Achí

Die Achi' oder Achí sind eine Maya-Ethnie und in Guatemala im Departamento Baja Verapaz in den Municipios Cubulco, Rabinal, San Miguel, Salamá, San Jerónimo, Purulhá, sowie Teilen von Granados und El Chol.

Geschichte

Zum Siedlungsgebiet der Achi's gehörten die Ufer des Río Chixoy. In diesem Gebiet wurde in den 1980er Jahren ein Stausee errichtet, wobei die Achí vertrieben bzw. in so genannte „Modelldörfer“ umgesiedelt wurden, die unter Aufsicht des Militärs standen. Im Guatemaltekischen Bürgerkrieg ermordeten Regierungstruppen zahlreiche Achí, da sie diese der Zusammenarbeit mit der Guerilla verdächtigten und sie sich teilweise gewaltsam gegen die Vertreibung aus dem Stausee-Gebiet wehrten. Am 13. März 1982 wurden in einem Massaker am Río Negro 177 Frauen und Kinder ermordet.[1]

Sprache

Die Achí-Sprache ist eng mit der Quiché-Sprache verwandt.

Anzahl

Bei der Volkszählung von 2002 in Guatemala bezeichneten sich 105.992 Personen (0,9 %) als Achi.[2]

Traditionen

Mythen der Achí sind in dem Dokument Rab'inal Achí („Der Achí-Krieger“, auch Xajooj Tun, „Trommeltanz“ genannt) überliefert, das 1862 in Paris veröffentlicht wurde.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Guatemala: Río Negro Survivors Identify Executioners
  2. XI Censo Nacional de Población y VI de Habitación (Censo 2002) - Pertenencia de grupo étnico. Instituto Nacional de Estadística. 2002. Abgerufen am 22. Dezember 2009.