sind seit dem 1. Jh. v. Chr. bekannt, die kaiserzeitliche Münzprägung reicht von Trajan bis Valerian. In der Spätantike war Adada ein Bischofssitz.

Ruinen

Die antike Stadt liegt in einem relativ ebenen, weiten Hochtal. Gut erhalten sind noch die vier Kaisertempel des 2./3. Jhd. (einer inschriftlich belegt für die Kaiser und Zeus Sarapis, der zweite inschriftlich für die Kaiser und Aphrodite, der dritte nur die Kaiser, der vierte durch Münzen belegt für Trajan), die Agora mit einer großen Schautreppe sowie das Theater. Ferner zwei spätantike dreischiffige Basiliken.

Literatur

  • Hans von Aulock, Antike Münzen und Städten Pisidiens I. Tübingen 1977, S. 20-22. 52-59.
  • Klaus Belke, Norbert Mersich, Phrygien und Pisidien, Tabula Imperii Byzantini, 7. Wien 1990, S. 170.
  • Mustafa Büyükkolancı, Adada Pisidia'da Antik Bir Kent. 1998 [hier S. 13 Planskizze]
  • Hartwin Brandt, Adada, eine pisidische Kleinstadt in hellenistischer und römischer Zeit, Historia 51 (2002) S. 385-413.
  • Gustav Hirschfeld: Adada 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 339.

Weblinks

37.5751630.98531Koordinaten: 37° 34′ 31″ N, 30° 59′ 7″ O