Aborigines Welfare Board

Der Aborigines Welfare Board war die Nachfolgeorganisation der Aboriginal Protection Board, die erstmals im Jahre 1940 durch politische Organisationen der Aborigines abgelöst werden konnten.

Die Aboriginal Protection Boards gab es in unterschiedlicher Organisationsform in allen Bundesländern Australiens. Sie hatten weitreichende Rechte über das Leben, den Aufenthaltsort, die Arbeit und Heirat und weitere Lebensbereiche der Aborigines und hatten damit letztendlich Kontrolle über das gesamte Leben der Aborigines. Sie konnten Half-casts (Mischlinge von Weißen und Schwarzen) bzw. Kinder der Aborigines ihren Eltern wegnehmen und entweder in Heimen, Aborigines-Missionsstationen oder bei Weißen unterbringen. Dieses Unrecht ging mit dem Begriff der Gestohlenen Generation in die Geschichte Australiens ein. Diese Boards hatten auch die Funktion ökonomischen Druck auf die Aborigines, dass sie einer Arbeit nachgehen sollten, und damit diesen auch auf andere abhängig Beschäftigten auszuüben.[1]

Das Ziel, die Abschaffung der Aboriginal Protection Board in New South Wales erreichte die Aborigines Progressive Association im Jahre 1944. In diesem neuen Aborigines Welfare Board (Vorstand) waren erstmals auch Aborigines Mitglieder, wie beispielsweise Pearl Gibbs. Gibbs erkannte, dass es bei der Durchsetzung dieses Ziels der Unterstützung von Weißen bedarf und in dieser Organisation arbeiteten Weiße mit. Der neu gegründete Aboriginal Welfare Board erreichte geringe Änderungen des Sozialhilfegesetzes im Interesse der Aborigines und es gab auch Ansätze für eine Verbesserung der schulischen Ausbildung der Aborigines. Jedoch brachte der Zweite Weltkrieg die diesbezüglichen Initiativen zum Erliegen.

Weblinks

Einzelnachweis

  1. http://www.foundingdocs.gov.au/item.asp?dID=67In effect, such reserves operated initially to separate unproductive, ill and 'problematic' Aboriginal people from those working efficiently in European industries – pastoral, agricultural, marine and domestic. As time passed, they also became labour reservoirs from which Aboriginal contract workers could be drafted to white rural and urban employers.“ Abgerufen am 24. Juni 2009