Abziehstein

Abziehstein eines Zimmermanns aus Sappl, in den 30er Jahren in Gebrauch

Der Abziehstein wird für den Feinschliff und das Abziehen von Werkzeugschneiden aus Stahl verwendet. Beim Abziehen wird der Grat, der sich beim Schleifen bildet, entfernt.

Man unterscheidet zwischen natürlichen Abziehsteinen, die meist nach ihrem Herkunftsort benannt sind, und künstlichen Abziehsteinen. Die künstlichen Abziehsteine bestehen aus Schleifmittelkörnern (z. B. Korund, Siliziumkarbid) und Bindemitteln. Hochwertige Abziehsteine wie der Belgische Brocken oder der Arkansasstein weisen meist eine typische Körnung von 6000–8000 auf. Damit kann eine sehr feine, nahezu polierte Oberfläche an der Werkzeugschneide erzielt werden.

Man unterscheidet Steine mit harter und weicher Bindung: Eine weiche Bindung der Schleifkörnchen untereinander lässt sie schneller ausbrechen, d. h. der Stein nutzt sich schneller ab. Dafür ist die Oberfläche immer "scharf" und greift besser an. Beispiele hierfür sind der Belgische Brocken und feine japanische Wassersteine. Diese Art sollte vor allem für harte Stähle verwendet werden. Der Arkansasstein hingegen hat eine harte Bindung, er nutzt sich kaum ab.

Vorsicht: Im Handel sind unter der Bezeichnung "Abziehstein" meist auch (viel) gröbere Steine erhältlich.

Häufig verwendete Abziehsteine

In der Regel werden die Abziehsteine vor dem Gebrauch mit Wasser oder einem Gemisch aus Öl und Petroleum benetzt.

Siehe auch

Weblinks

Wikibooks Wikibooks: Bogenbau/ Werkzeug/ Schärfen – Lern- und Lehrmaterialien